Fallbeispiel Carl Hamm: VR-Video für Industriekunden

Immersive Video – viSales

Viele unserer Industriekunden haben das selbe Problem im Vertrieb: Wie Produkte und Verfahren sichtbar machen? Mit diesem Immersive Video- / VR180-Fallbeispiel zeige ich einen unserer Lösungsansätze, der ganz flexibel viele Elemente aus Marketing und Vertrieb zu einem großen Ganzen verbindet.

Projekt-Video / Hinter den Kulissen der Produktion

Das Röhrenwerk Carl Hamm ist ein Unternehmen, das hochspezialisierte Rohr- und Verbindungstechniken herstellt. Die Herstellung dieser Produkte ist aufwändig: Eine Kombination verschiedener Schweißtechniken, Beschichtungs- und Prüfverfahren, die einen sehr hohen Qualitätsstandard erfüllen.

Verbindungssysteme – viSales Standbild: Komplexe Verbindungssysteme, einfach erklärt in unserer 3D-Animation.

Im Mittelpunkt der vielen Rohrsystemen und Produktreihen von Carl Hamm steht das ZSM-System. Die „Zugfeste Steckmuffenverbindung“ ist ein patentiertes System, mit dem man zwei Rohre fest miteinander verbinden kann, ohne sie verschweißen zu müssen. Diese Zeit- und Kostenersparnis machen sich Kunden weltweit zu Nutze, wenn es um Rohrsysteme geht, die man flexibel in ihrer Länge verändern möchte, durch schnelles Hinzufügen oder Entfernen von Rohrteilen.

Vertrieb in der Industrie – Chancen und Probleme

Blickt man nun durch die Vertriebsbrille auf das Unternehmen und seine Produkte, wird schnell klar, wo die Chancen liegen, und welche Probleme sich ergeben: Einerseits sehen wir hochspezialisierte Produkte, die eine aufwändige und spannende Produktion durchlaufen. Andererseits ist das schwer zu vermitteln, zum Beispiel auf Fachmessen oder bei Kundengesprächen, die nicht auf dem Werksgelände mit angeschlossenem Firmenrundgang verbunden sind.

Da wir in der Vergangenheit bereits viele Videos und interaktive PowerPoint-Präsentation für Carl Hamm erstellt haben, beschloss ich, bei einem Besuch vor Ort dem Geschäftsführer zu zeigen, an welchen technischen Vertriebslösungen wir zuletzt gearbeitet hatten. Ich setzte ihm also eine VR-Brille auf, die MetaQuest 3, und zeigte ihm einige Probeaufnahmen, die wir zusätzlich zu den beauftragten Videos auf seinem Firmengelände gedreht hatten: VR180-Aufnahmen aus seiner Schweißabteilung, in 3D. Ziemlich schnell ergab sich daraus ein Auftrag: So will sich das Röhrenwerk Carl Hamm auf Messen präsentieren und bei Kundengesprächen, sei es am Hauptstandort Essen, am Zweitstandort Johannesburg in Südafrika oder bei internationalen Kunden oder vor Ort.

Die Idee: Das virtuelle Firmengelände

Immersive Video / VR180 ist ein Videoformat für Virtual Reality (VR), bei dem das Video einen Blickwinkel von 180 Grad abdeckt. Man kann sich also frei nach vorne, rechts und links in einer dreidimensionalen Umgebung umsehen. Im Gegensatz zu 360-Grad-Videos können wir nicht nach hinten sehen, dafür erzielt man mit VR180 aber eine höhere Bildqualität. Erfahrungsgemäß benötigt man für die meisten Einsatzzwecke auch meist nicht den Blick nach hinten.

In diesem Video erkläre ich die technischen Details zu VR-Videoformaten wie 360, Googles “VR180”, sowie Apples “Immersive Video”, “Spatial Video” und viele weitere Formate.

Mit dieser Technik wollten wir also Kunden und Interessenten von Carl Hamm einen Rundgang über das Firmengelände in Essen ermöglichen. Durch die VR-Brillen soll der Zuschauer direkt in die Produktionsumgebung versetzt werden, um Abläufe und Technologien hautnah zu erleben – als stünde er mitten in der Fertigungshalle.

