Ein Pilot ohne Fortführung ist keine Innovation

VR Brille Produktkonfigurator – viSales

Ein Kunde lud mich vor ein paar Jahren ein, sich eine Lösung eines Marktbegleiters anzusehen. Bei einem Fachhändler stand ein leistungsstarker PC mit VR-Brillen. Darauf: eine aufwendig produzierte VR-Besichtigung von Musterhäusern.

Technisch beeindruckend.
In der Realität: eine klassische 1.0-Version.

Der eigentliche Plan hätte jetzt beginnen müssen: Nutzerfeedback sammeln. Inhalte schärfen. Schrittweise weiterentwickeln. Was stattdessen passierte: nichts.

Neue Produkte fürs Haus kamen auf den Markt, ließen sich aber nicht nachpflegen. Die VR-Inhalte waren isoliert produziert, Updates nicht vorgesehen. Keine Wartung. Keine Lernschleife. Keine Fortführung.

Die Folge: Die teuren Rechner standen bald ungenutzt in der Ecke. Bezahlt von Fachhandelspartner. Abgeschrieben als „VR funktioniert bei uns nicht“.

Das Problem war nicht VR.
Es war das Denkmuster:
Ein Pilot wurde wie ein Rollout behandelt – statt als Lernphase.

Das zugrunde liegende Denkmuster war simpel und fatal: Ein Pilotprojekt wurde wie ein fertiger Rollout behandelt, nicht wie eine Lernphase.

Für meinen Kunden habe ich später eine andere Lösung umgesetzt: wiederverwendbare 3D-Inhalte, die für Grafik, Animation und XR genutzt werden konnten. Nicht als Showpiece, sondern als fortführbarer Prozess.
Interessanterweise wurde genau dieser Ansatz später auch ausgezeichnet.

Frage an Marketing- und Verkaufsleiter: Wo behandelt ihr Pilotprojekte heute wie fertige Produkte und wundert euch später, dass niemand den langen Atem dafür hat?

 

 

Diese Zeilen habe ich am 17. Januar 2026 erstmals auf YouTube geteilt und am 20. Januar 2026 auf LinkedIn veröffentlicht.

 

 

 

 

Typische Fragen

Was ist das eigentliche Problem, wenn ein VR- oder AR-Pilotprojekt scheitert?

Selten die Technologie selbst. Häufig das Denkmuster: Ein Pilot wird wie ein fertiger Rollout behandelt, statt als Lernphase. Ohne Nutzerfeedback, Updates und Wartung werden selbst technisch beeindruckende Lösungen schnell ungenutzt in der Ecke abgestellt.

Was wäre die richtige Vorgehensweise nach einem Pilot gewesen?

Nutzerfeedback sammeln, Inhalte schärfen, schrittweise weiterentwickeln. Im Beispiel des Artikels: neue Produkte hätten in die VR-Inhalte eingepflegt werden müssen. Stattdessen waren die Inhalte isoliert produziert, Updates nicht vorgesehen — das Ergebnis war ein totes System.

Welcher alternative Ansatz hat beim Kunden funktioniert?

Wiederverwendbare 3D-Inhalte, die für Grafik, Animation und XR gleichzeitig genutzt werden konnten — als fortführbarer Prozess, nicht als einmaliges Showpiece. Dieser Ansatz wurde später ausgezeichnet.

 

 

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