3D-Konfigurator im Vertrieb: Wie Maschinenbauer Verkaufszyklen um Wochen verkürzen

3D-Konfigurator im Vertrieb: Wie Maschinenbauer Verkaufszyklen um Wochen verkürzen
  • 3D-Konfiguratoren im B2B-Vertrieb reduzieren Rückfragen, weil Entscheider Produktvarianten selbst konfigurieren statt sie erklärt zu bekommen.
  • 80 Prozent der Nutzer aktivieren 3D-Ansichten, wenn sie angeboten werden. Zwei Drittel geben an, danach sicherer in ihrer Kaufentscheidung zu sein.
  • Ein Tablet-fähiger Konfigurator bringt das gesamte Sortiment in jeden Kundentermin, ohne dass eine einzige Variante physisch mitgebracht werden muss.

Wer in den 80ern aufgewachsen ist, kennt die Show-and-Tell-Szene: ein Ding mitbringen, erklären, staunen lassen. Im B2B-Vertrieb des Jahres 2026 funktioniert das noch genauso, nur dass das Ding manchmal 1,80 Meter groß ist und 18 Varianten hat.

Nicht nur Maschinenbauer kennen dieses Gespräch: Die Produkte sind komplex, die Varianten zahlreich, und der Musterkoffer fasst gerade mal drei von achtzehn Konfigurationen. Was ein 3D-Konfigurator in diesem Kontext leistet, ist keine Digitalisierungsmaßnahme. Es ist eine Veränderung der Gesprächsdynamik: weg vom Erklären, hin zum Erleben.

Ein Gespräch auf der Boot Düsseldorf im Januar 2026

Auf der Boot in Düsseldorf, Januar 2026, war ich eigentlich wegen eines Luxusyacht-Konfigurators dort. Ich habe bewusst auch die Zuliefererhallen mitgenommen...

Dabei traf ich auf einen Hersteller von Elektrobooten. Guter Stand, beeindruckende Modelle. Nur: Er hatte eine Variante dabei, das Flaggschiff.

Die sechs anderen Konfigurationen, andere Motorisierung, andere Rumpfgröße, andere Ausstattung, konnte er nur als Bilder auf dem Laptop zeigen. Klein. Wenig überzeugend.

Irgendwann sagte er sinngemäß: "Man wünscht sich etwas Handliches, das man auf einem Tablet oder großen Monitor direkt vor Ort zeigen kann. Nicht den ganzen Trailer mitschleppen."

Das ist der Ausgangspunkt für jeden Konfigurator, den wir bauen.

Der Musterkoffer und seine Grenzen

Wer im Außendienst arbeitet, kennt die Situation: Der Termin beim Kunden ist um 10. Das Produkt hat zwölf Farboptionen, vier Größenklassen und drei Antriebsvarianten. Was kommt mit? Die Standardausführung. Was fragt der Kunde? 'Gibt es das auch in ...?'

Ja, gibt es.
Aber leider nicht hier.

Dieser Moment kostet Zeit, nicht nur die des Gesprächs, sondern die des gesamten Verkaufszyklus. Nach dem Termin gibt es Rückfragen, neue Termine, Angebote die nachgebessert werden müssen, weil der Kunde erst beim dritten Gespräch verstanden hat, was er eigentlich will.

Ein 3D-Konfigurator verkürzt diesen Loop, indem der Kunde die richtige Variante bereits im ersten Gespräch selbst findet.

Was ein 3D-Konfigurator im Vertrieb anders macht

Ein Produktkonfigurator im B2B-Vertrieb ist kein Webshop-Feature, er ist ein Gesprächswerkzeug. Der Unterschied: Statt statischer Bilder sieht der Entscheider das Produkt in Echtzeit, dreht es, wechselt Varianten, sieht Dimensionen. Auf einem Tablet, auf einem großen Monitor im Showroom, oder direkt auf der Website.

Produktübersicht: USDconfig für B2B-Vertrieb

Rückfragen nach dem Termin nehmen ab, weil der Entscheider bereits die richtige Variante konfiguriert hat. Die Angebotserstellung wird schneller, weil es weniger Nachverhandlungen gibt. Neue Vertriebsmitarbeiter können das Produkt früher selbstständig präsentieren, weil der Konfigurator die Erklärungsarbeit übernimmt.

Zahlen aus der Praxis: Zwei Drittel der Nutzer geben an, nach einer 3D-Konfiguration sicherer in ihrer Kaufentscheidung zu sein. 80 Prozent aktivieren 3D-Ansichten, wenn sie angeboten werden.

Drei Szenarien, die sofort greifen

Messe: Nicht jede Variante kann aufgebaut werden. Ein Konfigurator auf einem großen Touchscreen zeigt das gesamte Sortiment, ohne Logistikaufwand. Der Stand wirkt vollständiger als er physisch ist.

Außendienst: Das Tablet ersetzt den Musterkoffer nicht, aber es ergänzt ihn. Wenn der Kunde fragt 'gibt es das auch in Größe L?', ist die Antwort kein Versprechen, sondern ein Klick.

Website: Wer auf der Suche nach einem spezifischen Produkt auf eine Website kommt, verbringt mehr Zeit dort, wenn er etwas konfigurieren kann. Das erhöht die Verweildauer und die Qualifikationsrate eingehender Anfragen.

RENZ: Möbelkonfiguration auf jedem Gerät, überall

RENZ nutzt einen viSales-Konfigurator für geräteübergreifende Produktkonfiguration. Besucher konfigurieren direkt im Browser, auf Desktop und Tablet gleichermaßen.

