Produktkommunikation, die weit über ein einzelnes Video hinausging
Kunde: Wavin GmbH
Wavin entwickelt Lösungen für Wasser- und Abwassermanagement, die technisch anspruchsvoll sind – und oft dort stattfinden, wo man sie nicht sieht: im Erdreich. Genau darin lag die Herausforderung dieses Projekts. Wie lässt sich eine Regenrückhaltelösung so erklären, dass Nutzen, Funktionsweise und Einbau gleichermaßen verständlich werden – für unterschiedliche Zielgruppen und über Ländergrenzen hinweg?
Ausgangslage
Ziel des Projekts war eine klare Produktkommunikation für eine neue Regenrückhaltelösung. Neben klassischen Videoformaten sollten Inhalte entstehen, die langfristig nutzbar sind: für Marketing, Vertrieb, Website, Social Media und spätere Kampagnen. Früh war klar: Ein einzelnes Video würde diesem Anspruch nicht gerecht.
Die Herausforderung
Der Einbau der Produkte erfolgt im Erdreich – visuell wenig dankbar, erklärungsbedürftig und schwer zugänglich. Gleichzeitig sollten mehrere Zielgruppen angesprochen werden: von technischen Entscheidern bis hin zu Marketing- und Kommunikationsabteilungen. Hinzu kam der Wunsch nach international einsetzbarem Content, ohne jedes Land neu produzieren zu müssen.
Die Lösung: ein Drehtag, viele Formate
viSales entwickelte und setzte ein Content-Paket um, das an nur einem Drehtag entstand – mit maximaler inhaltlicher Ausbeute:
- vier Videos mit einer Länge von jeweils 1,5 bis 4 Minuten
- ein umfangreiches Fotoshooting
- ergänzende 3D-Renderings
- mehrere 360°-Formate, darunter ein stereoskopisches VR-Video
Vor Ort arbeiteten vier Personen von viSales: ein Fotograf und drei Kameraleute. Auf Kundenseite waren Marketing, Produktmanagement sowie eine Projektverantwortliche vor Ort eng eingebunden. Der Drehtag war bewusst so geplant, dass alle Formate miteinander verzahnt produziert werden konnten.
BILDER
Vier Videos – vier Einsatzzwecke
Jedes der vier Videos wurde für eine eigene Zielgruppe und Nutzung konzipiert: von erklärenden Produktfilmen bis zu aufmerksamkeitsstarken Kommunikationsformaten. Ergänzt wurden sie durch Fotos für Website, Social Media und Print. Der Kunde erhielt damit kein Einzelprodukt, sondern ein flexibel einsetzbares Medienpaket.
Das 360°-Video als Innovationskern
Besonders hervorzuheben ist das 360°-Video. Es entstand früh im Zeitalter von 360°-Formaten und kombinierte zwei damals ungewöhnliche Elemente:
- 360°-Realfilm als Zeitraffer, aufgenommen auf der Baustelle
- eine erzählende 3D-Animation, die die Story und Funktionsweise des Produkts transportierte
Der Realfilm lieferte Authentizität und Kontext, die Animation machte das Unsichtbare sichtbar. Für den visuellen Stil setzte viSales bewusst auf handgezeichnete Texturen, um sich klar von klassischen technischen Renderings abzuheben. Zusätzlich wurde ein stereoskopisches 360°-VR-Video produziert, das das Projekt auch für immersive Anwendungen öffnete.
Der Nutzen für den Kunden
Der Mehrwert dieses Ansatzes zeigte sich nicht nur unmittelbar, sondern vor allem im Nachgang:
- Maximale Content-Ausbeute aus einem einzigen Drehtag
- Langfristige Wiederverwendbarkeit der Inhalte
- Skalierbarkeit für unterschiedliche Länder und Märkte
- Konsistentes visuelles Storytelling über alle Kanäle hinweg
Was ursprünglich als nationales Projekt gedacht war, entwickelte sich weiter: Nachdem andere Landesgesellschaften die Ergebnisse sahen, wurde insbesondere das 360°-Video Bestandteil einer pan-europäischen Kampagne. Einzelne Content-Bausteine wurden international adaptiert und über Jahre hinweg eingesetzt – bis hin zur Verwendung als Titelbilder in Fachzeitschriften weltweit.
Ergebnis
Aus einer Produktkommunikation wurde ein nachhaltiges Medien-Setup. Wavin verfügte nicht nur über erklärende Videos, sondern über ein modulares System aus Bewegtbild, 360°-Formaten, Fotos und Renderings, das sich immer wieder neu einsetzen ließ – ohne jedes Mal bei null zu beginnen.
→ Kunden-Seite zu Q-Bic-Plus mit dem Fallbeispiel Wolfsburg
Einordnung
Das Projekt zeigt exemplarisch, welchen Unterschied es macht, Content von Beginn an als System zu denken. Nicht das einzelne Video stand im Mittelpunkt, sondern die Frage: Was braucht der Kunde heute – und was noch in zwei, drei oder fünf Jahren?
Gerade bei erklärungsbedürftigen Produkten entsteht so ein nachhaltiger Vorteil: Inhalte wachsen mit, statt zu veralten.