VR180- & 360°-Videos
Auf einen Blick
VR180- und 360°-Videos ermöglichen räumliche Einblicke in reale Orte, Anlagen und Prozesse – besonders dann, wenn Vor-Ort-Termine nicht möglich oder nicht sinnvoll sind. Sie helfen, Zusammenhänge verständlich zu machen, Orientierung zu geben und Fragen im Gespräch konkret zu beantworten. Nicht als technisches Gimmick, sondern als visuelles Werkzeug im Vertrieb. Die gezeigten Beispiele sind so aufbereitet, dass sie im Alltag eingesetzt werden können: in Präsentationen, Angeboten oder digitalen Gesprächen.
Auf dieser Seite zeigen wir ausgewählte Beispiele auf dem Bereich VR-Videos, die wir mit unserem eignen Kamerateam in den vergangenen zehn Jahren für unterschiedliche Kunden umgesetzt haben.
Evonik – Chemische Industrie
360°-Video zur kompakten Darstellung komplexer Anlagen und Produktionsumgebungen. Für Evonik entstanden mehrere 360°-Videos, die komplexe Industrieumgebungen räumlich zugänglich machen. Die Inhalte wurden unter anderem im Rahmen einer weltweiten Messereihe, in Vorträgen, im Vertrieb und auf Veranstaltungen eingesetzt.
Weitere Informationen zu diesen Videos unter Virtuelle Rundgänge.
K+S (Kali + Salz) – Bergbau
Die hier verlinkte K+S-Fallstudie beschreibt eines der frühen 360°-VR-Projekte von viSales. Teile der Umsetzung und das begleitende Vortragsvideo entstanden noch unter dem früheren Agenturnamen „Kreative KommunikationsKonzepte GmbH“. Ansatz, Team und Systemlogik entsprechen der heutigen Arbeitsweise von viSales.
→ Wie ein VR-Video zum langfristigen System für Recruiting, Marketing und Vertrieb wurde.
igus – Industrie / Kunststofftechnik
Interaktiver VR-Videorundgang für Messebesucher: Für igus entstand ein interaktiver VR-Rundgang durch eine Prüfeinrichtung mit über 50 miteinander verbundenen Szenen. Messebesucher können mit einer VR-Brille in wenigen Minuten zentrale Prüfprozesse und Qualitätsstandards immersiv erleben – ohne Führung, ohne Erklärung, aber mit räumlichem Verständnis.
→ Fallbeispiel igus von der SPS 2023 als Video, ca. 3:30 Minuten.
Wavin – Bau & Infrastruktur
Fallbeispiel Wavin: Wie aus einem 360°-Video ein ganzes Medien- und Präsentationssystem entstand. Das Projekt zeigt, wie sich erklärungsbedürftige Produkte mithilfe von 360°-Formaten sichtbar machen lassen – nicht als Einzelmaßnahme, sondern als langfristig nutzbares System für Marketing, Vertrieb und internationale Kommunikation.
→ Produktkommunikation, die weit über ein einzelnes Video hinausging
Weitere Version als 3D-360-Video (Stereo-Video):
Hamm – Industrie / Gelände & Werk
VR180 als immersive Videoform für erklärungsbedürftige Produkte. Das Projekt zeigt, wie sich immersive Videos auch jenseits klassischer 360°-Rundgänge einsetzen lassen: mit klarer Blickführung, reduzierter Komplexität und einem starken Fokus auf das Wesentliche.
→ Fallbeispiel Carl Hamm: VR-Video für Industriekunden
Warum VR180 & 360°-Video sinnvoll sein kann
VR180- und 360°-Videos sind dann hilfreich, wenn räumliche Zusammenhänge eine Rolle spielen. Sie ermöglichen Einblicke in Orte, Anlagen oder Abläufe, die sich mit klassischen Bildern oder Texten nur schwer vermitteln lassen. Gerade im Vertrieb helfen sie dabei, Nähe herzustellen, Orientierung zu geben und ein gemeinsames Verständnis zu schaffen – auch dann, wenn ein Vor-Ort-Termin nicht möglich ist.
