Virtuelle Rundgänge
Auf einen Blick
Virtuelle Rundgänge werden dort relevant, wo reale Orte, Anlagen oder Prozesse nicht spontan besucht werden können – oder wo Entscheidungen vorbereitet werden müssen, bevor ein Vor-Ort-Termin möglich ist. Sie schaffen eine gemeinsame visuelle Grundlage für Gespräche im Vertrieb, in der Planung und in der Abstimmung mit Kunden und internen Teams.
Virtuelle Rundgänge machen Anlagen, Räume und komplexe Umgebungen sofort zugänglich – unabhängig von Ort und Termin. Das spart Zeit im Vertrieb, reduziert Reise- und Präsentationskosten und ermöglicht schnellere, klarere Entscheidungen ohne zusätzliche Abstimmungsrunden.
In der Praxis entscheiden nicht Format oder Technologie über den Erfolg eines virtuellen Rundgangs, sondern die konkrete Nutzungssituation.
Zeitlich knappe Termine, unterschiedliche Wissensstände und wechselnde Gesprächsziele erfordern Formate, die sich flexibel anpassen lassen – und so Zeit im Vertrieb sparen, Abstimmungen verkürzen und Erklärungen beschleunigen.
Wozu virtuelle Rundgänge im Vertrieb eingesetzt werden
Virtuelle Rundgänge entfalten ihren Wert überall dort, wo reale Orte, Anlagen oder Prozesse nicht spontan besucht werden können – oder wo dafür schlicht keine Zeit bleibt.
Im Vertrieb führen sie dazu, dass Gespräche nicht bei Null beginnen.
Interessenten sehen früh, worüber gesprochen wird, und können ihre Fragen konkreter formulieren. Das erhöht die Qualität der Gespräche und die Erfolgsquote bei der Neukundengewinnung.
Gleichzeitig verkürzen sich Entscheidungsprozesse: Wenn weniger Grundsatzfragen geklärt werden müssen, sinkt die Zeit zwischen Erstanfrage und Abschluss – nicht durch Druck, sondern durch besseres Verständnis.
Ein weiterer Effekt zeigt sich bei Bestandskunden: Virtuelle Rundgänge werden intern weitergegeben oder an andere Standorte empfohlen und dienen als gemeinsame visuelle Referenz – auch dann, wenn der ursprüngliche Ansprechpartner nicht mehr beteiligt ist.
Besonders wertvoll ist der Einsatz in zeitlich engen Situationen:
Entfernte Anlagen oder Standorte lassen sich situativ ins Gespräch holen – sei es in einem einstündigen Remote-Termin oder in wenigen Minuten eines persönlichen Gesprächs auf der Messe oder beim Kunden vor Ort.
So wird der virtuelle Rundgang vom Präsentationsmittel zum aktiven Bestandteil des Vertriebsgesprächs.
Je nach Situation: Interaktiv vs. Linear (geführt)
In unseren Projekten entstehen virtuelle Rundgänge in der Regel zweistufig: ein interaktiver Rundgang zur freien Erkundung – und darauf aufbauend eine gezielte, lineare Guided Tour.
Dieses Vorgehen hat sich besonders in Vertriebssituationen bewährt. Während interaktive Rundgänge Raum für Vertiefung lassen, sind geführte Rundgänge ideal für zeitlich knappe Termine, etwa auf Messen oder in Präsentationen mit klarer Agenda.
Statt „lost in VR“ führen Guided Tours gezielt durch genau die Stationen, die für das jeweilige Gespräch relevant sind – und unterstützen so Orientierung, Fokus und Entscheidung.
Technisch setzen wir zwei Wege um: Webbasierte 360°-Rundgänge, die ohne zusätzliche Hardware im Browser funktionieren und sich für erste Orientierung, Showrooms oder Remote-Gespräche eignen, sowie VR-gestützte Rundgänge, die Räume und Umgebungen immersiv erlebbar machen – etwa für Messeformate, Trainings oder komplexe Präsentationen.
Welche Form zum Einsatz kommt, entscheidet nicht die Technologie, sondern die konkrete Gesprächs- und Entscheidungssituation.
Warum virtuelle Rundgänge bei viSales anders gedacht sind
Viele virtuelle Rundgänge entstehen als abgeschlossene Einzelprodukte: einmal erstellt, einmal gezeigt. Bei viSales werden virtuelle Rundgänge von Anfang an als Teil einer Marketing- und Vertriebslogik konzipiert.
Im Fokus steht nicht die visuelle Darstellung an sich, sondern die Frage, wie Inhalte in unterschiedlichen Gesprächs- und Entscheidungssituationen genutzt werden – heute im Erstkontakt, morgen in der Angebotsphase, später intern beim Kunden oder auf der Messe.
Deshalb entwickeln wir keine isolierten 360°-Erlebnisse, sondern flexible Kommunikations-Assets, die sich wiederverwenden, kombinieren und weiterdenken lassen. Beratung und Einordnung sind dabei kein Zusatz, sondern Voraussetzung.
Für Marketing bedeutet das:
Inhalte mit klarer Funktion.
Weniger Erklärungsaufwand.
