Interaktive Vertriebspräsentation: Wie B2B-Unternehmen die Gesprächsführung zurückgewinnen

Interaktive Vertriebspräsentation: Wie B2B-Unternehmen die Gesprächsführung zurückgewinnen
Beispiel-Folie aus der Interaktiven Präsentation" für unseren Kunden Somfy. Preisgekrönt u.a. von Telekom & WiWo mit dem Digital Champions Award 2020.
  • Interaktive Vertriebspräsentationen sind nicht-lineare, dialoggeführte Systeme — der Vertriebler navigiert situativ je nach Gesprächspartner, ohne einem vordefinierten Folienpfad zu folgen.
  • Die Zeit bis zum vollständigen Produktverständnis aller Stakeholder (Time-to-Understanding, TTU) sinkt nachweislich — Rückfragen, Zweitgespräche und Angebotsänderungen nehmen ab.
  • Interaktive Systeme auf Basis von Microsoft PowerPoint integrieren vorhandenes Produktmaterial — ohne neue Software für den Außendienst einzuführen.

Das Vertriebsgespräch endet nicht mit einer Entscheidung. Es endet mit einer Folgefrage — und dann mit einem Zweittermin, und dann mit einem Angebot, das nach dem dritten Gespräch noch einmal geändert wird, weil ein Stakeholder das Produkt immer noch nicht vollständig verstanden hat. Das ist kein Ausnahmefall im B2B-Vertrieb erklärungsintensiver Produkte. Das ist der Standard. Und der Grund liegt selten beim Vertriebler — er liegt bei der Präsentation.

1999: Die schlechteste Präsentation der Welt und was daraus wurde

1999 kam eine junge Mitarbeiterin* der Firma ZIP2 zu uns. ZIP2 war das erste Unternehmen, das Elon Musk gemeinsam mit seinem Bruder Kimbal gegründet hatte.

Ich arbeitete damals im Vertrieb bei einem Tochterunternehmen von drei Zeitungsverlagen.

Die Dame klappte ihren Laptop auf, startete ein Video — und ließ es knapp fünf Minuten lang in einem durch laufen. Danach: "Haben Sie noch Fragen?"

Das war's.
Keine Navigation,
keine Reaktion auf den Raum, kein Gespräch.
Nur ein laufendes Video und eine Frage am Ende.

Aus diesem Moment entstand die Frage, die mich seitdem nicht losgelassen hat: Wie kann eine Präsentation so wenig mit dem Gesprächspartner zu tun haben? Und aus dieser Frage entstand die Idee, interaktive Präsentationen neu zu denken — und später viSales.

*) Ich war damals ein Jahr jünger als die Frau und wie es der Zufall wollte, sie kam von der Nachbarschule aus meinem Ort, Bad Oeynhausen. Aber das ist eine andere Geschichte...

Das Kernproblem: Die Präsentation führt das Gespräch, nicht der Vertriebler

Klassische Präsentations-Decks haben einen festen Folienpfad — von Folie 1 zu Folie 32, immer in derselben Reihenfolge, egal ob der Gesprächspartner ein Techniker, ein Einkäufer oder der Geschäftsführer ist. Der Vertriebler folgt dem Deck. Das Deck reagiert nicht auf den Kunden.

Der Einkäufer sitzt durch eine 20-minütige Techniktiefe, die ihn nicht interessiert. Der Techniker bekommt nie die Details, die er wirklich braucht. Der Geschäftsführer fragt am Ende: "Was kostet das und was bringt das uns?" — eine Frage, die das Deck nicht beantwortet hat.

Das ist keine Frage der Präsentationsfähigkeit. Das ist ein strukturelles Problem.

Reale Inhalte aus der Praxis: Eine 3D-Landkarte als Navigation, Fotos und Videos aus der Carl-Hamm-Präsentation unterstützen das Gespräch, ohne es zu dominieren.

→ Weitere Fallbeispiele: Interaktive Verkaufspräsentationen

Warum klassische Verkaufspräsentationen das Problem verstärken

PDFs und Standard-Decks haben drei strukturelle Schwächen im Vertrieb komplexer B2B-Produkte: Sie sind linear — jeder Kunde bekommt dieselbe Reihenfolge, unabhängig von Rolle, Wissensstand und Kaufphase. Sie sind statisch — ein Bild erklärt eine Maschine nicht vollständig, ein Video läuft ab, ohne auf Rückfragen zu reagieren. Und sie sind nicht skalierbar: Sobald sich ein Produkt ändert, muss das gesamte Deck überarbeitet werden. Das Ergebnis ist immer ein Kompromiss — zu viel Information für manche Stakeholder, zu wenig Tiefe für andere. Nach dem Gespräch erinnern sich die wenigsten an die entscheidenden Details.

→ Fallbeispiel Somfy im Detail

Was eine interaktive Vertriebspräsentation strukturell anders macht

Eine interaktive Vertriebspräsentation ist kein besseres Deck — sie ist ein anderes Werkzeug. Der Unterschied liegt in der Navigationslogik: Statt eines fixen Pfades gibt es eine modulare Struktur. Der Vertriebler wählt in Echtzeit, welche Tiefe er zeigt, welchen Bereich er öffnet, welche Variante er demonstriert. Techniker bekommen Techniktiefe, Einkäufer bekommen Zahlen, Management bekommt den Business Case — alles aus demselben System, ohne Umschnitt, ohne Neubau, ohne Vorbereitung auf jeden einzelnen Gesprächspartner.

