2023: Messeerfolg im Fokus

Messen AugmentedReality – viSales

Wir in Deutschland lieben ja Messen: Neue Produkte als Messeneuheit, das Netzwerken auf einer internationalen Fachmesse und Co. Doch schon vor Corona begann eine Veränderung in der Messelandschaft, die eigentlich nur durch die letzten 2+ Jahren beschleunigt wurde. Wie kann man also nun in 2023 als Unternehmen sein bestmögliches Ergebnis erzielen?

Darum soll heute heute gehen. Die guten Regeln der Messevor- und -nachbereitung gelten immer noch. Nehmt Euch eine Tasse Tee oder Kaffee zur Hand und dann legen wir los…

Messen & Events im Wandel der Zeit

2017 verfasste ich einen LinkedIn-Artikel über das Thema Qualität eines Messekontakts: Wieso wir so sehr auf große Stände wert legen. Klar, das Geschäftsmodell der Messen sind Quadratmeter vermieten. Doch schon damals sah man erste Anzeichen der Veränderung:

  • Apps zur Messe mit allen Kontaktinformationen aller Besucher? 2022 selbst bei regionalen IT-Messen wie dem Digital-Future-Congress oder einer internationalen Eisenwarenmesse an der Tagesordnung.
  • Order-Messen wie die Bread & Butter in Berlin machten es vor Jahren vor, wie sogar ganze Bestellvorgänge auf einer zentralen Plattform abgewickelt werden können.

Messen der Zukunft: Fokus auf Kontakte statt Flächen

Von einem Messebetreiber hörte ich erst im Dezember 2022 wie sehr sich die Bedeutung von Messeständen und Vortragsbühnen verschieben. Daraus ergeben sich neue (technische) Herausforderungen, nicht nur an die Audio- & Bühnentechnik, sondern auch an die Vortragsfähigkeiten der Redner. Aufzeichnung? Livestream? Hybrid? Aber auch an die Qualität der Vortragsfolien.

Die Kunst?

Bei einer klassischen Messe (mit großen Messeständen) sind die Vortragsbühnen teils Beiwerk. Bei einer Konferenz werden die kleinen Messestände weniger gut Wahrgenommen. Kleine Systemstände erlauben halt nur wenig die Darstellung der eigenen Firma.

Hörte von dem Messeausrichter das sich das Preismodell daher im nächsten Jahr (2023) wieder wandeln wird. Ein ständiger Prozess, der in den Marketingabteilungen der Unternehmen auch ein Nachjustieren zur Folge haben sollte.

Sollte.

Stichwort Folien / Powerpoint: Was ich auf einigen Messe in 2022 so an Präsentationen auf den Bühnen erlebt habe… Bleiwüsten, zu viele kleine Bilder auf einer Folie… Regelrechte Wimmelbild-Folien!

Da geht MEHR. Wer 5, 15 oder gar 25+ Tausend Euro für einen Vortragsslot + “beigefügten Messestand” ausgibt und dann MIT SOLCHEN Folien antritt… hat seine maximal-mögliche Wirkung auf der Bühne verfehlt. Klar, oder?

Und eine bessere Präsentation kann es schon zu einem Teil dieser Summen geben. Ja, wir haben auch schon viele Powerpoint-Dateien für solche Budgets erstellt, aber sowas zahlte sich immer für unsere Kunden aus.

Mut zur guten PPT!

Fragt bei dem Freelancer Peter Claus PC’L Lamprecht oder uns, viSales GmbH. Aber geht nicht mit solchen Folien auf eine so TEUER bezahlte Bühne!

Danke. ❤️

Via Powerpoint zu Augmented Reality

Auf kleiner Fläche ALLES zeigen

Auch wenn die Standfläche vielleicht nur ein Systemstand ist… auch mit diesem kleinen Stand kann man großes Erreichen. Zur Verdeutlichung hier zwei Grafiken aus meinen alten Präsentationen, von 2016…

Messestand mit einem Vorgespräch

Bild 1: Im Rahmen eines Messebesuchs werden einem Interessenten zunächst einige Exponate (Orange Klötze) gezeigt. Danach wird im Rahmen eines vertiefenden Gesprächs genau das Wunschprodukt zusammengestellt (am Monitor).

In diesem Beispiel sitzt der Kunde auf einem Stuhl, mit Blickrichtung auf den Messestand.

Virtuelle Messestandergänzung

Bild 2: Anschließend wird der Kunde gebeten sich umzudrehen. Außerhalb des eigenen Messestands, dort wo EIGENTLICH der Gang oder gar ein Mitbewerber in der Realität zu sehen ist, wird in die VR-Brille das Wunschprodukt platziert und die Realität ausgeblendet.

