Apple Non-Keynote-Review, 4. März 2026, Visual-Com-Podcast Ep. 94

Thomas Riedel, Kai Heddergott und Gerhard Schröder beim Visual-Com-Podcast Ep. 94

„Apple bedient jetzt wirklich beide Enden der Preisskala — vom Schüler-Laptop unter 1.000 Euro bis zum 8.600-Euro-Workstation-MacBook. Die Silicon-Strategie zahlt sich aus.”

Thomas Riedel (Spatial Realities Podcast), Kai Heddergott und ich reviewen Apples März-2026-Produktwelle — live, ohne Keynote:

  • MacBook Neo: A16-Mobilchip im Laptop — Chromebook-Killer oder Kompromiss?
  • MacBook Air M4 mit 16 GB RAM als Standard — endlich kein Diskussionspunkt mehr
  • MacBook Pro M5 Familie: von 1.900 bis 8.600 Euro — was steckt dahinter?
  • Apple Silicon vs. Nvidia für lokale KI — wer gewinnt wirklich?
  • Apple Vision Pro Update mit M5 — und was Thomas täglich damit macht
Was ist der Visual-Com-Podcast?

Der Live-Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder zu visueller Unternehmenskommunikation — mit regelmäßigen Gästen. Thomas Riedel vom Spatial Realities Podcast gehört zu den Stammgästen, wenn es um Apple und XR geht. Mark Zimmermann (The Next Big Thing) war für diese Folge angekündigt, musste krankheitsbedingt absagen.

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Worum es geht

Am 4. März 2026 hat Apple eine Reihe neuer Produkte ohne klassische Keynote veröffentlicht — nur kurze Produktvideos, ein bis anderthalb Minuten pro Gerät. Kai und Gerhard hatten ursprünglich einen Mittags-Livestream geplant, verschoben auf 19 Uhr, um Thomas Riedel einzuladen und die Produkte nach dem Apple-Event gemeinsam einzuordnen.

Das zentrale Produkt der Runde ist das MacBook Neo: ein Einstiegs-Laptop mit dem A16-Chip aus dem iPhone 16 Pro — Apples erstem Versuch, den Laptop-Massenmarkt unter 1.000 Euro zu bedienen. Die Runde diskutiert offen, ob 8 GB Unified Memory für normale Nutzer reichen (Fazit: ja, für Büro und Social Media), ob der geringere Akku ein K.O.-Kriterium ist und warum Apple das Gerät fast wie eine eigene Submarke vermarktet — unter dem Namen „Neo”, kaum noch als MacBook.

Daneben: Das MacBook Air M4 ist mit 16 GB RAM als Standard ein klares Upgrade ohne Diskussion. Das MacBook Pro M5 spielt in drei Preisklassen — vom soliden Einsteiger-Pro bis zur 8.600-Euro-Workstation mit M5 Max, 128 GB RAM und 8 TB SSD. Und die Apple Vision Pro bekommt den M5-Chip sowie eine günstigere Einstiegsvariante, die Thomas bereits im Alltag nutzt.

Ein Nebenthema zieht sich durch die ganze Folge: Apple Silicon als KI-Plattform. Thomas betreibt lokal Ollama auf einem Windows-PC mit 16-GB-Nvidia-Grafikkarte und stellt fest, dass ein Mac Mini für lokale Sprachmodelle günstiger, schneller und energieeffizienter ist. Apple hat außerdem die Cluster-Schnittstelle für mehrere Mac Minis freigegeben — KI-Rechenleistung aus der Steckdose, ohne Nvidia-Preise.

Kapitel

  • 0:00 — Intro: Thomas Riedel zu Gast, kein Mark Zimmermann heute
  • 6:48 — MacBook Neo: A16-Chip im Laptop — was Apple damit meint
  • 10:03 — MacBook Air M4: 16 GB RAM als Standard, endlich
  • 11:16 — Der Name „Neo” — eigene Submarke oder Marketing-Experiment?
  • 28:37 — MacBook Pro M5: Preisspanne 1.900 bis 8.600 Euro erklärt
  • 33:37 — Apple Vision Pro mit M5 — Thomas’ Alltag mit dem Gerät
  • 40:00 — Apple Silicon vs. Nvidia: Ollama, lokale KI, Mac-Mini-Cluster
  • 1:10:00 — Apple Intelligence: wo Apple hinterherhinkt und wo nicht
  • 1:26:05 — Abschlusskommentar und Fazit der Runde

Typische Fragen

Was ist das MacBook Neo und für wen ist es gedacht?

