WWDC2024 Review, Visual Com-Podcast Ep. 82

WWDC2024 Review — Visual Com-Podcast Ep. 82

„Das war jam-packed. Tim Cook hat selbst gesagt, er musste mehrfach noch kürzen — zu viel war da. Für die Produktion: Hut ab. Fürs Mitschreiben: Gnade.”

Kai Heddergott, Thomas Riedel, Michael Spehr und ich direkt nach der WWDC2024-Keynote — der Live-Review:

  • Apple Intelligence: was das KI-Framework wirklich kann und was nicht
  • visionOS 2: Hauptkamera-API geöffnet — was das für Spatial-Entwickler bedeutet
  • Warum die Keynote mit visionOS startet, nicht mit macOS
  • Keynote-Produktion: Fallschirm-Intro als Google-Glass-Referenz?
  • iOS 18, macOS Sequoia und der Überblick über alle Betriebssystem-Updates
Was ist der Visual Com-Podcast?

Der Live-Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder zu visueller Unternehmenskommunikation — seit 2017 unter dem Namen KopfKino, ab 2025 als Visual.com. Ep. 82 ist der direkte Post-Keynote-Review der WWDC2024 mit Apple-Journalist Thomas Riedel und Spatial-Computing-Experte Michael Spehr.

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Worum es geht

Apple hat auf der WWDC2024 im Juni 2024 sein KI-Framework „Apple Intelligence” vorgestellt — und damit die KI-Frage für die eigene Plattform beantwortet. Kai, Gerhard, Thomas Riedel und Michael Spehr reviewen die Keynote direkt danach im Live-Format.

Das Hauptthema: Apple Intelligence ist kein einzelnes Feature, sondern ein systemweites KI-Layer für iOS 18, macOS Sequoia und visionOS 2. ChatGPT-Integration in Siri, Textgenerierung, KI-Bildbearbeitung — alles verknüpft mit Apple-Silicon-Hardware. Die Runde ist sich einig: das ist kein Gimmick, sondern ein strategischer Infrastruktur-Move. Tim Cook bringt es klassisch am Schluss: „wir haben noch eine Sache.”

Für Gerhard und Michael ist die visionOS-2-Ankündigung die wichtigere: Der Hauptkamera-Zugriff für Entwickler war eine zentrale Forderung aus der Spatial-Computing-Community. Jetzt können Entwickler Objekterkennung, Tracking und eigene Analysen auf Basis der Vision Pro-Hauptkamera bauen. Die Runde zieht den historischen Vergleich: So wie Apples iPhone-API-Öffnung das Social Web erst möglich gemacht hat, könnte die Vision-Pro-Kamera-API das Fundament für echte Spatial-Apps sein.

Dazu: Warum Apple die Keynote ungewöhnlicherweise mit visionOS statt macOS eröffnet, wie die Fallschirm-Intro-Sequenz als Google-Glass-Referenz zu lesen ist — und warum Tim Cook nach eigener Aussage mehrfach Material kürzen musste, weil schlicht zu viel angekündigt wurde.

Kapitel

  • 0:00 — Intro: Technikproblem, Besetzung, Live-Einstieg
  • 5:00 — Keynote-Produktion: Fallschirm-Intro, Google-Glass-Referenz, Phil Schiller
  • 15:00 — visionOS 2: Hauptkamera-API, schräge AR-Flächen, USDZ-Updates
  • 30:00 — Apple Intelligence: ChatGPT-Integration, Siri-Upgrade, systemweites KI-Layer
  • 45:00 — iOS 18 und macOS Sequoia: alle Betriebssystem-Updates im Überblick
  • 1:00:00 — Hauptkamera-Zugriff als Plattform-Weichenstellung: der iPhone-API-Vergleich
  • 1:15:00 — Fazit und Ausblick

Erwähnt

Typische Fragen

Was ist Apple Intelligence und was wurde auf der WWDC2024 angekündigt?

