Nach dem Metaverse-Hype, KopfKino Ep. 80

Nach dem Metaverse-Hype — KopfKino Ep. 80

„Der Metaverse-Hype ist vorbei — aber XR ist geblieben. Wer die Technologie jetzt einsetzt, baut Vorsprung auf. Wer auf den nächsten Hype wartet, verpasst den Markt.”

Prof. Dr. Philipp Rauschnabel, Kai Heddergott und ich mit dem Forschungsblick auf das Post-Hype-XR:

  • Was bleibt vom Metaverse-Hype? Wissenschaftliche Einordnung
  • Kerndefinition: was Metaverse, XR und Mixed Reality wirklich bedeuten
  • B2B-XR nach dem Hype: welche Anwendungen tatsächlich bleiben
  • Meta Quest, Apple Vision Pro und die Marktstruktur 2024
  • Was Unternehmen jetzt tun sollten
Was ist der KopfKino-Podcast?

Der Live-Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder zu visueller Unternehmenskommunikation — mit Abendtermin als Ausnahme. Ep. 80 bringt Prof. Dr. Philipp Rauschnabel als wissenschaftliche Stimme in eine Debatte, die bisher meist von Praktikern geführt wurde.

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Worum es geht

2022/2023 war das Metaverse überall — 2024 ist der Begriff weitgehend verschwunden. Was ist passiert? Prof. Dr. Philipp Rauschnabel bringt den Forschungsblick: er unterscheidet zwischen dem Consumer-Hype (der sich erledigt hat) und dem technologischen Substrat (das bleibt und wächst).

Die Folge gibt Definitionen, die in der öffentlichen Debatte meist fehlen: Metaverse als Konzept, Mixed Reality als Technologie, Spatial Computing als Praxisfeld. Wer diese Begriffe auseinanderhält, sieht, dass der Tod des Metaverse-Buzzwords nicht das Ende von XR bedeutet — sondern der Beginn der Professionalisierung.

Für B2B-Unternehmen ist das die eigentliche Botschaft: Industrielles Training, Remote-Assistance, Produktkonfiguratoren und digitale Zwillinge haben klare ROI-Argumente. Diese Anwendungen wachsen — nur ohne Schlagzeilen. Gerhard bringt die Perspektive von viSales: genau dieser B2B-Bereich ist seit Jahren der Fokus, lange bevor Metaverse ein Hype-Begriff war.

Kapitel

  • 0:00 — Intro: Abendtermin, Philipp Rauschnabel zu Gast
  • 1:42 — Wer ist Prof. Rauschnabel? Forschungsschwerpunkte XR
  • 8:48 — Kerndefinition: Metaverse, XR, Mixed Reality — was bedeutet was?
  • 20:31 — Mixed Reality in der Praxis: wo Unternehmen stehen
  • 32:38 — Nach dem Hype: was von der Musikindustrie lernen?
  • 45:00 — B2B-XR: Anwendungen mit echtem ROI
  • 1:05:00 — Meta Quest, Apple Vision Pro und die Marktstruktur 2024
  • 1:18:00 — Fazit: Was Unternehmen jetzt tun sollten

Erwähnt

Typische Fragen

Was bleibt vom Metaverse-Hype nach 2023?

Prof. Dr. Philipp Rauschnabel unterscheidet klar zwischen dem Consumer-Hype, der sich erledigt hat, und dem technologischen Substrat, das bleibt und wächst. XR-Technologien für industrielles Training, Remote-Assistance und Produktvisualisierung wachsen weiter — nur ohne den Buzzword-Druck des Metaverse-Begriffs.

Welche XR-Anwendungen haben nach dem Hype tatsächlich B2B-Relevanz?

Industrielle Trainingsszenarien, Remote-Assistance, Produktkonfiguratoren und digitale Zwillinge haben klare ROI-Argumente: kürzere Trainingszeiten, weniger Reisekosten, bessere Fehlererkennung. Diese Anwendungen wachsen — nur ohne Schlagzeilen, wie Gerhard Schröder und Prof. Rauschnabel in der Folge erklären.

Wie positionieren sich Meta Quest und Apple Vision Pro nach dem Hype?

Meta Quest bleibt die Plattform mit dem größten Ökosystem und den niedrigsten Einstiegspreisen, während Apple Vision Pro das Enterprise- und Premium-Segment adressiert. Beide Geräte sind laut der Folge kaum vergleichbar — sie bedienen unterschiedliche Märkte mit unterschiedlichen Erwartungen.

Transkript (KI-bereinigt)

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von KopfKino, dem Podcast mit Gerhard Schröder und Kai Heddergott. Heute mal mit einer Abendssession — wir haben das extra so gelegt. Wahrscheinlich rechtzeitig fertig zur Tagesschau.

