Meine Liebe zu Tolkien (3): Hightech in the Pocket ODER Mittelerde meets Livestreaming

Meine Liebe zu Tolkien (3): Hightech in the Pocket ODER Mittelerde meets Livestreaming

Die Tolkien Tage Geldern sind für Fans ein Pflichttermin. Für mich waren sie auch ein technisches Abenteuer: Sie sind eines der schönsten deutschen Fantasy-Events — jedes Jahr pilgern Tolkien-Fans dorthin, verkleidet, begeistert, völlig in ihrer Welt.

Ich war mehrfach dabei, nicht nur als Fan, sondern als jemand, dem die Veranstalter vertrauten: Mach was mit dem Internet.

2020: 29 Stunden am Stück

Corona, kein Gelände, keine Besucher, aber auch kein Aufgeben. Die Idee: ein 29-Stunden-Livestream-Marathon, als Spendenmarathon für den Verein.

Was das bedeutete: kein Broadcast-Team, kein großes Studio. Nur ein durchdachtes Setup, gutes Licht, stabile Streams, Schicht für Schicht organisiert — und Enthusiasmus, der die technischen Grenzen überbrückt. 29 Stunden live. Durchgehalten. Spenden eingesammelt. Gemeinschaft gehalten — digital statt real.

Merke: Wenn das Gelände zu ist, baut man eben ein Studio in einem Jugendheim in nur einem Raum.

2021: Auf dem Feld, mit dem iPhone

Im zweiten Corona-Jahr durften wieder wenige Menschen aufs Gelände. Nur mit Test, nur mit Abstand. Aber die Welt sollte trotzdem dabei sein. Die Lösung: Mobile Livestreams direkt vom Veranstaltungsgelände. iPhone, stabiles WLAN, und das Wissen, wie man einen sauberen Stream hinbekommt, auch wenn man keinen Ü-Wagen hat.

Kein Richtfunk.
Kein Technikkoffer.
Hightech in the pocket.
Mittelerde, empfangen per Mobilfunk.

Merke: Das beste Equipment ist das, das du dabei hast und wenn du weißt, wie es geht.

Ich erzähle diese Geschichten weil sie zeigen, was passiert, wenn man Leidenschaft mit Kompetenz verbindet und sich nicht von Umständen aufhalten lässt.

Tolkien hätte das vermutlich Resilienz genannt. Ich nenne es einfach: machen.

Meine Liebe zu Tolkien (1): Interaktive eBooks für Klett-Cotta
Meine Liebe zu Tolkien (2):
Neuseeland, Schafköttel und ein Stoffband im Baum.

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By Gerhard Schröder

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