Apple Intelligence ist Apples systemweites KI-Framework, das iOS 18, macOS Sequoia und visionOS 2 durchzieht. Es umfasst Textgenerierung, KI-Bildbearbeitung und eine Siri-Upgrade mit ChatGPT-Integration — beschränkt auf Apple-Silicon-Hardware und zunächst nur auf Englisch verfügbar.

Was bedeutet der Hauptkamera-Zugriff in visionOS 2 für Entwickler?

Entwickler können jetzt auf Rohdaten der Hauptkamera der Vision Pro zugreifen — für Objekterkennung, Tracking und eigene Analysen. Die Runde zieht den historischen Vergleich: So wie Apples iPhone-API-Öffnung das Social Web ermöglichte, könnte dieser Schritt das Fundament für echte Spatial-Apps sein.

Warum startet die WWDC2024-Keynote mit visionOS statt macOS?

Apple signalisiert damit, dass Spatial Computing Plattform-Priorität hat — keine Randnotiz. Die Vision Pro war erst im Februar 2024 gelauncht worden; Entwickler bekamen sofort ein visionOS 2 mit neuen APIs. Das ist ein unübliches Tempo und zeigt, dass Apple die Plattform aktiv pusht.

Transkript (KI-bereinigt)

Wir sagen schon mal guten Tag an die, die live dabei sind. Das kann ja manchmal passieren, dass der Kollege, der uns eigentlich begrüßt, sich nicht hört. Ich sage schon mal guten Abend für die Podcast-Variante.

Willkommen Thomas.

Hallo, Dankeschön erneut für die Einladung. Freue mich immer. Du hast heute bei NTV Revue passieren lassen, was gestern in Cupertino passiert ist, nämlich die Keynote zur WWDC24.

Ja, gestern haben wir wieder mal eine klassische Apple-Kino-Zure WWDC gesehen. Fast zwei Stunden lang Power-Betankung, Druckbetankung, Apple-Marketing Deluxe. Wir starteten mit visionOS — das war ein bisschen eine Überraschung. Dann unsere Tour durch die Betriebssysteme. Dann schließlich Tim Cook: „und jetzt haben wir übrigens noch eine Sache — Apple Intelligence.”

Keynote-Produktion

Ich fand, das Fallschirm-Intro — ich glaube, diese Ironie kam bei euch allen an. Vor ein paar Jahren hat Google ein entsprechendes Produkt vorgestellt — Google Glass. Bei der Produktvorstellung haben sie mehrere Leute mit Fallschirmen über das Konferenzcenter abspringen lassen. Und ich würde mal sagen, die Anspielung war groß genug. Die Gemeinde streitet sich noch, ob der Pilot Phil Schiller gewesen sein sollte. Der Helm war das Beste daran.

Tim Cook hat in einem Interview gesagt, sie hatten so viele Informationen, dass sie immer wieder noch schneiden mussten. Das war so jam-packed: oh mein Gott, das kann man gar nicht mehr mitschreiben. Für die Information ist das ein Problem. Für die Produktion: Hut ab.

visionOS 2 — Hauptkamera-Zugriff

Warum bin ich so begeistert von diesem Hauptkamera-Zugriff? Weil das eine Forderung war, die man ja immer wieder in der Entwickler-Community gehört hat: wir wollen an die Rohdaten ran. Wir wollen selbst Analysen machen. Wir wollen Objekterkennung, Objektverfolgung, wir wollen selber kreativ sein.

Ich habe immer so die Metaverse-Brille auf: Wie ist eigentlich das Social Web entstanden? Ein Grund war sicher, dass man mit einem iPhone ein Gerät hatte, wo man Zugriff auf APIs hatte, die es so vorher halt noch gar nicht gab. Und die Hoffnung wäre jetzt: mit dem Zugriff auf die Hauptkamera bauen Entwickler sowas wie das Instagram für visionOS. Jetzt kann man ja mal ran. Dann entsteht ein Metaverse.

