Wir reden nicht über Politik, Fußball und Religion, Visual-Com-Podcast Ep. 88

Wir reden nicht über Politik, Fußball und Religion — Visual-Com-Podcast Ep. 88

„Politik, Fußball und Religion — die drei Themen, über die man angeblich nicht spricht. 2025 ist das keine tragfähige Strategie mehr für Unternehmenskommunikation.”

Erste Folge 2025 — und gleichzeitig das offizielle Rebranding von Kopfkino zu Visual.com. Kai Heddergott und ich starten ins neue Jahr:

  • Warum der Podcast jetzt Visual.com heißt
  • Die alte Regel „kein Politik, kein Fußball, keine Religion” — noch gültig?
  • Unternehmenskommunikation in polarisierten Zeiten
  • KI als Kommunikationswerkzeug und -herausforderung 2025
  • Jahresausblick Tech und Kommunikation
Was ist der Visual-Com-Podcast?

Der Live-Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder — seit 2017 zunächst als Kopfkino, seit 2025 als Visual.com. Ep. 88 ist die erste Folge unter dem neuen Namen. Gleiche Titelmelodie, gleiche Moderatoren, neues Label.

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Worum es geht

Ep. 88 ist die erste Folge des Jahres 2025 — und das Rebranding von Kopfkino zu Visual.com ist der Aufhänger. Der Podcast besteht seit 2017, der Name passte irgendwann nicht mehr zum Themenspektrum. Ab jetzt: Visual.com. Gleiche Titelmelodie, gleiche Themen, neues Label.

Das Hauptthema ist provokant formuliert: „Wir reden nicht über Politik, Fußball und Religion” — und dann genau das. Die klassische Unternehmenskommunikationsregel, Finger weg von diesen drei Tabu-Themen, funktioniert 2025 immer weniger. Mitarbeiter, Kunden und Öffentlichkeit erwarten von Unternehmen Haltung. Schweigen wird interpretiert. Kai und Gerhard diskutieren, wann strategisches Schweigen noch sinnvoll ist — und wann es zur Kommunikationskrise wird.

Ein Nebenthema, das sich durch die Folge zieht: KI als Produktionswerkzeug für Unternehmenskommunikation. Effizienz ja — aber wo bleibt die menschliche Stimme? Das ist die Frage für 2025.

Kapitel

  • 0:00 — Intro: Erste Folge 2025, Rebranding Kopfkino → Visual.com
  • 2:16 — Einstiegsgeschichten: Tanzsport, Fußball und Gruppenidentität
  • 7:00 — Die Regel: kein Politik, kein Fußball, keine Religion
  • 15:00 — Warum die Regel 2025 nicht mehr funktioniert
  • 30:00 — Unternehmenskommunikation in polarisierten Zeiten
  • 45:00 — KI als Kommunikationswerkzeug: Effizienz vs. Haltung
  • 58:00 — Jahresausblick und Abschluss

Erwähnt

Typische Fragen

Warum können Unternehmen Politik, Fußball und Religion 2025 nicht mehr ignorieren?

Die klassische Kommunikationsregel „Finger weg von diesen drei Themen” funktioniert in einer polarisierten Gesellschaft immer weniger. Mitarbeiter, Kunden und Öffentlichkeit erwarten Haltung — Schweigen wird zunehmend selbst als Haltung interpretiert. Es gibt keinen risikofreien Weg mehr: wer spricht, kann polarisieren; wer schweigt, auch.

Was ändert sich mit dem Rebranding von Kopfkino zu Visual.com?

Der Podcast startete 2017 unter dem Namen Kopfkino, als der Fokus noch stärker auf Video und visuellem Storytelling lag. Mit dem breiteren Tech- und Kommunikationsformat passte der Name nicht mehr — ab 2025 heißt er Visual.com. Titelmelodie, Moderatoren und Themenspektrum bleiben gleich.

Wie verändert KI die Unternehmenskommunikation 2025?

KI wirkt auf zwei Ebenen: als Produktionswerkzeug (Texte, Bilder, Videos schneller erstellen) und als Verbreitungsinfrastruktur (KI-Inhalte fluten Plattformen, Aufmerksamkeit wird knapper). Unternehmen müssen entscheiden, wo Effizienz durch KI sinnvoll ist — und wo menschliche Stimme und Haltung strategisch wichtiger sind.

Transkript (KI-bereinigt)

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge — zur ersten Folge des Jahres 2025 des Podcasts Visual.com, ehemals Kopfkino. Von 2017 gegründet bis zum Jahreswechsel waren wir unter Kopfkino unterwegs. Jetzt neuer Name. Eigentlich hat sich sonst nichts geändert. Gleiche Titelmelodie. Alles bleibt gleich.

Genau. Also ich erzähle meine Einstiegsgeschichte: wir sind zusammen unterwegs auf Veranstaltungen, seit einiger Zeit. Und da hat mich als erstes drauf gesetzt und immer gesagt — kein Politik, kein Fußball, keine Religion. Das war eine der ersten Regeln, die ich gelernt habe als Kommunikationsmensch.