Du willst wissen ob das für euren Vertrieb passt?

In 30 Minuten sortieren wir gemeinsam, ob und wo interaktive Präsentationen konkret etwas bringen — ohne Pitch, ohne Angebot. Carl Hamm und Somfy haben so angefangen.

Was bedeutet TTU — Time-to-Understanding?

TTU beschreibt die Zeit, die ein Stakeholder braucht, um ein komplexes Produkt wirklich zu verstehen — nicht nur zu hören, sondern mental zu durchdringen.

Je kürzer die TTU, desto früher entsteht Entscheidungsbereitschaft!

Proxy-Indikatoren für hohe TTU: viele Rückfragen nach dem Gespräch, häufige Zweitgespräche, späte Angebotsänderungen durch Missverständnisse.

Der messbare Effekt dieser Struktur ist die Verkürzung der Time-to-Understanding (TTU) — der Zeit bis zum echten Produktverständnis bei allen beteiligten Stakeholdern. Weniger Rückfragen im Nachgang, kürzere Entscheidungszyklen, stabilere Angebote — weil alle Beteiligten dasselbe gesehen und verstanden haben.

Praxisbeispiel: Wavin, ein langlebiges Präsentationssystem statt Einmal-Deck

Bei Wavin entstand eine interaktive Präsentation auf Basis eines digitalen Stadtmodells, die seit 2021 im Vertrieb eingesetzt und intern weiter gepflegt wird. Inhalte, Argumente und Szenarien sind so aufgebaut, dass sie über Jahre hinweg erweitert werden können — ohne das System neu aufzusetzen.

→ Fallbeispiel Wavin im Detail

Was das konkret für Maschinenbau und Industrie bedeutet

Interaktive Vertriebspräsentationen sind kein Luxus für Konzerne — sie sind ein struktureller Vorteil für jedes B2B-Unternehmen, das erklärungsintensive Produkte im Außendienst verkauft. Weniger Zweitgespräche, weil das Verständnis im ersten Termin erreicht wird. Weniger Angebotskorrekturen, weil alle Stakeholder dieselbe Präsentation gesehen haben. Ein Außendienst, der navigiert — statt präsentiert. viSales entwickelt interaktive Präsentationssysteme auf Basis von Microsoft PowerPoint — mit vorhandenem Material aus CAD-Daten, Produktfotos, bestehenden Folien und Videos. Bei Bedarf entstehen im Rahmen des Projekts zusätzliche Inhalte: Fotos, Videosequenzen oder 3D-Renderings.

Rausfinden ob eine interaktive Vertriebspräsentation für ihr Produkt passt?

In 30 Minuten sortieren wir gemeinsam, ob und wo interaktive Präsentationen im Vertrieb konkret etwas bringen — ohne Pitch, ohne Angebot. Kein Verkaufsdruck, eine ehrliche Einordnung. Somfy und Carl Hamm haben so angefangen.

Typische Entscheiderfragen

Was kostet eine interaktive Vertriebspräsentation?

Interaktive Präsentationssysteme bei viSales starten im niedrigen fünfstelligen Bereich. Der genaue Umfang hängt von der Anzahl der Produktlinien, dem Grad der Modularität und vorhandenem Material ab. In der Regel amortisiert sich das Investment innerhalb eines Jahres — allein durch kürzere Verkaufszyklen und stabilere Angebotsprozesse.

Wie lange dauert die Umsetzung?

Ein erstes funktionsfähiges System ist in 2–4 Wochen einsatzbereit, wenn Produktdaten vorliegen — Fotos, Videos, Texte, CAD-Modelle. Stehen bestimmte Inhalte nicht zur Verfügung, erstellt viSales diese bei Bedarf im Rahmen des Projekts: Produktfotos, Videosequenzen oder 3D-Renderings. So entstanden auch die Inhalte für Kunden wie Wavin, Somfy und Carl Hamm. Kein neues Tool für den Außendienst — das System läuft auf vorhandenen Geräten.

Funktioniert das auch in unserer Branche?

Interaktive Vertriebspräsentationen sind besonders wirksam bei erklärungsintensiven Produkten — überall dort, wo ein klassisches Deck die Komplexität nicht abbilden kann. Entscheidend ist nicht die Branche, sondern die Erklärungskomplexität des Produkts. Referenzen: Maschinenbau, Automatisierungstechnik, Gebäudetechnik, Messtechnik, Anlagenbau.

Was ist der Unterschied zu einem Erklärvideo?

Ein Erklärvideo läuft immer gleich ab — es reagiert nicht auf den Gesprächsverlauf. Eine interaktive Präsentation passt sich dem Kunden an: Techniker bekommen Tiefe, Einkäufer bekommen Zahlen, Management bekommt den Business Case. Kein Umschnitt, kein Neubau — nur Navigation im Gespräch. Erklärvideos lassen sich als einbettbare Elemente ergänzen.

Kann ich bestehende PowerPoint-Folien weiterverwenden?

Ja. Das interaktive System von viSales basiert auf Microsoft PowerPoint. Bestehende Folien, Grafiken und Designvorlagen fließen direkt ein. Was sich ändert: die Navigationslogik und die modulare Struktur. Der Außendienst arbeitet mit gewohnter Software — kein Schulungsaufwand für neue Tools.

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viSales GmbH – Agentur für 3D-Visualisierung, Augmented Reality & Digital Twin auf OpenUSD-Basis – Bochum, NRW · 44787