Das MacBook Neo ist Apples erstes Einstiegs-Laptop mit dem mobilen A16-Chip aus dem iPhone 16 Pro — für unter 1.000 Euro. Es richtet sich an Schüler, Studierende und Gelegenheitsnutzer: Social Media, Präsentationen, leichte KI-Aufgaben. Der Kompromiss ist weniger Akkulaufzeit als ein MacBook Air, dafür ein deutlich günstigerer Einstiegspunkt ins Apple-Ökosystem.

Warum schlägt Apple Silicon Nvidia-Setups bei lokalen KI-Aufgaben?

Apple Silicon nutzt Unified Memory: KI-Modelle greifen direkt auf den gesamten RAM zu, ohne Datenkopien zwischen CPU und GPU. Ein Mac Mini mit M-Chip ist bei lokalen Sprachmodellen günstiger, schneller und deutlich energieeffizienter als Windows-PCs mit teuren Nvidia-Grafikkarten. Apple hat zusätzlich eine Cluster-Schnittstelle freigegeben, mit der mehrere Mac Minis zu einem KI-Turm zusammengesteckt werden können.

Warum war Apples März-2026-Event eine „Non-Keynote"?

Apple veröffentlichte die neuen Produkte ohne große Bühnenpräsentation — nur kurze Produktvideos von ein bis anderthalb Minuten pro Gerät. Kai, Gerhard und Thomas hatten ursprünglich einen Mittags-Livestream geplant, verschoben auf 19 Uhr, als Apple nachmittags sein Event ankündigte — und reviewten dann live was es tatsächlich gab: keine Keynote, nur Produkte.

Erwähnt

Transkript (KI-bereinigt)

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Visual Com, dem Podcast von und mit Kai Heddergott und Gerhard Schröder. Heute sogar auf mehreren Accounts überall rund in diesem Internet.

Wir haben wieder einen Gast dabei — und wir haben ihn gleich mit eingeblendet, weil er eigentlich gar kein Gast mehr ist, sondern bei diesem Thema eigentlich immer fast schon standardmäßig zum Team gehört. Wir begrüßen Thomas Riedel aus Köln. Einen wunderschönen guten Abend. — Ich freue mich immer dabei zu sein. Ich frag mich zwar immer, warum ihr einen Droidboy zu einem Apple-Podcast einladet, aber hey, warum nicht? — Wir sind doch kein Apple-Podcast, auch wenn wir heute wieder ein Schwerpunktthema auf die Marke mit dem Apfel haben. Wir werden auch wie beim letzten Mal kurz in Richtung Meta und Pico abstreifen, weil es hängt doch sehr viel miteinander zusammen.

Und so jemanden wie einen Droidboy dabei zu haben ist natürlich immer gut, damit mal ein anderer Blick draufgeworfen wird. Wir stehen eigentlich nicht im Verdacht, Fanboys zu sein, obwohl wir lange Apple-Geräte benutzen. Aber es ist jetzt in den letzten drei Tagen wieder was vorgestellt worden. Das möchten wir heute zu dritt einordnen.

Fehlt noch Nummer vier für den Abend: Marc Zimmermann wäre eigentlich dabei gewesen — er hat The Next Big Thing, den Apple-Vision-Pro-Podcast, und noch einen hörenswerten KI-Podcast. Er ist heute leider aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei. Schöne Grüße gehen raus. Marc wird beim nächsten Mal wieder mit einer Prise Apple-Kompetenz dabei sein.

Heute haben wir ein Thema, das etwas umfassend ist. Der Titel des Livestreams war eigentlich schon falsch: „Keynote-Review” war der Arbeitstitel. Wir hatten ursprünglich für Mittag geplant, dann kam die Info, Apple macht am heutigen Nachmittag ein Event — also verschoben wir auf 19 Uhr. Und dann gab es keine Keynote. Nur Produkte. Also: ein Non-Keynote-Review.