Und virtuelle Rundgänge, die nicht nur gezeigt werden – sondern Wirkung entfalten.
Interaktive Rundgänge
EVONIK: Virtuelle Rundgänge für Messe, Vertrieb und Öffentlichkeit
Für EVONIK haben wir zwei virtuelle Rundgänge als 360°-Videoprojekte umgesetzt: eine hochkomplexe Roboter-Prüfanlage am Standort Essen sowie ein Prüflabor in Süddeutschland. Beide Anlagen sind aus Sicherheits- und Zugangsgründen nicht öffentlich zugänglich und hätten sich zudem nicht real auf einem Messestand abbilden lassen.
Lineare Videofassung: Dynasylan® SIVO 140 (5 Min.)
Die Inhalte wurden zunächst als interaktive Rundgänge für den Einsatz auf Messen produziert. Neben einer stationären VR-Installation kamen von Beginn an mobile VR-Vertriebskoffer mit VR-Brillen und Vorschaumonitor zum Einsatz, sodass Vertriebsmitarbeiter die Sicht der Besucher begleiten und das Gespräch aktiv führen konnten. An zentralen Stellen wurde der Ton bewusst reduziert, um Dialoge während der Nutzung zu ermöglichen.
Virtuelle Rundgänge machten reale Anlagen erlebbar, ohne sie physisch zeigen zu müssen.
Auf Basis der Messeerfahrungen entstanden zusätzlich geführte, lineare Versionen der Rundgänge mit klarer Dramaturgie und reduzierter Laufzeit. Diese Form erwies sich besonders für zeitlich begrenzte Präsentationen als wirksam. Später wurden die Inhalte auch als öffentlich zugängliche Videos auf YouTube aufbereitet, um die Anlagen unabhängig von Messebesuchen zugänglich zu machen.
Der große Erfolg der Rundgänge führte dazu, dass sie nicht nur in Deutschland, sondern auch auf internationalen Messen – unter anderem in Shanghai und den USA – eingesetzt und über mehrere Jahre hinweg wiederverwendet wurden.
→ Lineare Videofassung: Dynasylan® SIVO 140 (5 Min.)
→ Lineare Videofassung: High Throughput Equipment (5 Min.)
→ Vortragsvideo: EVONIK & K+S: 360-Grad-Video für Messen (8:30 Min.)
igus: Interaktiver Rundgang für Qualitätssicherung & Vertrieb
Für igus haben wir einen umfangreichen interaktiven Rundgang durch einen Fabrikbereich umgesetzt, der die Qualitätsprüfung und das Testen von Robotik-Bauteilen (Energieketten) zeigt. Ziel war es, komplexe Prüfprozesse verständlich zu machen und gleichzeitig Innovations- und Markenkompetenz sichtbar zu vermitteln.
Komplexe Prüfprozesse werden nachvollziehbar, ohne vereinfacht zu werden.
Der Rundgang wurde zunächst als VR-Brillenlösung für den Einsatz auf internationalen Fachmessen wie der SPS in Nürnberg und der HMI konzipiert. Besucher konnten sich frei durch den Bereich bewegen, während das Standpersonal den Blick per Bildschirmfreigabe mitverfolgte und das Erlebnis situativ kommentierte. Zahlreiche Layer und Hotspots ermöglichten es, technische Details zu vertiefen – vom Aufbau der Prüfstände bis zur Funktionsweise der Energieketten.
Video: Fallbeispiel Interaktiver Rundgang von der SPS 2023 (3:30 Min.)
Aufgrund des hohen Andrangs auf den Messen entstand eine Form der personalisierten Guided Tour, bei der Inhalte gezielt erklärt wurden, ohne die freie Erkundung einzuschränken.
Im nächsten Schritt wurde der Rundgang 1:1 als Web-Anwendung umgesetzt. Durch die bewusste Wahl einer geeigneten Technologie konnte das Erlebnis ohne inhaltliche Abstriche in den Browser übertragen werden. So wurde der Rundgang auch für Remote-Sales-Situationen nutzbar und unabhängig von VR-Hardware zugänglich.
Der Case zeigt, dass VR- und Web-Rundgänge gleichwertige Zugangswege sein können – abhängig von Situation, Zeitbudget und Gesprächsziel.
→ Video: Fallbeispiel Interaktiver Rundgang von der SPS 2023 (3:30 Min.)
→ Rundgang zum Ausprobieren im Browser (Folgt)
Carl Hamm: VR180-Werksführung für spontane Vertriebssituationen
Für Carl Hamm haben wir eine virtuelle Werksführung als VR180-Format mit stereoskopischem 3D-Video umgesetzt. Ziel war es, auch als mittelständisches Unternehmen gegenüber großen Kunden und Institutionen sichtbar zu machen, dass Ausstattung, Technologie und Prozesse auf Augenhöhe mit deutlich größeren Wettbewerbern liegen.
Spontane virtuelle Werksführungen schaffen Nähe und Vertrauen – weltweit.