Zusätzlich ist AR-Zubehör für den Vor-Ort-Einsatz integriert, damit Außendienstler und Kunden das Produkt gemeinsam in der echten Umgebung platzieren können.

Das Ergebnis: Weniger Rückfragen, mehr Entscheidungssicherheit beim Kunden vor dem ersten Angebot.

Fallbeispiel RENZ: Verkauf beginnt mit Erleben

Sie möchten wissen, ob ein Konfigurator fürs Produkt passt?

Meistens ist der Einstieg kleiner als erwartet, und der erste Konfigurator zeigt schnell, wo er den größten Unterschied macht: RENZ & Somfy haben so angefangen.

Was das für Maschinenbau und Industrie konkret bedeutet

Viele Konfiguratoren enden beim Bild-Tausch. Die Farbe ändert sich, das Bild wechselt. Das funktioniert für einfache Konsumprodukte. Für Maschinenbau, Antriebstechnik oder komplexe Systemprodukte reicht das nicht.

Live-Demo: Hier direkt ausprobieren

Das viSales-Produkt dafür heißt USDconfig: ein modulares Web-Framework für 3D-Produktkonfiguratoren auf Basis von OpenUSD & USDZ. Der entscheidende Unterschied zu anderen Lösungen: USDconfig trennt strukturelle Varianten (Geometrieänderungen) von materiellen Varianten (Farben, Texturen). Keine kombinatorische Explosion, keine 400 Einzeldateien pro Produkt. Läuft im Browser, auf iPad und iPhone ohne App, auf Apple Vision Pro, und offline auf Messen und im Außendienst.

USDconfig: Der viSales 3D-Konfigurator

Aufgabenstellung bei einem großen Kunden: Komplexe Produktvariantenregelwerke & SAP-Export

Die CAD-Daten und Varianteninformationen liegen in SAP. Es gibt zwar eine Exportfunktion, doch dann haben wir nur die 3D-Daten der Varianten. Was fehlt sind zum Beispiel Oberflächen-(Material-)beschreibungen, damit wir für eine Produktabbildung so einfache Dinge wie 'gibt es in Schwarz und Blau' auch darstellen können.

Schnell können so bei sagen wir 40 Produkten in 10 Varianten mit komplexem Variantenregelwerk mit Abhängigkeiten und Subvarianten und dann noch einfachen Farbversionen ein paar tausend 'theoretische' 3D-Dateien entstehen.

Aber da wir an der Stelle auf OpenUSD setzen, reduziert sich das wieder schnell auf vielleicht 40 bis 80 Dateien.

Referenzen: RENZ (Möbelkonfiguration geräteübergreifend), LAKAL (Sonnenbeschattung am virtuellen Musterhaus), Somfy (Smart-Home-Szenarien als interaktives Nutzungserlebnis):

Produktkonfiguratoren von viSales: Referenzprojekte

Noch zu viele Varianten im Koffer?

Wir schauen gemeinsam, welcher Teil des Sortiments als erstes konfigurierbar gemacht werden sollte. Das Gespräch dauert 30 Minuten.

Typische Entscheiderfragen

Was kostet ein 3D-Konfigurator im Vertrieb?

Die Spanne hängt vom Produkt und der Variantentiefe ab. Ein erster Konfigurator für ein klar definiertes Produkt mit drei bis fünf Varianten ist deutlich günstiger als eine vollständige Sortimentslösung.

Einstiegsprojekte bei viSales sind für mittelständische Unternehmen kalkulierbar. Ein Einordnungsgespräch zeigt schnell, welcher Scope für den konkreten Fall sinnvoll ist.

Produktkonfigurator

Brauchen wir eigene 3D-Modelle oder reichen CAD-Daten?

CAD-Daten reichen in den meisten Fällen aus. viSales nutzt bestehende Konstruktionsdaten als Ausgangsbasis und optimiert sie für den Einsatz im Konfigurator. Es müssen keine neuen 3D-Modelle von Grund auf erstellt werden. Das spart Zeit und reduziert den Aufwand auf Kundenseite erheblich.

Mit diesen 3D-Daten erzeugen wir auf Wunsch auch Renderings, Animationsvideos oder setzen ganze Produktkonfiguratoren für AR & VR um.

Funktioniert der Konfigurator auch ohne App auf dem Tablet des Außendienstlers?

Ja. viSales-Konfiguratoren auf Basis von WebAR und AR Quick Look laufen direkt im Browser, auf iPhone, iPad und anderen Geräten, ohne App-Installation.

Kein Update-Zwang,
keine App-Store-Abhängigkeit,
keine Hürde für den Kunden beim Termin.

Wie lange dauert die Umsetzung von Konzept bis zum ersten Einsatz?

Ein fokussiertes Einstiegsprojekt mit einem Produkt und definierten Varianten ist in der Regel in vier bis acht Wochen einsatzbereit.

Der größte Zeitfaktor ist meistens die Bereitstellung und Aufbereitung der Ausgangsdaten, nicht die technische Umsetzung.

Lässt sich der Konfigurator auch direkt in unsere Website einbinden?

Ja, das ist einer der häufigsten Einsatzfälle: Der Konfigurator wird als einbettbares Element geliefert, das sich in bestehende Webauftritte integrieren lässt, ohne dass die gesamte Website neu gebaut werden muss.

Auf der Website hilft er bei der Variantenauswahl und erhöht die Verweildauer qualifizierter Besucher.

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By Gerhard Schröder

viSales GmbH – Agentur für 3D-Visualisierung, Augmented Reality & Digital Twin auf OpenUSD-Basis – Bochum, NRW · 44787