MacBook Neo: A16-Chip im Laptop

Also: wir haben heute vorgestellt bekommen das MacBook Neo. Zu jedem Produkt gibt es ein Video, alle ein bis anderthalb Minuten lang. Ein Kollege vom Apfelfunk, Malte Kirchner, hat dazu was Spannendes gesagt: Als der M1 rauskam, dachte er auch erst, mit 8 Gigabyte wird das nichts. Hat sich aber gezeigt, dass das im Alltag gar kein Problem war, weil Apple eine andere Speicherverwaltung hat als Intel.

Interessant ist, dass wir hier einen Chip haben, der zwar von letztem Jahr ist, aber so schnell ist wie der M1 — also wie ein Apple-Chip vor fünf Jahren. Und da haben anscheinend die 8 Gigabyte gereicht. Vielleicht ist das tatsächlich kein Problem, wenn man nicht anfängt, richtige Videos schneiden zu wollen. Für Social-Media-Kram, ein Klippchen, Präsentationen mit vielleicht noch ein bisschen KI — dafür reicht das dann.

Ich habe so ein 8-Gigabyte MacBook Air. Für meinen normalen Bürokram — ich mache Präsentationen, die paar Podcast-Sachen — das tut, das reicht.

Spannend ist auch anzumerken: bei XR-Geräten werden mobile Chips schon immer für grafisch sehr anspruchsvolle Anwendungen genutzt. Das ist eigentlich nichts Seltenes. Trotzdem ist bemerkenswert, dass das jetzt in die reguläre Laptop-Produktlinie eingebaut wird.

Wir erinnern uns: es gab Smartphone-Hersteller, die das Smartphone zum Laptop machen wollten — Smartphone plus Monitor und Tastatur. Hat nie richtig funktioniert, oft wegen des Betriebssystems. Beim MacBook Neo denkt man auch an Chromebooks. Vielleicht ist das der Punkt.

Der Name „Neo”: auf der Webseite steht MacBook Neo, aber das Gefühl ist, als ob Apple sich quasi vom MacBook-Ding entfernen wollte. Sie sagen auf der Webseite „Hallo Neo”, und dann steht ganz klein oben drüber „MacBook Neo”. Vielleicht wird das momentan als MacBook Neo anfangen, bis sie irgendwann das Neo bei MacBook ablösen — wie eine Markentransition über mehrere Jahre.

MacBook Air M4 und Pro M5

Das MacBook Air M4 hat jetzt 16 Gigabyte RAM als Standard. Das ist der No-Brainer — kein Diskussionspunkt mehr. Einfach ein größerer, neuerer Chip, und das war es.

Am anderen Ende der Skala: Man kann sich ein MacBook Pro 16 Zoll mit M5 Max, 128 Gigabyte RAM und 8 Terabyte SSD kaufen — das kostet über 8.600 Euro. Man kann aber einsteigen in ein MacBook Pro 14 Zoll mit dem normalen M5 bei knapp 1.900 Euro. Apple bedient damit bewusst beide Enden der Preisskala.

Apple Silicon und lokale KI

Ich habe einen klassischen Windows-PC mit einer Grafikkarte mit 16 Gigabyte Speicher. Da habe ich Ollama laufen — das kennt ihr vielleicht. Da geht schon ein bisschen was. Aber es ist ein dramatischer Unterschied zu dem, was ich direkt bei den Cloud-Anbietern bekomme.

Willst du einigermaßen aufschließen, dann brauchst du einfach eine größere Kiste. Und ich habe schon ein High-End-Gerät — aber keine Chance gegenüber dem, was Apple gerade liefert. Apple-Geräte sind da gerade das Nonplusultra. Und die Preise für Nvidia-Grafikkarten im Windows-Bereich explodieren gerade. Es gab Leute, die gesagt haben, du kannst dir einen Windows-basierten KI-Rechner zusammenschrauben — der war aber zu dem Zeitpunkt schon teurer als ein Mac Mini, der dann noch schneller war. Und ich kann meinen PC, der zwei Jahre alt ist, teurer verkaufen als ich ihn gekauft habe. Das sagt mal was aus.

Apple hat außerdem die Cluster-Schnittstelle freigegeben: vier Mac Minis aufeinanderstellen, untereinander zusammenstecken — ein KI-Turm. Super wenig Energie im Vergleich zu einer Nvidia-Grafikkarte, die praktisch ein eigenes Kraftwerk braucht.