Der Mehrwert entsteht nicht durch Immersion um ihrer selbst willen, sondern durch Kontext. VR180 und 360° machen sichtbar, wie etwas aussieht, wo es stattfindet und wie es zusammenhängt. Das unterstützt Gespräche, ersetzt sie aber nicht.
Was VR180 / 360° ist
VR180- und 360°-Videos zeigen (reale) Umgebungen aus einer festen, vorab aufgezeichneten Perspektive. Sie ermöglichen räumliche Orientierung und vermitteln Kontext: Wie sieht ein Ort aus, wo befinden sich relevante Elemente und wie hängen sie zusammen. Der Fokus liegt dabei nicht auf Interaktion, sondern auf Verständnis.
Im Vertrieb werden diese Formate eingesetzt, wenn klassische Bilder oder Videos nicht ausreichen, um räumliche Zusammenhänge zu erklären. Sie eignen sich für Präsentationen, Gespräche und Messen – sowohl am Bildschirm als auch auf großen Displays. Eine VR-Brille kann den Eindruck verstärken, ist aber keine Voraussetzung für den Einsatz.
Ein Beispiel dafür ist das obige Projekt für Wavin. Dort wurden Realfilmaufnahmen mit 3D-Animationen kombiniert, um technische Systeme räumlich verständlich darzustellen. Die Inhalte wurden auf Messen stereoskopisch auf Monitoren gezeigt und vermittelten so einen VR-ähnlichen Eindruck – bewusst geführt, ohne freie Navigation und ohne Headset. Genau darin liegt die Stärke von VR180- und 360°-Videos: Sie schaffen Nähe und Orientierung, ohne Komplexität zu erzeugen.
Wann VR180 / 360° sinnvoll ist – und wann nicht
VR180- und 360°-Videos sind besonders dann sinnvoll, wenn räumliche Zusammenhänge eine Rolle spielen. Immer dort, wo Orte, Anlagen, Wege oder Prozesse erklärt werden müssen, schaffen sie Orientierung und ein gemeinsames Verständnis. Sie sind hilfreich, wenn Vor-Ort-Termine nicht möglich, zu aufwendig oder zu früh im Prozess wären – und wenn Bilder mehr leisten müssen als nur zu zeigen, dass etwas existiert.
Weniger sinnvoll sind diese Formate bei rein abstrakten Themen oder dort, wo Inhalte vollständig über Texte, Grafiken oder klassische Videos vermittelt werden können. VR180 und 360° sind kein Ersatz für ein Gespräch und auch kein Format, um Aufmerksamkeit um ihrer selbst willen zu erzeugen.
Der Mehrwert entsteht dann, wenn räumliche Darstellung eine konkrete Aufgabe erfüllt: eine Frage klären, einen Ort nachvollziehbar machen oder eine Entscheidung absichern. Ohne diesen Zweck bleiben auch räumliche Videos wirkungslos – unabhängig von Qualität oder technischem Aufwand.
Begriffeinordnung: VR180, 360°, Spatial- & Immersive Video
Im Umfeld räumlicher Videoinhalte werden unterschiedliche Begriffe verwendet, die nicht dasselbe meinen. VR180 und 360° beschreiben zunächst Aufnahmeformate: 360° deckt das komplette Blickfeld ab, VR180 einen halbkugelartigen Raum nach vorne. Beide Formate liefern räumliche Orientierung aus einer festen, vorab aufgezeichneten Perspektive und sind keine interaktiven 3D-Welten.
Immersive Video (und Foto) ist die von Apple geprägte Bezeichnung für besonders hochwertige 180-Grad-Videos. Inhaltlich entspricht es dem VR180-Ansatz, wird jedoch in deutlich höherer Qualität umgesetzt und ist für die Wiedergabe auf Geräten wie der Apple Vision Pro optimiert. Solche Formate haben wir bereits in Projekten eingesetzt – etwa bei Carl Hamm – und sie laufen auch auf der Vision Pro ohne Anpassungen.
Spatial Video (und Foto) bezeichnet hingegen ein eigenes Videoformat von Apple. Dabei blickt man nicht in einen Rundumraum, sondern in eine Art schwebenden Rahmen, in dem ein dreidimensionales Video abgespielt wird. Dieses Format lässt sich bereits mit aktuellen iPhones aufnehmen – in reduzierter Qualität – und gewinnt seine Wirkung vor allem durch die räumliche Tiefe innerhalb dieses klar begrenzten Sichtfensters.
