re:publica & Grimme Online Award: Livestreams in der Corona-Edition, KopfKino Ep. 53

re:publica & Grimme Online Award: Livestreams in der Corona-Edition — KopfKino Ep. 53

„Mehrere tausend Menschen in der Station in Berlin — das wäre zu kuschelig geworden. Also haben wir überlegt: wie kriegt man Konferenzfeeling hin, wenn alle zu Hause sitzen?”

Johnny Häusler (re:publica), Kai Heddergott und ich über Livestreaming in der Corona-Edition:

  • re:publica 2020 digital: wie Johnny Häusler und sein Team in Wochen eine Großveranstaltung ins Netz brachten
  • TinCon als Probelauf: 5.000 Zuschauer, 6,5 Stunden Livestream
  • Grimme Online Award als Livestream: Nominierten-Bekanntgabe ohne Saal
  • Was Konferenzfeeling im Digitalen ausmacht — und was nicht funktioniert
  • Checkliste Livestreaming: was Kai und Gerhard daraus mitgenommen haben
Was ist der KopfKino-Podcast?

Der Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder zu visueller Unternehmenskommunikation — zu B2B, XR, KI und digitaler Kommunikation. Seit 2017, zunächst als KopfKino Ruhr, ab 2025 als Visual.com. Ep. 53 ist eine Corona-Edition aus dem Mai 2020.

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Worum es geht

Mai 2020: Corona hat alle Großveranstaltungen gestoppt. Die re:publica — Europas größter Digitalkongress, sonst mehrere tausend Menschen in der Berliner Station — musste digital werden. Johnny Häusler, Gründer und Organisator, spricht mit Kai und Gerhard darüber, was dieser erzwungene Pivot mit dem Team gemacht hat und wie man Konferenzfeeling herstellt, wenn alle zu Hause sitzen.

Der Probelauf war die TinCon: 6,5 Stunden Livestream, über 5.000 gleichzeitige Zuschauer — viel besser als erwartet. Die digitale re:publica am 7. Mai 2020 ist das Ergebnis von Wochen intensivem Lernen: Wie vermeidet man das reine Zoom-Meeting? Wie baut man Moderation ein? Wie macht man es interaktiv statt passiv?

Dazu kommt der Grimme Online Award: einer der wichtigsten deutschen Online-Auszeichnungen musste seine Nominierten-Bekanntgabe ebenfalls als Livestream umsetzen. Kai und Gerhard waren dabei und berichten, was das produktionstechnisch bedeutet — und was bei dieser Art von Übertragung anders läuft als bei einer regulären Konferenz.

Am Ende destillieren Kai und Gerhard eine Livestreaming-Checkliste aus allem, was sie in dieser Phase gelernt haben.

Kapitel

  • 0:00 — Intro: Corona und Veranstaltungsformate
  • 3:00 — Johnny Häusler: re:publica muss digital werden
  • 10:00 — TinCon als Probelauf: 6,5 Stunden, 5.000 Zuschauer
  • 18:00 — Konferenzfeeling im Netz: was funktioniert, was nicht
  • 27:00 — Grimme Online Award: Nominierten-Bekanntgabe als Livestream
  • 35:00 — Checkliste Livestreaming: was Kai und Gerhard gelernt haben
  • 44:00 — Abschluss und Ausblick

Erwähnt

  • Johnny Häusler — Gründer re:publica und Spreeblick
  • re:publica — Europas größter Digitalkongress, seit 2007
  • TinCon — Jugendkonferenz zu digitalem Leben, ebenfalls von Häusler
  • Grimme Online Award — Auszeichnung für herausragende Online-Inhalte

Typische Fragen

Wie hat die re:publica 2020 die Umstellung auf digital geschafft?

Johnny Häusler und sein Team haben die re:publica in wenigen Wochen zur digitalen Veranstaltung umgebaut — kostenlos, einen Tag lang, am 7. Mai 2020 als Livestream. Als Probelauf diente die TinCon: 6,5 Stunden Livestream mit über 5.000 gleichzeitigen Zuschauern, die viel besser liefen als erwartet.

Was macht echtes Konferenzfeeling im Livestream aus?

Johnny Häusler beschreibt in der Folge, dass es nicht um die Technik geht, sondern um kreative Haltung: Wie vermeidet man das reine Zoom-Meeting mit Kacheln? Wie baut man Moderation und Interaktion ein? Die Antwort liegt in bewusster Gestaltung — nicht im Tool.

Was haben Kai und Gerhard aus der Livestreaming-Phase mitgenommen?

Am Ende der Folge destillieren Kai Heddergott und Gerhard Schröder eine Livestreaming-Checkliste aus ihren eigenen Erfahrungen — unter anderem mit der Grimme-Online-Award-Nominierten-Bekanntgabe als Livestream. Ihre These: Wer 2020 gezwungen war, Livestreaming wirklich zu lernen, hat einen dauerhaften Kompetenzvorsprung.

