Interaktive Verkaufspräsentation mit digitaler Musterstadt für den B2B-Vertrieb

Kunde: Wavin GmbH

Ausgangssituation

Wavin GmbH ist ein international tätiger Anbieter von Lösungen für die Bau- und Gebäudeinfrastruktur. Im Vertrieb existierten zahlreiche Einzeldateien mit unterschiedlichen Layouts und Qualitätsniveaus.

Präsentationen wurden von Vertriebsmitarbeitern individuell angepasst, wodurch Struktur und Konsistenz verloren gingen. Ein zentrales, dauerhaft nutzbares Vertriebswerkzeug fehlte.

Zielsetzung

Ziel war es, ein einheitliches Präsentationssystem für den Vertrieb zu schaffen.
Alle Produkte sollten im jeweiligen Gebäudekontext verständlich und strukturiert dargestellt werden.

Die Lösung sollte über mehrere Jahre nutzbar sein und den Vertrieb in Gesprächen aktiv führen. Besonderer Fokus lag auf Struktur und Storytelling.

Herausforderung

Die Produkte von Wavin liegen größtenteils hinter der Wand und sind visuell schwer vermittelbar. Gleichzeitig musste eine große Menge an Informationen übersichtlich aufbereitet werden.

Die Idee einer "digitalen Musterstadt" brachte hohe Datenmengen und viele Gewerke zusammen. Ein einzelnes Video oder eine klassische Website hätte diese Komplexität nicht abbilden können.

Lösungsansatz

Zentrales Element wurde eine interaktive PowerPoint-Präsentation als eigenständiges Vertriebstool. PowerPoint wurde bewusst gewählt, da es im Vertrieb etabliert ist und ohne Schulung genutzt werden kann.

Kernidee war es, den Produktnutzen im Gebäudekontext sichtbar zu machen.
Die digitale Musterstadt diente dabei als visuelle und inhaltliche Klammer.

Umsetzung

Umgesetzt wurde eine digitale Musterstadt mit drei Stadtteilen: Wohnen, Arbeiten und Industrie. Rund 80 Renderings bildeten die Gebäude und Anwendungsszenarien ab.

Die interaktive Präsentation umfasste über 350 Folien und war klar geführt aufgebaut. Bestehende Video- und Bildinhalte wurden integriert und kontextualisiert.

Erweiterung und Skalierung

Elemente der Präsentation wurden später auch in weiteren europäischen Märkten genutzt. Die zugrunde liegenden 3D-Daten dienten als Basis für zusätzliche Anwendungen und Medien.

Die Präsentation war zunächst temporär geplant, bewährte sich jedoch im Alltag. Ein strukturelles Upgrade ist für 2026 vorgesehen.

Im Rahmen der langfristigen Zusammenarbeit entstanden vor und nach dem Präsentationsprojekt weitere visuelle Inhalte. Dazu zählen Foto- und Videoproduktionen auf Baustellen, 360-Grad-Videos sowie die visuelle Erfassung komplexer Einbausituationen. Mehr zu dem 360-Grad-Video-Projekt: Produktkommunikation, die weit über ein einzelnes Video hinausging.

Diese Inhalte dienten nicht als Einzelmaßnahmen, sondern als Basis für Präsentationen, interne Kommunikation und spätere Erweiterungen. Sie ergänzen das Präsentationssystem und sichern dessen langfristige Aktualisierbarkeit.

Ergebnis

Die Präsentation wird bis heute aktiv im Vertrieb eingesetzt. Sie half, Inhalte zu bündeln, Qualitätsstandards zu sichern und Gespräche klar zu strukturieren. Der Vertrieb erhielt ein Werkzeug, das langfristig einsetzbar und intern pflegbar ist. Die Akzeptanz auf Kundenseite war entsprechend hoch.

Fazit

Der Case zeigt, wie eine interaktive PowerPoint komplexe Industrieprodukte vermittelbar macht. Die digitale Musterstadt schafft Struktur und Kontext für erklärungsbedürftige Lösungen.

Durch die Wahl eines vertrauten Trägermediums gelingt die Einführung ohne Reibungsverluste. Der Ansatz ist direkt auf andere B2B-Vertriebsorganisationen übertragbar.