Den Aachener Dom besuchen, das kann man real, das kann man auch auf der Webseite vom Aachener Dom.
Ja und es gibt auch entsprechende Aufbereitungsmöglichkeiten zur ganzen Geschichte in Richtung VR.
Mehr dazu jetzt gleich im zweiten Teil meines Gesprächs mit Carlo Matic von der Agentur Interactive Pioneers.
Wer diesen ersten Teil des Gesprächs letzte Woche verpasst hat, unbedingt,
hört euch erst den ersten Teil des Gesprächs an und steigt dann hier in das zweite Teil des Gesprächs ein.
Musik ab!
Willkommen zu Kopfkino, dem Podcast zu Videomarketing, AR, VR und visueller Kommunikation mit dem Geschäftsführer der K3, Gerhard Schröder.
So, jetzt kommen wir mal wieder zurück, jetzt kommen wir mal wieder zurück, direkt nach Aachen und dem Aachener Dom.
Okay, was habt ihr da gemacht? Also ich hatte es in der Anmoderation schon gesagt, ihr habt dafür drei Preise bekommen.
Da kommen wir später zu. Fangen wir doch erstmal an, wie lief das Ganze ab, was habt ihr da getan?
Ja, gerne. Also ganz vorne angefangen, für alle, die den Aachener Dom vielleicht noch nicht kennen,
es sind ja viele Touristen, die den auch jedes Jahr besuchen,
dass der Aachener Dom ist seit 1978 das erste deutsche UNESCO-Weltkulturerbe.
Und das alleine hat uns natürlich schon mal extrem begeistert, so ein beeindruckendes Monument der Menschheit zu inszenieren.
Da sprechen wir über ein 1200 Jahre altes Gebäude, eine Kathedrale, die wirklich wuchtig, wirklich toll, wirklich begeisternd ist.
Wenn man da einmal drin war, man hört es vielleicht ein bisschen raus, dann bleibt da nur Begeisterung übrig.
Und die Kunst ist natürlich, wenn man sowas jetzt digital umsetzen möchte, diese einzigartige Faszination überhaupt digital zeigen zu können.
Gleichermaßen aber auch so ein bisschen mit dem Spagat.
Wir wollen Lust auf den Dombesuch machen, ihn aber natürlich nicht ersetzen.
Das heißt, wir hatten eine relativ schwierige Aufgabe, eine Gratwanderung, wie wir es schaffen, diese Faszination zu zeigen
und gleichermaßen aber auch nicht eben den Besuch im Domb zu ersetzen.
Ja, wie eben schon eingehend gesagt, ursprünglich entstanden ist das Projekt gemeinsam mit der Power & Radach Werbeagentur,
die den Domb eben in der Kommunikation betreut.
Und wir sollten jetzt eben uns ein Konzept überlegen, wie schaffen wir diese Aufgabe, die ich eben beschrieben habe.
Das war eines der wirklich dankbaren Projekte, was wir am liebsten mögen.
Der Kunde kommt mit so einer Aufgabenstellung zu uns und sagt, was kann man denn da tun?
Das heißt, wir konnten nur mit der reinen Problematik, mit der reinen Aufgabenstellung uns überlegen,
welche Technologie, welches Tool, welche Werkzeuge verwenden wir
und haben dann eben als Lösung präsentiert, eine responsivee Website zu machen,
in dieser Seite aber einen Schritt weiter zu gehen und zu sagen,
wir machen da jetzt nicht ein klassisches Portal, wo man nur die reinen Informationen kriegt,
sondern um eben diese Faszination zu zeigen, brauchen wir auch einen interaktiven, einen emotionalen Teil.
Und schlussendlich kam noch eine dritte Schicht dazu, nämlich diese ganze Historie,
die in der Sache drin steckt.
Und genau so haben wir es dann gemacht.
Wir haben einen Dreiklang erstellt.
Die Seite besteht aus drei Teilen.
Der emotionale Teil, das Dom-Erlebnis, das ist ein Rundflug,
wo wir eben diese 3D-Laser-Scan-Technik eingesetzt haben,
um das Bauwerk einmal zu erfassen und dann aus diesem 3D-Objekt heraus freie Flüge definieren zu können,
wie wir den Dom präsentieren wollen.
Wir haben initial überlegt, ob wir vielleicht ähnlich wie in einem Computerspiel
mit einer Technologie namens WebGL es ermöglichen,
dass der Nutzer frei durch den Dom laufen kann,
haben dann aber ganz schnell gesehen, bei den ersten Tests bei der User Experience,
dass das, was da rauskommt, nicht das ist, was wir erreichen wollen.
Es ist zwar toll und beeindruckend, digital da durchlaufen zu können,
aber wir wollen ja eben nicht den Besuch ersetzen.
Und ganz ehrlich, das kann das auch nicht