Diese Begriffe beschreiben unterschiedliche Formen räumlicher Darstellung, keine getrennten Produktkategorien. Entscheidend ist weniger der Name als der Einsatzkontext. Eine ausführliche Einordnung der Formate – inklusive Beispielen und eines erklärenden Videos – findet sich im Ratgeber:
→ Was ist Spatial Video, VR180, 3D-Foto & volumetrisches Video?
Mehr als VR-Video: Räumliche Erfassung für weiterführende Nutzung
Bei Projekten mit VR- und 360°-Video denken wir die Erfassung häufig über das Bewegtbild hinaus. Je nach Anforderung können ergänzend räumliche 3D-Daten entstehen, die sich später für AR-Anwendungen, Präsentationen oder andere räumliche Formate weiterverwenden lassen. So wird aus einem spezialisierten Videoformat eine belastbare visuelle Grundlage für weitere Einsätze.
→ Was ist Photogrammetrie? (ca. 3 Min.)
→ Projektbeispiel mit räumlicher Erfassung & AR (ca. 2 Min.)
Weiterführend: VR- & 360°-Videos in der Praxis
In diesem Vortrag zeige ich anhand konkreter Projekte – unter anderem für Evonik und K+S – wie VR- und 360°-Videos eingesetzt werden, um komplexe Anlagen und Umgebungen verständlich zu vermitteln. Der Fokus liegt nicht auf Technologie, sondern auf Inhalten, Einsatzkontexten und Erfahrungen aus der Praxis. Der Vortrag ist älter, die gezeigten Projekte und Erkenntnisse sind weiterhin relevant.
→ EVONIK & K+S: 360-Grad-Video für Messen, zwei Fallbeispiele (ca. 8:30 Min.)
Typische Fragen aus Marketing & Vertrieb
Braucht man für VR180- oder 360°-Videos zwingend eine VR-Brille?
Nein. Die Inhalte lassen sich auch am Bildschirm, in Präsentationen oder in Videocalls einsetzen. Eine VR-Brille kann den Eindruck verstärken, ist aber keine Voraussetzung.
Wie werden VR180- und 360°-Videos im Vertrieb konkret genutzt?
Häufig als Ergänzung im Gespräch, in Präsentationen, Angeboten oder im Follow-up. Sie helfen dabei, Orte oder Anlagen verständlich zu zeigen, wenn ein Vor-Ort-Termin nicht möglich oder sinnvoll ist.
Eignen sich diese Formate auch für Messen oder große Displays?
Ja. Gerade dort werden VR180- und 360°-Videos oft bewusst ohne Ton und mit geführter Perspektive eingesetzt, um Orientierung zu geben und Interesse zu wecken.
Wie aufwendig ist die Umsetzung auf Kundenseite?
Der Aufwand lässt sich gut steuern. In vielen Projekten entstehen Konzeption und Ablauf auf Basis vorhandener Informationen wie Plänen, Websites oder Unterlagen.
Lassen sich VR180- oder 360°-Videos später erweitern oder anpassen?
Ja. Bestehendes Material kann weiterverwendet, neu geschnitten oder mit zusätzlichen Ebenen ergänzt werden – abhängig vom Einsatzzweck.
Sind VR180- und 360°-Videos ein eigenständiges Produkt?
Ja, das kann der Fall sein. Es gibt Projekte, bei denen ein einzelnes VR180- oder 360°-Video im Mittelpunkt steht. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass diese Formate ihre größte Wirkung oft im Zusammenspiel mit weiteren visuellen Bausteinen entfalten – etwa in Präsentationen, Gesprächen oder ergänzenden Medien.
Wie es weitergehen kann
Wenn unsere Arbeitsweise zu eurer Fragestellung passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort ein Projekt sein – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen.
Ins Gespräch kommen
Wenn du prüfen möchtest, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, sprechen wir darüber in Ruhe. Ohne Pitch, bei einer Tasse Tee oder Kaffee.