Apple hat die Kauf-direkt-in-AR-Taste: AR Quick Look mit Banner
Letzte Woche habe ich einem Kunden gezeigt, wie sein Produkt in Augmented Reality aussieht. Auf dem iPhone, direkt im Safari. Kein App-Download, kein QR-Code-Scan mit Drittanbieter-App. Einfach ein Link, tippen, fertig. Das kennt er schon. Dann habe ich ihm gezeigt, was passiert, wenn man unten im AR-Viewer auf den Button tippt.
Er sagte: „Moment — da kann ich direkt kaufen?“
AR Quick Look mit Banner: 3 Varianten
Apple hat in Safari eine Funktion eingebaut, die fast niemand nutzt: AR Quick Look mit Banner. Die Idee: Ein USDZ-3D-Modell öffnet sich nativ im AR-Viewer (AR Quick Look), und am unteren Rand erscheint ein Banner — mit Produktname, Preis und einem Call-to-Action-Button. Kein SDK, kein Framework, keine App. Nur ein HTML-Link mit URL-Parametern.
Das klingt zu einfach, um relevant zu sein. Ist es aber!
Custom Action Banner
Apple unterscheidet drei Banner-Typen. Der erste ist ein Custom Action Banner — du hängst an die USDZ-URL einfach Fragment-Parameter wie callToAction, checkoutTitle und price. Im AR-Viewer erscheint dann ein Banner mit Button. Der Außendienst zeigt dem Kunden eine Industriepumpe in AR auf dem iPad, der Kunde tippt auf „Angebot anfordern“ — und das Event wird per JavaScript abgefangen. Apple zeigt das mit einer Kinderrutsche für 145 Dollar — aber übertragen auf B2B-Produkte wird es spannend: Messe-Demo, Showroom, Vertriebstermin.
→ Kinderrutsche in AR ausprobieren (iPhone & iPad)
Custom HTML Banner
Der zweite Typ ist ein Custom HTML Banner — statt vordefinierter Felder lädst du eine eigene HTML-Datei als Banner. Eigenes Branding, eigene Layouts, in drei Größen. Apples Beispiel zeigt das mit Solarpanels und einem individuellen Info-Banner. Auf Messen könnte das heißen: Das Kundenlogo im AR-Viewer, technische Specs direkt unter dem 3D-Modell, oder eine Aktionsbotschaft mit Messepreis. Die Einschränkung: kein JavaScript im Banner, nur Display.
→ Solarpanel in AR ausprobieren (iPhone & iPad)
Apple Pay Banner
Der dritte Typ ist der Apple Pay Banner — und das ist das Feature, über das kaum jemand spricht. Ein USDZ-Modell mit integriertem Apple-Pay-Button. Der Kunde sieht das Produkt in AR, tippt auf „Kaufen“, und die Transaktion läuft über Apple Pay. Apple hat dafür eine eigene Demo-Seite. Für B2C-Shops, Ersatzteilbestellungen oder Zubehör-Konfiguratoren ist das ein Kanal, den fast niemand bespielt.
→ Apple-Pay-Demo (iPhone & iPad)
Warum AR Quick Look Banner für B2B-Vertrieb relevant sind
Was diese drei Banner-Typen gemeinsam haben: Sie machen aus einem passiven 3D-Viewer einen aktiven Vertriebskanal. Der Sprung von „schönes Modell anschauen“ zu „konkrete Aktion auslösen“ passiert ohne Medienbruch, ohne App-Wechsel, ohne Ladezeit. Alles nativ in Safari.
Technisch ist die Umsetzung trivial. Ein einziges HTML-Tag reicht aus, um ein 3D-Modell mit Produktname, Preis und Call-to-Action in AR zu öffnen. Die ganze Magie liegt im USDZ-Asset und in der Beratung, wie man den CTA sinnvoll in den Vertriebsprozess einbaut.
Genau das ist der Punkt, an dem Agenturen wie viSales ins Spiel kommen. Nicht das HTML-Tag ist die Leistung. Sondern zu wissen, welcher CTA bei welchem Kunden in welcher Phase funktioniert.
AR Quick Look mit Banner existiert seit iOS 13.3 — also seit über sechs Jahren. Dass es trotzdem kaum genutzt wird, liegt nicht an der Technik. Es liegt daran, dass die meisten Unternehmen AR noch als Showroom-Gimmick betrachten statt als Vertriebswerkzeug. Die Banner-Funktion zeigt: Apple hat den Commerce-Layer längst eingebaut.
Man muss ihn nur nutzen.
→ Übersicht: Augmented Reality im E-Commerce
→ Vom 3D-Modell zum Web-Konfigurator: Was OpenUSD & USDZ im B2B-Vertrieb wirklich leisten: USDconfig 1.1
Einstieg in AR Quick Look — mit Unterstützung.
Wir begleiten Unternehmen vom ersten USDZ-Modell bis zum eingebetteten AR-Erlebnis mit Kauf-Button im Vertrieb. Das erste Gespräch dauert 30 Minuten. Ohne Pitch, ohne Vorbereitungspflicht. Rheingas, Somfy und Carl Hamm haben mit einem Produkt begonnen.