Im Prinzip unser monatlicher Termin, den wir jetzt so regelmäßig haben. Und heute begrüßen wir bei uns den lieben Philipp — Prof. Dr. Philipp Rauschnabel.

So ein bisschen nehmen wir das schon fast vorweg: wer bringt Systematik in das Metaverse-Thema rein? Die Wissenschaft.

Kerndefinition: was ist eigentlich Metaverse?

Was jetzt diese Kerndefinition von Metaverse ist — das ist in der öffentlichen Diskussion oft unklar. Die Forschung unterscheidet: Metaverse als persistent-vernetzter 3D-Raum, als soziales Ökosystem, als wirtschaftliche Plattform. Mixed Reality ist ein technischer Teilaspekt davon. XR ist der Oberbegriff. Spatial Computing ist die Praxis.

Wer diese Begriffe auseinanderhält, sieht sofort: der Tod des Metaverse-Buzzwords ist nicht das Ende von XR — sondern der Beginn der Professionalisierung.

Mixed Reality in Unternehmen

Was bleibt nach dem Hype? B2B-Anwendungen mit klaren ROI-Argumenten: industrielles Training, Remote-Assistance, Produktkonfiguratoren, digitale Zwillinge. Kürzere Trainingszeiten, weniger Reisekosten, bessere Fehlererkennung. Diese Anwendungen wachsen — nur ohne Schlagzeilen.

Der Vergleich zur Musikindustrie: nach dem Napster-Hype und dem MP3-Hype ist die Musik nicht verschwunden, sie hat sich neu strukturiert. Streaming ist heute selbstverständlich. XR wird dieselbe Kurve machen.

Meta Quest, Apple Vision Pro und die Marktstruktur

Meta Quest bleibt die Plattform mit dem größten Ökosystem und den niedrigsten Einstiegspreisen. Apple Vision Pro ist im Februar 2024 erschienen — relativ unvergleichbar zu Meta, weil anderes Segment: Enterprise und Premium. Ich glaube nach wie vor, dass sie relativ unvergleichbar sind.

Was Unternehmen jetzt tun sollten: nicht auf den nächsten Hype warten. Die Technologie ist da, die Anwendungsfälle sind klar. Wer jetzt einsetzt, baut Vorsprung auf.

Ich sage noch mal: bis dahin.

Häufige Fragen

Was bleibt vom Metaverse-Hype nach 2023?

Prof. Rauschnabel differenziert zwischen dem Consumer-Hype (der vorbei ist) und dem B2B-Substrat (das bleibt). XR-Technologien für industrielle Anwendungen, Training, Remote-Kollaboration und Produktvisualisierung wachsen weiter — nur ohne den Buzzword-Druck. Das Metaverse als Begriff ist tot, Spatial Computing als Praxis lebt. Die Wissenschaft hat das immer differenzierter gesehen als die Pressemitteilungen von Meta.

Wer ist Prof. Dr. Philipp Rauschnabel?

Philipp Rauschnabel ist Professor für Marketing und Technologie und einer der führenden Forscher zu Augmented Reality, Wearables und XR-Adoption in Deutschland. Er bringt in dieser Folge den wissenschaftlichen Blick auf ein Thema, das meist von Praktikern und Journalisten kommentiert wird — mit Studien, Definitionen und einer Einordnung jenseits von Hype und Anti-Hype.

Was ist die Kerndefinition von Metaverse aus Forschungsperspektive?

Die Forschung unterscheidet zwischen verschiedenen Definitionen: Metaverse als persistent-vernetzter 3D-Raum, als soziale Plattform, als wirtschaftliches Ökosystem. Prof. Rauschnabel erklärt, warum die öffentliche Diskussion oft aneinander vorbeiredet — weil jeder eine andere Definition verwendet. Mixed Reality, XR und Spatial Computing sind präzisere Begriffe für die technischen Teilaspekte.

Welche XR-Anwendungen haben tatsächlich B2B-Relevanz?

Nach dem Hype bleiben industrielle Training-Szenarien, Remote-Assistance, Produktkonfiguratoren und digitale Zwillinge. Diese Anwendungen haben klare ROI-Argumente: kürzere Trainingszeiten, weniger Reisekosten, bessere Fehlererkennung. Genau das ist der Bereich, auf den viSales fokussiert — nicht Consumer-VR, sondern B2B-Spatial-Computing mit messbarem Outcome.

Wie verhält sich Meta Quest zu anderen XR-Geräten nach dem Hype?

Meta Quest bleibt die Plattform mit dem größten Ökosystem und den niedrigsten Einstiegspreisen. Nach dem Hype hat Meta selbst die Strategie verschoben: weniger Metaverse-Consumer-Utopie, mehr praktische Mixed-Reality-Features. In Kombination mit Apple Vision Pro entsteht ein Markt mit klarer Segmentierung: Meta für Consumer und SMB, Apple für Enterprise und Premium.