Evonik: Virtuelle 360°-Rundgänge für nicht zugängliche Prüfanlagen im Messe- und Vertriebseinsatz

Kunde: Evonik — Spezialchemie
Aufgabe: Nicht zugängliche Prüfanlagen für Messe und Vertrieb erlebbar machen

Ausgangssituation

Für Evonik sollten zwei hochkomplexe Anlagen im Vertrieb und auf Messen gezeigt werden: eine Roboter-Prüfanlage am Standort Essen sowie ein Prüflabor in Süddeutschland. Beide Anlagen sind aus Sicherheits- und Zugangsgründen nicht öffentlich zugänglich — und ließen sich zudem nicht real auf einem Messestand abbilden.

Klassische Präsentationsmittel wie Renderings oder Videos hätten die Anlagen nur statisch gezeigt. Gefragt war eine Form, die den räumlichen Eindruck und die Abläufe vermittelt, ohne dass Besucher die realen Anlagen betreten müssen.

Lösungsansatz

viSales setzte beide Anlagen als interaktive virtuelle 360°-Rundgänge um. Die Inhalte wurden zunächst für den Einsatz auf Messen produziert — als stationäre VR-Installation und, von Beginn an, als mobile VR-Vertriebskoffer mit VR-Brillen und Vorschaumonitor.

Der Vorschaumonitor war dabei entscheidend: Vertriebsmitarbeiter konnten die Sicht der Besucher mitverfolgen und das Gespräch aktiv führen, statt es der VR-Brille zu überlassen. An zentralen Stellen wurde der Ton bewusst reduziert, um Dialoge während der Nutzung zu ermöglichen.

Weiterentwicklung

Auf Basis der Messeerfahrungen entstanden zusätzlich geführte, lineare Versionen der Rundgänge mit klarer Dramaturgie und reduzierter Laufzeit. Diese Form erwies sich besonders für zeitlich begrenzte Präsentationen als wirksam.

Später wurden die Inhalte auch als öffentlich zugängliche Videos aufbereitet, um die Anlagen unabhängig von Messebesuchen zugänglich zu machen — unter anderem in linearen Fassungen zu Dynasylan® SIVO 140 und zu High Throughput Equipment.

Öffentliche Videofassungen aus dem Projekt:

Einsatz & Reichweite

Der Erfolg der Rundgänge führte dazu, dass sie nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationalen Messen — unter anderem in Shanghai und den USA — eingesetzt und über mehrere Jahre hinweg wiederverwendet wurden.

Aus genau diesen Projekten entwickelte sich der Gedanke des hybriden Messestands: immersive Inhalte zunächst als ergänzendes Medium, später als eigenständiges Raumkonzept. Dieses Überblicksvideo zeigt beide Messeprojekte (Evonik und K+S):

Ergebnis

Virtuelle Rundgänge machten reale Anlagen erlebbar, ohne sie physisch zeigen zu müssen — sicherheitskonform, ortsunabhängig und über Jahre wiederverwendbar. Für den Vertrieb entstand ein Werkzeug, das komplexe Anlagen in kurzer Zeit verständlich macht und das Gespräch trägt, statt es zu ersetzen.

Fazit

Der Case zeigt, wie 360°- und VR-Formate dort wirken, wo reale Anlagen nicht gezeigt werden können — aus Sicherheits-, Zugangs- oder Platzgründen. Entscheidend ist nicht die Technik allein, sondern die Einbettung in das Vertriebsgespräch: mobile Vertriebskoffer, Vorschaumonitor und eine bewusst dialogorientierte Dramaturgie.

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