Solche Projekte haben wir vor einigen Jahren mit einer Virtual-Reality-Brille umgesetzt und dazu gleich den Messestand in VR nachgebaut. Mehr dazu in meinem Vortragsvideo Evonik & Kali + Salz: 360-Grad-Video-Produktion - Fallbeispiel: Messe am Ende / Ab 5:50.

Auftritt: Augmented Reality im Messeeinsatz

In den letzten Jahren haben sich nun auch die technischen Möglichkeiten im Bereich Augmented Reality verbessert. Ich würde bei so einem Projekt nun nicht mehr den Messestand nachbauen, sondern mich nur noch um die optimale Produktpräsentation und der Kommunikation Verkäufer-Kunde kümmern.

Und wenn wir noch einen Schritt weiter gehen wollen, so wie damals für Evonik, dann würde ich immer dafür sorgen, das die Laufkundschaft und weitere Standbesucher einen Blick auf das AR-Erlebnis werfen können.

Das ganze kann via iPad-App erfolgen, so wie hier umgesetzt: Augmented Reality auf der Messe - Fallbeispiel TURCK. Oder ohne eine App-Installation: Online-Vertrieb via Augmented Reality - Fallbeispiel PlugVan.

Auf jeden Fall: Sorgt dafür, das alle Interessierten Menschen einen Blick in die AR-Umgebung werfen können. Und denkt an den Blickkontakt zum Gesprächspartner. Auf jeden Fall: Hört SEHR gut zu. Bei ein potentiellem Kunden mit einer AR-/VR-Brille auf der Nase ist ein seine Stimme und Körpersprache Eure wichtigste Informationsquelle. Sein Gesicht verbirgt sich ja zum großen Teil hinter der Technik. Skills für den Digital Sales Agent 2.0.

Soviel für den heutigen Newsletter. Meine Frage an die Leserschaft:

Wie siehst Du das Thema Messen in 2023? Mehr als in 2022? Anders als in den letzten zwei Jahren?

Viele Grüße aus Velbert,

Gerhard Schröder

 

 

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Wir begleiten Unternehmen vom ersten USDZ-Modell bis zum eingebetteten AR-Erlebnis im Vertrieb. Das erste Gespräch dauert 30 Minuten. Ohne Pitch, ohne Vorbereitungspflicht. Rheingas, Somfy und Carl Hamm haben mit einem Produkt begonnen.

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→ Alle Einsatzszenarien: AR-Lösungen für Messen & Events

→ AR auf Messen – alle Einsatzszenarien: Augmented Reality auf Messen & Events

Typische Fragen

Wie hat sich die Messelandschaft seit 2020 verändert?

Schon vor Corona begann eine Verschiebung: Kontaktplattformen und Apps lösen zunehmend Flächen als Hauptwährung ab. Messebetreiber justieren ihre Preismodelle; Vortragsbühnen gewinnen gegenüber klassischen Ständen an Bedeutung. Unternehmen, die ihr Messekonzept nicht anpassen, zahlen für Fläche, die sie nicht mehr optimal nutzen.

Was bringt Augmented Reality konkret auf einem Messestand?

AR erweitert physische Exponate um interaktive Schichten — Produktvarianten, Animationen, technische Detailinfos — direkt auf dem iPad oder iPhone des Verkäufers. Produkte, die zu groß, zu schwer oder zu gefährlich für den Transport wären, lassen sich dennoch vollständig zeigen. Gleichzeitig ermöglicht AR, dass mehrere Standbesucher das Erlebnis gleichzeitig verfolgen können.

Braucht man eine App-Installation für AR auf der Messe?

Nein, nicht zwingend. AR-Lösungen ohne App-Installation lassen sich über QR-Code oder Link direkt im Browser öffnen — wie im Fallbeispiel PlugVan gezeigt. Alternativ gibt es iPad-Apps für kontrollierte Umgebungen mit mehr Interaktivität, wie im Turck-Fallbeispiel. Welcher Weg passt, hängt von Produkt, Standfläche und Gesprächsführung ab.

Wie verbessert AR die Gesprächsqualität auf Messen?

AR erzeugt längere Verweildauer am Stand und einen konkreten Gesprächsanlass. Wer einem Kunden ein Produkt in Augmented Reality zeigt, lenkt das Gespräch auf Funktionen und Anwendungen statt auf Messingstäbe und Datenblätter. Entscheidend ist dabei: Den Kunden sprechen lassen — denn sein Gesicht ist hinter der Technik verborgen, seine Stimme und Reaktion sind die wichtigsten Signale.

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