Ich gebe ganz ehrlich zu: ich bin eher einer von der Fußball — was für ein, nicht mal ein Sportfraktion. Bei mir ist es Tanzsport, jeder hat so sein Hobby.

Aber ich glaube, das Prinzip ist klar geworden. Hinter diesen drei Tabuthemen steckt das gleiche: stark identitätsgeprägte Communities, wo Loyalität, Zugehörigkeit und Abgrenzung emotional aufgeladen sind. Und wenn Unternehmen da reingreifen, kann das nach hinten losgehen.

Die Regel und warum sie 2025 nicht mehr trägt

Wir reden nicht über Politik — wir reden nicht über Fußball — wir reden nicht über Religion. Das war jahrzehntelang eine der Grundregeln der Unternehmenskommunikation. Und dann kam 2020, 2021, 2022: Black Lives Matter, Klimakrise, Krieg in der Ukraine, Rechtsruck in mehreren europäischen Ländern.

Plötzlich wurde Schweigen als Haltung interpretiert. Unternehmen, die nichts sagten, wurden gefragt: Warum schweigt ihr? Ist das Gleichgültigkeit? Ist das Feigheit? Ist das Kalkül?

Und das ist das Dilemma: wer spricht, kann polarisieren. Wer schweigt, auch. Es gibt keinen risikofreien Weg mehr.

Was Unternehmen jetzt tun

Die klügsten Unternehmen definieren vorher, zu welchen Themen sie eine Meinung haben und zu welchen nicht. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit — ja. Parteipolitik — nein. Menschenwürde — ja. Einzelne gesellschaftliche Debatten — kommt drauf an.

Das ist keine Feigheit, das ist Strategie. Aber es muss klar kommuniziert sein, sonst wirkt es wie Kakao-über-alles-schütten.

KI als Kommunikationswerkzeug 2025

KI verändert Kommunikation auf zwei Ebenen: als Produktionswerkzeug und als Verbreitungsinfrastruktur. Texte, Bilder, Videos werden schneller und günstiger. Gleichzeitig fluten KI-generierte Inhalte die Plattformen — Aufmerksamkeit wird knapper.

Die strategische Frage für 2025: Wo setzt man KI ein, und wo ist menschliche Stimme und Haltung wichtiger als Effizienz?

Wir gucken gespannt ins Jahr 2025. Bis zum nächsten Mal.

Häufige Fragen

Warum heißt der Podcast jetzt Visual.com statt Kopfkino?

Der Podcast startete 2017 unter dem Namen 'Kopfkino' — als der Fokus noch stärker auf Video und visuellem Storytelling lag. Mit der Entwicklung zu einem breiteren Tech- und Kommunikationsformat wurde der Name 2024/2025 zu Visual.com gewechselt. Die Inhalte, die Titelmelodie und die Moderatoren bleiben gleich — nur das Label passt jetzt besser zum tatsächlichen Themenspektrum.

Warum können Unternehmen Politik, Fußball und Religion nicht mehr ignorieren?

Die klassische Unternehmenskommunikationsregel 'Finger weg von Politik, Sport und Religion' funktioniert in einer polarisierten Gesellschaft immer weniger. Mitarbeiter, Kunden und Öffentlichkeit erwarten Haltung — besonders zu gesellschaftlichen Themen wie Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Diversität. Schweigen wird zunehmend als Haltung interpretiert. Die Folge diskutiert, wann Schweigen strategisch sinnvoll ist und wann es schadet.

Wie verändert KI die Unternehmenskommunikation 2025?

KI verändert Kommunikation auf zwei Ebenen: als Produktionswerkzeug (Texte, Bilder, Videos schneller erstellen) und als Verbreitungsinfrastruktur (KI-generierte Inhalte fluten Plattformen, Aufmerksamkeit wird knapper). Unternehmen müssen entscheiden, wo sie KI einsetzen und wo menschliche Stimme und Haltung strategisch wichtiger sind als Effizienz.

Was ist die Verbindung zwischen Tanzsport und Unternehmenskommunikation?

Gerhard erwähnt seinen Hintergrund im Tanzsport als Gegenbeispiel zur Fußball-Kultur. Das Prinzip ist ähnlich: in stark identitätsgeprägten Communities (Fußballfans, Tanzsport-Communities) gelten ähnliche Dynamiken wie in politischen oder religiösen Gruppen — Zugehörigkeit, Abgrenzung, Loyalität. Für Unternehmenskommunikation ist das eine nützliche Analogie.

Was ist der Jahresstart-Blick auf Tech 2025?

Ep. 88 ist die erste Folge des Jahres — entsprechend gibt es einen Jahresstart-Blick: KI wird von Experiment zu Standard in vielen Branchen, Apple Silicon etabliert sich als KI-Hardware-Plattform, politische Kommunikation von Unternehmen wird wichtiger, und der Podcast selbst startet unter neuem Namen ins Jahr.