Was wir Lippenlesen nennen, ist in Wahrheit ein neues Interface

Was wir Lippenlesen nennen, ist in Wahrheit ein neues Interface

Apple kauft ein Startup für "lautloses Sprechen" und viele lesen das als KI-News.

Ich halte das für einen Interface-Moment: Stell dir ein Verkaufsgespräch vor, bei dem du Präsentationen steuerst, ohne dass dein Gegenüber hört, wie du steuerst. Oder einen B2B-Call im Zug, ohne dass der Sitznachbar jedes Stichwort mitnimmt.

Privacy matters!

Und Apple löst das nicht mit „mehr Cloud“, sondern mit einer bekannten Kombination: Hardware + On-Device-KI + Ökosystem. Foundation statt Server. Kopfhörer statt Tastatur.

Das wird vermutlich erst belächelt.
So wie Touchscreens.
So wie die ersten AirPods. Damals: Klobürstenohrwitze...

Die eigentliche Frage ist für mich aber nicht: „Ist lautloses Sprechen die bessere Sprachsteuerung?“ Sondern: Was passiert, wenn niemand mehr hören kann, ob du gerade mit einem Menschen sprichst – oder mit einer Maschine?

Vielleicht ist Lippenlesen weniger das Feature.
Und mehr das Ende der Sprache/-eingabe als öffentliche Geste?

Weitere Impulse.

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