Die immersive Erfahrung der VR-Technologie zieht Messebesucher an und sorgt dafür, dass sie sich intensiv mit den Inhalten auseinandersetzen. Sobald sie die VR-Brille aufsetzen, sind sie vollständig in der Welt von Carl Hamm versunken – ohne Ablenkung durch äußere Einflüsse. Dies bindet nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern ermöglicht eine direkte und tiefe Auseinandersetzung mit den Produkten und Fertigungstechniken. Die zweisprachige Umsetzung in Deutsch und Englisch garantiert, dass sowohl lokale als auch internationale Zielgruppen angesprochen werden.

Die Umsetzung: Dreidimensional, hochauflösend, zukunftssicher

Bei den Dreharbeiten haben wir ein Kamerasystem mit Spezialobjektiv eingesetzt, das die stereoskopische Aufnahme in sehr hoher Auflösung (8k) und einer für die VR-Anwendung geeigneten Bildfrequenz (60 Bilder pro Sekunde) erlaubt. Diese Eigenschaften sind besonders beim Einsatz von VR-Brillen wichtig, um die Umgebung lebensecht wirken zu lassen und damit die Immersion des Zuschauers zu verbessern.

Blickwinkel fuer 3D – viSales Das Objektiv nimmt zwei separate Blickwinkel gleichzeitig auf, einen für jedes Auge, um die Szene in 3D darzustellen. Gleichzeitig nehmen wir 3D-Audio auf.

Die VR-Brille, die der Kunde bei diesem Projekt als Endgerät einsetzen möchte, kann zwar nicht die volle Qualität der Aufnahmen wiedergeben, aber die Technik entwickelt sich rapide weiter und fortschrittlichere Brillen, wie die Apple Vision Pro, können bereits jetzt das Bildmaterial in sehr hoher Qualität wiedergeben. Damit diese Qualität auch in Zukunft bereit steht, haben wir bei den Dreharbeiten in Sachen Aufnahmetechnik keine Abstriche gemacht.

Nach Abschluss der Postproduktion, in der wir die interessantesten Momente der jeweiligen Szenen im Schnitt zusammengeführt, sowie Farben, Ton und Tiefeneindruck verbessert haben, konnten wir uns der Frage widmen, wie wir all diese Inhalte präsentieren wollen. Aus der Erfahrung vergangener Projekte heraus nutzen wir nun eine Software-Plattform, die es erlaubt, die einzelnen Szenen miteinander zu verknüpfen.

Blick VR Brille – viSales Blick in die VR-Brille: Der Ausgangspunkt für den virtuellen Firmenrundgang. In zehn VR-Szenen kann sich der Zuschauer selbst von den Produktionsschritten und Maßnahmen zur Qualitätssicherung bei Carl Hamm überzeugen.

Der Rundgang startet mit einer 3D-Vogelperspektive des gesamten Firmengeländes. Dieser Perspektive liegen echte Aufnahmen zu Grunde, die wir mit einer Drohne angefertigt haben. Von hier aus kann der Nutzer mithilfe des Controllers zu verschiedenen Produktionsbereichen springen. Wählt er einen Bereich an, wird er mit einer kurzen Animation direkt in die 3D-Video-Szene transportiert. Hier kann er verschiedene Produktionsprozesse, z.B. verschiedene Arten des Schweißens, aus nächster Nähe beobachten.

Carl Hamm – viSales Da einem die Funken regelrecht um die Ohren fliegen, fühlt man sich mitten in die Produktionsstätten von Carl Hamm versetzt!

Neben dem eigentlichen Firmenrundgang kann der Zuschauer auch auf eine Reihe von 2D-Videos zurückgreifen, die wir bereits in der Vergangenheit für Präsentationszwecke erstellt hatten. Hier können die Produktionsschritte nochmal in Nahaufnahme nachvollzogen werden.

Mehr als ein Rundgang: Eine wachsende Plattform

Die Entwicklung des virtuellen Rundgangs ist erst der Anfang. Die Plattform ist so konzipiert, dass sie zukünftig erweiterbar ist. Neue Szenen und Änderungen in der Produktion können problemlos eingespielt werden, sodass die Inhalte stets aktuell bleiben. Dazu brauchen die Endgeräte, egal wo auf der Welt sie gerade eingesetzt werden, nur einen Internetzugang, um die neuen Inhalte herunterzuladen, seien es VR-Szenen, Videos oder Bilder. Zudem sind die produzierten Inhalte zukunftssicher gestaltet: Sie glänzen nicht nur auf der Meta Quest 3, sondern sind auch auf leistungsstärkere VR-Brillen wie die Apple Vision Pro vorbereitet.