Transkript (KI-bereinigt)

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von KopfKino Ruhr, dem Podcast rund um AR, VR und Videos in der Unternehmenskommunikation — und gerade aktuell natürlich auch rund um das Thema Livestream, weil uns Corona erwischt hat und es Auswirkungen auf verschiedene Veranstaltungsformate hat. Darüber wollen wir heute mal sprechen.

Eigentlich sollte dieser Tage der größte Digitalkongress Europas, die re:publica, starten. Und es war ziemlich früh klar, dass das nicht laufen wird — mehrere tausend Menschen in der Station in Berlin. Das wäre zu kuschelig geworden.

Johnny Häusler: re:publica digital

Und diesen negativen Anlass haben wir genutzt, um ein Gespräch zu führen mit Johnny Häusler, dem Organisator, Erfinder und Macher dieser ganzen Geschichte. Was macht ihr denn jetzt als Ersatz?

Tatsächlich am 7.5. wird es eine digitale re:publica geben — kostenlos, einen Tag lang, ein großes Event im Digitalen. Und ohne Streamen geht das eben nicht.

Nicht eine re:publica oder auch eine TinCon — wer kann so etwas live digital umsetzen, wenn nicht wir? Das hat dann schnell dazu geführt, dass das Team neu angefixt war und alle Bock hatten, sich zu überlegen: wie kann man wirklich so ein Konferenzfeeling hinbekommen? Wie kann man dafür sorgen, dass es eben nicht nur so ein Zoom-Meeting ist mit lauter Kacheln und alle sitzen direkt vor ihrer Webcam? Wie kann man es gestalten? Wie kann man Moderation einbinden? Wie kann man es interaktiv machen?

Und das hat dann Spaß gemacht. Wir haben letzten Freitag schon die TinCon 6,5 Stunden live gestreamt — und das war viel, viel besser als ich erwartet habe. Waren irgendwie über 5.000 Leute im Livestream, dann übers Wochenende nochmal 3.000, die sich das angeguckt haben. Das ist für eine Jugendveranstaltung wahnsinnig toll.

Grimme Online Award als Livestream

Und das ist unter anderem auch der Grimme Online Award. Die Nominierten-Bekanntgabe als Livestream — das ist etwas, was wir begleitet haben. Wir haben mit den Direktoren des Grimme-Instituts darüber gesprochen, was das bedeutet, eine solche Bekanntgabe als Livestream umzusetzen.

Checkliste Livestreaming

Für eine kurze Abmoderation eines anderen Minicasts haben wir dann doch wieder eine ganze Folge draus gemacht — und glaube ich die Checkliste zum Thema Livestreaming kompliziert. Aber es soll ja der Schaden von unseren Hörern nicht sein, nochmal einfach Informationen zu bekommen in der kompakten Dreiviertelstunde.

Over and out. Bis zum nächsten Mal.

Häufige Fragen

Was ist mit der re:publica 2020 passiert?

Die re:publica ist der größte Digitalkongress Europas — normalerweise mehrere tausend Menschen in der Station in Berlin. 2020 war das wegen Corona unmöglich. Johnny Häusler und sein Team haben die Veranstaltung in eine digitale re:publica umgewandelt: kostenlos, einen Tag lang, am 7. Mai 2020 als Livestream. Davor hatten sie bereits die TinCon 6,5 Stunden live gestreamt — mit über 5.000 gleichzeitigen Zuschauern.

Wer ist Johnny Häusler?

Johnny Häusler ist Gründer und Organisator der re:publica — Europas größtem Digitalkongress. Er ist auch Mitgründer von Spreeblick, einem der ältesten deutschsprachigen Blogs. In dieser Folge spricht er über den erzwungenen Pivot zur digitalen Veranstaltung, was das mit dem Team gemacht hat, und wie man Konferenzfeeling im Digitalen herstellt.

Was hat der Grimme Online Award mit Livestreaming zu tun?

Der Grimme Online Award — einer der wichtigsten deutschen Auszeichnungen für herausragende Online-Inhalte — hat seine Nominierten-Bekanntgabe 2020 als Livestream ausgerichtet. Kai und Gerhard waren daran beteiligt und berichten in dieser Folge, wie eine traditionell physische Preisverleihung zum Streaming-Event wird — und was dabei an Produktions- und Moderationsfragen auftaucht.

Wie macht man Konferenzfeeling im Livestream?

Johnny Häusler beschreibt die Kernfragen: Wie vermeidet man das reine Zoom-Meeting mit Kacheln? Wie baut man Moderation ein? Wie macht man es interaktiv? Die Antwort war nicht eine technische Lösung, sondern eine kreative Haltung: flexibel sein, das Neue annehmen und dann handwerklich gut umsetzen. TinCon als Probelauf zeigte: es funktioniert besser als erwartet.

Was bedeutet Corona langfristig für Veranstaltungsformate?

Die Folge stellt die Frage, ob hybride oder digitale Events nach Corona weiterbestehen. Die These: wer 2020 gezwungen war, Livestreaming wirklich zu lernen, hat einen dauerhaften Kompetenzvorsprung. Veranstaltungsformate, die vorher rein physisch waren, haben gelernt dass digitale Reichweite und physische Atmosphäre sich nicht ausschließen — sie ergänzen sich.