Und es gibt noch eine neue Möglichkeit, die mich zusätzlich begeistert: Bisher war es ja möglich, AR-Inhalte nur auf geraden Flächen zu platzieren — Fußboden, Decke, gerade Wände. Jetzt gehen auch schräge Flächen. Ich bin gerade in der Dachschräge — jetzt kann ich auch die Dachschräge mit AR-Inhalt bespielen. Eine Fläche, die sonst die toteste von all diesen Flächen wäre.

Apple Intelligence

Das Wichtigste kam zum Schluss — Tim Cook: „und jetzt haben wir noch eine Sache.” Systemweites KI-Layer: Textgenerierung, Bilderstellung, Siri mit ChatGPT-Integration. Apple Silicon beschränkt, zunächst nur Englisch. Ja, so wirkt es: durchproduziert und jam-packed. Hut ab.

Häufige Fragen

Was ist Apple Intelligence und was wurde auf der WWDC2024 angekündigt?

Apple Intelligence ist Apples KI-Framework, das auf der WWDC2024 im Juni 2024 vorgestellt wurde. Es integriert sich in alle Apple-Betriebssysteme (iOS 18, macOS Sequoia, visionOS 2) und umfasst Textgenerierung, Bilderstellung, Siri-Upgrade mit ChatGPT-Integration und systemweite KI-Funktionen. Tim Cook präsentierte es als das Ende der Keynote — nach einer Tour durch alle Betriebssystem-Updates. Apple Intelligence ist auf Apple Silicon beschränkt und startet zunächst nur auf Englisch.

Was hat sich bei visionOS 2 geändert?

visionOS 2 öffnet erstmals den Zugriff auf die Hauptkamera für Entwickler — das war eine lang erhoffte Entwickler-Forderung. Dazu kommen neue AR-Platzierungsmöglichkeiten auf schrägen Flächen (nicht nur gerade Böden und Wände), verbesserte USDZ-Unterstützung und mehr Apple-Intelligence-Integration. Der Hauptkamera-Zugriff ist strategisch wichtig: er könnte ähnlich wie damals der iPhone-API-Zugriff ein neues Ökosystem für Spatial-Apps ermöglichen.

Warum beginnt die WWDC2024-Keynote mit visionOS statt wie üblich mit macOS?

Die Runde diskutiert das als bewusste Entscheidung: Apple sendet damit ein Signal, dass Spatial Computing keine Randnotiz ist, sondern Plattform-Priorität hat. Gleichzeitig wurde die Vision Pro erst im Februar 2024 gelauncht — die Entwickler-Community bekommt sofort ein visionOS 2 mit neuen APIs. Das ist ein unübliches Tempo und zeigt, dass Apple die Plattform aktiv pusht.

Wie wurde die Keynote-Produktion von der Runde bewertet?

Die Fallschirm-Intro-Sequenz spaltete die Runde: bewusste Selbstironie als Referenz auf Googles Glass-Präsentation oder over the top? Tim Cook hat laut eigenem Interview viel Material rausgeschnitten, weil zu viel da war — die Keynote wirkte entsprechend jam-packed. Insgesamt: Production Value wie immer Apple-Benchmark, aber die Informationsdichte macht mitschreiben fast unmöglich.

Was bedeutet der Hauptkamera-Zugriff in visionOS 2 für Entwickler?

Das ist für die AR/Spatial-Computing-Entwickler-Community eine der wichtigsten Ankündigungen: Entwickler können jetzt auf Rohdaten der Hauptkamera zugreifen — für Objekterkennung, Objektverfolgung und eigene Analysen. Die Runde zieht den Vergleich zum iPhone: Als Apple dort die API-Öffnung machte, entstand das Social Web. Die Hoffnung: Mit Vision Pro-Hauptkamera-Zugriff entstehen jetzt die ersten echten Killer-Apps für Spatial Computing.