Apple hinkt gefühlt mit der eigenen KI-Strategie auf Betriebssystemebene hinterher. Aber sie haben vor zwei Jahren als Erste eine neue Open-Source-Software rausgegeben, die privatsphäreschützend KI-Modelle lokal auf dem Gerät laufen lässt. Das Bild ist also komplexer.

Apple Vision Pro und Fazit

Thomas berichtet aus seinem Alltag mit der Vision Pro: als Wireless-Monitor für das MacBook Pro via Mac Virtual Display, als Spatial-Video-Wiedergabegerät, als XR-Arbeitsumgebung. Das ist ein klares Upgrade für bestehende Nutzer. Apple hat keine Vision Pro 2 vorgestellt, sondern ein Update des bestehenden Modells mit M5-Chip plus eine günstigere Einstiegsvariante. Die Entwicklergemeinschaft wächst.

Abschlusskommentar der Runde: Apple bedient mit dieser Produktstrategie bewusst beide Enden der Preisskala. Sie bleiben ihrer Silicon-Strategie treu und stärken das Ökosystem — vom Schüler mit MacBook Neo bis zum Profi mit MacBook Pro M5 Max.

Good night and good luck. Bis zum nächsten Mal.

Häufige Fragen

Was ist das MacBook Neo und an wen richtet es sich?

Das MacBook Neo ist Apples neues Einstiegs-Laptop mit einem mobilen A16-Chip — dem Prozessor aus dem iPhone 16 Pro. Es kostet deutlich weniger als ein MacBook Air und zielt auf Schüler, Studierende und Gelegenheitsnutzer, die Social-Media-Kram, Präsentationen und leichte KI-Aufgaben erledigen wollen. Der Kompromiss: weniger Akkulaufzeit als ein MacBook Air und kein klassisches macOS-Branding auf der Webseite — Apple bewirbt es als 'Neo', fast als eigene Submarke.

Was unterscheidet MacBook Neo, Air und Pro in dieser Produktgeneration?

Das MacBook Neo (A16, Einstieg), das MacBook Air M4 mit jetzt standardmäßig 16 GB RAM und das MacBook Pro M5 (mit M5, M5 Pro und M5 Max) bilden drei klar getrennte Segmente. Der Neo bedient den Massenmarkt unter 1.000 Euro, das Air M4 ist der No-Brainer für normale Profis, das Pro M5 reicht von rund 1.900 bis über 8.600 Euro für das 16-Zoll-Modell mit M5 Max, 128 GB RAM und 8 TB SSD. Apple spielt damit bewusst beide Enden der Preisskala.

Welche Rolle spielt Apple Silicon bei KI-Anwendungen?

Apple Silicon hat einen strukturellen Vorteil gegenüber Windows-/Nvidia-Setups: Unified Memory erlaubt KI-Modellen direkten Zugriff auf den gesamten RAM, ohne Daten zwischen CPU und GPU zu kopieren. Ein Mac Mini mit M-Chip schlägt bei lokalen KI-Aufgaben viele Windows-PCs mit deutlich teureren Nvidia-Grafikkarten — bei einem Bruchteil des Stromverbrauchs. Apple hat außerdem eine Cluster-Schnittstelle freigegeben, mit der man mehrere Mac Minis zusammenstecken kann.

Was ist neu an der Apple Vision Pro in dieser Runde?

Apple hat kein 'Vision Pro 2' vorgestellt, sondern ein Update des bestehenden Modells mit M5-Chip sowie eine günstigere Einstiegsvariante. Die Runde diskutiert den praktischen Einsatz: Vision Pro als zweiter Monitor für das MacBook Pro via Mac Virtual Display, als Wiedergabegerät für Spatial Video und als XR-Arbeitsumgebung. Thomas Riedel berichtet aus eigener Erfahrung über den Alltag mit dem Gerät.

Warum war es eine 'Non-Keynote'?

Apple hatte die neuen Produkte im März 2026 ohne große Bühnen-Präsentation veröffentlicht — lediglich kurze Produktvideos von ein bis anderthalb Minuten pro Gerät. Kai, Gerhard und Thomas hatten ursprünglich für Mittag geplant, verschoben auf 19 Uhr, als Apple nachmittags sein Event ankündigte — und reviewten dann live, was es tatsächlich gab: keine Keynote, nur Produkte.