Heute gibt es was auf die Ohren. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes gibt es was auf die Ohren im Kopfkino.
Ich will sagen, heute gibt es eine Folge zum Themenbereich 3D-Audio.
Also, es geht um Akustik im virtuellen Raum, also für VR und Akustik für 360-Grad-Videos.
Dafür habe ich einen richtig guten, passenden Gesprächspartner, den Christian Sander.
Vor ein paar Folgen hatte ich ja schon das Thema VR-Meetups angesprochen.
Und darum geht es heute wieder auch. Und zwar hier in Düsseldorf gibt es ja ein VR-Meetup.
Und dort habe ich vor einiger Zeit den Christian Sander kennengelernt.
Christian ist einer der Gründer von einem Start-up aus der 3D-Audio-Szene.
Dear Reality heißt die Firma.
Und ich spreche mit Christian über die Firmengründung im ersten Teil des Interviews.
Und im zweiten Teil reden wir mal so ein bisschen noch über weitere Dinge.
Aber auch ganz zu Anfang gibt es wieder einen Einstieg, wo wir so ein bisschen was zu der Technik erklären.
Viel Spaß.
Jetzt geht’s los.
Willkommen zu Kopfkino, dem Podcast zu Videomarketing, AR, VR und visueller Kommunikation mit dem Geschäftsführer der K3, Gerhard Schröder.
Hallo Christian.
Hallo Gerd.
Du bist jetzt gerade vermutlich in Düsseldorf, richtig?
Richtig, genau. In Bilk kann man sagen, auf der Oberbilker Allee.
Genau. Ihr seid eines dieser wundervollen Start-ups, die Geld bekommen haben.
Die nicht nur gesagt haben, wir haben eine tolle Idee, sondern andere Leute finden eure Idee auch toll.
Dazu kommen wir aber gleich erst.
Erstmal möchte ich mit dir darüber sprechen, Christian, wie bist du eigentlich zum Themenbereich Ton und Tontechnik überhaupt erstmal generell gekommen?
Schon als Kind mit einem Kofferradio und Ghetto-Blaster über die Schulter oder wie kommt man zu der Technik?
Oh ja, das ist auf jeden Fall, ich glaube, ein Großteil aller Menschen, die mit Ton arbeiten, kommen eigentlich aus der Musik.
Also es gibt, glaube ich, wenig Leute, die sagen, so als Kind schon, oh, ich möchte gerne mal Sounddesigner werden oder ich möchte gerne Sprachbeiträge schneiden.
Sondern eigentlich jeder, der im Tonbereich, Audiobereich arbeitet, Sounddesign etc., kommt aus der Musik, hat Musik gemacht.
Also das heißt, ich habe, wenn wir ganz vorne anfangen, mit Flöte angefangen, dann Klavier, viele Jahre gespielt, eigentlich die ganze Jugend sehr viel Musik gemacht und eigentlich komponiert, Singer-Songwriter-Sachen gemacht.
Und irgendwann habe ich gemerkt, dieser ganze technische Kram, wo dann so die ersten DAWs gekommen sind, DAW heißt Digital Audio Workstation, also so ein Schnittprogramm, sowas wie Reaper, Pro Tools, Logic, Cubase, hat man vielleicht schon mal von gehört.
Da habe ich mich dann relativ viel mit beschäftigt und viel Musik produziert und auch gemerkt, okay, die ganze Technik dahinter interessiert mich auch.
Also ein Mikrofon, sowas wie wir das jetzt gerade benutzen und Kopfhörer und so weiter.
Und dann habe ich irgendwann erfahren, dass man in Düsseldorf Ton- und Bildingenieur an der Robert-Schumer-Musikhochschule studieren kann und habe mich da direkt beworben und wurde auch direkt abgelehnt.
Und habe dann gemerkt, okay, ich muss, glaube ich, nochmal mehr Instrument üben.
Also weil der Studiengang ist zwar relativ technisch, aber trotzdem muss man an der Musikhochschule eine Instrumentalaufnahmeprüfung machen.
Also wirklich Gehörbildung, Musiktheorie, Vorspielen und das hat dann beim ersten Jahr nicht geklappt.
Und dann habe ich mich ein Jahr eigentlich hingesetzt und habe nur Klavier geübt.
Und nebenbei habe ich gedacht, okay, wenn ich jetzt wieder die Aufnahmeprüfung nicht schaffe, dann habe ich so ein Loch im Lebenslauf, dann muss ich noch irgendwas Sinnvolles machen.
Und dann habe ich während diesem einen Jahr vorbereitend auf die Aufnahmeprüfung noch so einen, man nennt das so einen Lehrgang für Wirtschaft und Verwaltung gemacht.
Also so 14. Klasse nach dem Abi, ein Jahr lang BWL, VWL, Mathe, Wirtschaftsmatte gelernt.
Und das ist dann erstmal, hat so zehn Jahre geru