Mit dem virtuellen Rundgang für das Röhrenwerk Carl Hamm haben wir eine Lösung geschaffen, die weit über eine einfache Präsentation hinausgeht. Es ist ein Tool, das weltweit genutzt werden kann, um Kunden zu faszinieren, ihre Aufmerksamkeit zu binden und ein lebensnahes Abbild von Fertigung und Produkten zu vermitteln.

Doch ist das bei Weitem nicht unser einziger Lösungsansatz im Sales-Bereich von Carl Hamm. In diesem Newsletter erkläre ich, wie und warum wir für Firma Hamm ein 3D-Logo erstellt haben und in diesem Video erkläre ich, wie man auf engstem Raum große Produkte erklärt, nur mit einem Roll-Up und einem QR-Code:

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  1. 700 Meter unter Tage, Teaser eines 360-Grad-Bergwerksvideos für Kali + Salz
  2. Starkregenrückhaltebecken bei Wolfsburg, Animation + Realfilm, für Wavin GmbH, an Orbia business
  3. Jupiter-Sinfonie-360, gefilmt mit den Dortmunder Philharmonikern
  4. Fallbeispiel-Video zum 360-Grad-Rundgang für igus GmbH
  5. Vortragsmitschnitt in dem ich unsere Immersive-Video-Lösung für Evonik und K+S vorstelle

Viele Grüße aus Velbert

Gerhard Schröder

 

 

Ihr Produkt in AR — wann können wir starten?

AR-Visualisierung für Ihr Produkt ist in wenigen Wochen umsetzbar. Zeigen Sie uns Ihr Produkt — wir zeigen Ihnen wie es in AR aussieht. Siemens, Somfy und Rheingas vertrauen viSales.

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Typische Fragen

Was ist der Unterschied zwischen VR180 und 360-Grad-Video — und welches Format passt für Industriepräsentationen?

VR180 deckt 180 Grad mit echter Stereo-Tiefe ab und erzeugt echte Raumwahrnehmung in VR-Brillen. 360-Grad-Video filmt zwar rundum, hat aber keine echte Tiefenwahrnehmung. Für Industriepräsentationen — Fertigungsprozesse, Werkshallen, Schweißanlagen — ist VR180 meist besser geeignet: höhere Bildqualität, klar ausgerichteter Blickwinkel, weniger Datenmenge. Der Blick nach hinten ist in den meisten Einsatzfällen nicht nötig.

Wie wurde das VR-Erlebnis für Carl Hamm technisch umgesetzt?

Aufgenommen wurde mit einem Kamerasystem mit Spezialobjektiv in 8K und 60 Bildern pro Sekunde für stereoskopische Darstellung. In der Postproduktion wurden Szenen zu einem Rundgang zusammengeführt, mit Software-Plattform verknüpft und mit interaktiven Übergängen versehen. Der Rundgang startet mit einer Drohnen-Vogelperspektive des Firmengeländes, von der aus der Nutzer per Controller in verschiedene Produktionsbereiche springt.

Kann ein VR-Rundgang nach der ersten Produktion aktuell gehalten werden?

Ja. Die Plattform ist so konzipiert, dass neue Szenen und Änderungen in der Produktion eingespielt werden können. Endgeräte — egal wo auf der Welt — laden neue Inhalte automatisch bei bestehendem Internetzugang. Das Bildmaterial ist zukunftssicher auf Meta Quest 3 und Apple Vision Pro ausgelegt.

Wann lohnt sich ein virtueller Firmenrundgang für ein Industrieunternehmen?

Wenn das Produkt oder der Herstellungsprozess schwer zu vermitteln ist — auf Messen ohne Firmenrundgang, im internationalen Vertrieb oder bei Kundengesprächen am Haupt- oder Zweitstandort. Carl Hamm nutzt den Rundgang an Standorten in Essen und Johannesburg sowie bei internationalen Kunden. Die zweisprachige Umsetzung (Deutsch/Englisch) spricht lokale und internationale Zielgruppen an.

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