Der Rundgang beginnt mit einer Übersichtsperspektive des Firmengeländes als 360°-Szene. Von dort tauchen die Besucher gezielt in einzelne Gebäude ein und erleben die Produktionsumgebung in VR180 mit starkem räumlichem Tiefeneindruck. Die bewusst lineare Führung sorgt für Orientierung und vermeidet Ablenkung – ideal für kurze, intensive Präsentationen.
Video: VR180-Fallbeispiel Carl Hamm: Werksrundgang (5 Min.)
Auf Messen, unter anderem in Saudi-Arabien, konnte so spontan eine Werksführung per VR-Brille angeboten werden, ohne Anreise, Terminabstimmung oder Sicherheitsaufwand. Während ein Besucher die VR-Brille nutzt, dient ein Vorschaumonitor gleichzeitig als Publikumsmagnet für weitere Interessenten.
Der Rundgang wird heute über mehrere VR-Brillen an unterschiedlichen Standorten eingesetzt – sowohl im Stammwerk in Deutschland als auch bei der Tochtergesellschaft in Südafrika – und ist fest in Vertriebs- und Kundentermine integriert. Eine zusätzliche Veröffentlichung als VR180-Video für YouTube ist vorgesehen, um die Reichweite weiter zu erhöhen.
→ Video: Fallbeispiel Carl Hamm: Werksrundgang via Meta Quest 3 (5 Min.)
→ Fallbeispiel Carl Hamm: VR-Video für Industriekunden
Lineare Rundgänge
IHK Krefeld: Geführter 360°-Rundgang als barrierearme Standortvorstellung
Für die IHK Krefeld entstand eine geführte virtuelle Tour durch den neuen Gebäudeteil. Ausgangspunkt war der Wunsch nach einem interaktiven Rundgang. Nach Klärung des Nutzungsszenarios und der Rahmenbedingungen zeigte sich jedoch, dass eine lineare, geführte Lösung die passendere Wahl war.
Nicht jede Situation profitiert von Interaktivität – manchmal braucht es klare Führung.
Auf Basis eines fotografischen Rundgangs produzierten wir ein 360°-Video mit professioneller Sprecherstimme, das als Guided Tour auf der Website der IHK eingebunden wurde. Ziel war eine verständliche Standortvorstellung und Orientierung für Gäste und Besucher – inklusive der besonderen Aspekte der barrierefreien Gestaltung des neuen Gebäudeteils.
Lineare Videofassung: IHK Krefeld-Rundgang (1:50 Min.)
Die geführte Form sorgte für klare Struktur, gute Verständlichkeit und einen professionellen Gesamteindruck – ohne Navigationsaufwand für die Nutzer. Das Format bewährte sich im laufenden Betrieb und ist über mehrere Jahre hinweg im Einsatz geblieben.
Der Case zeigt exemplarisch, dass wir nicht nur interaktive Rundgänge umsetzen, sondern auch bewusst davon abraten, wenn eine geführte Alternative den größeren Nutzen bietet.
→ Lineare Videofassung: IHK Krefeld-Rundgang (1:50 Min.)
K+S: Lineare 360°-Rundgänge für Recruiting und Employer Branding
Für K+S haben wir mehrere lineare 360°-Videorundgänge entwickelt, die gezielt im Recruiting und Employer Branding eingesetzt werden. Ziel war es, potenziellen Bewerbern einen realistischen Einblick in Arbeitsumfeld, Prozesse und Atmosphäre zu geben – ohne Vor-Ort-Besuch.
Geführte 360°-Rundgänge senken Einstiegshürden und erhöhen die Bewerber-Conversion.
Die Rundgänge wurden zunächst für den Einsatz auf Messen und in der öffentlichen Kommunikation konzipiert und später auch für Remote-Sales- und Präsentationssituationen adaptiert. Unter dem Titel „Der Weg des Salzes“ entstand zusätzlich eine spezielle Fassung für den Vertrieb, die den Produktionsprozess kompakt und nachvollziehbar erklärt.
Lineare Videofassung: Untertage in 360° erleben (1:30 Min., Trailer)
Auf Basis der Erfahrungen der vergangenen Jahre wurden die Inhalte weiter optimiert: Die aktuellen Fassungen (2025) sind bewusst auf rund 2,5 Minuten reduziert und in mehrere thematisch geführte Touren aufgeteilt. So können Inhalte auf dem Messestand gezielt nach Interessen von Schülern und Bewerbern ausgewählt werden, statt alle Besucher durch denselben Rundgang zu führen.
Professionelle Sprecherstimmen, Texteinblendungen und eine klare Kapitelstruktur sorgen für Orientierung und Verständlichkeit. Die sachliche Tonalität sowie deutsch- und englischsprachige Versionen ermöglichen den Einsatz in unterschiedlichen Kontexten und Zielgruppen. Der Case zeigt, wie lineare 360°-Formate langfristig wirksam bleiben, wenn sie konsequent auf Nutzungssituation und Zielgruppe zugeschnitten sind.
→ Lineare Videofassung: Untertage in 360° erleben (1:30 Min., Trailer)
→ Lineare.Videofassung: Über Tage in 360° erleben (3 Min, Ausschnitt)
→ Vortragsvideo: EVONIK & K+S: 360-Grad-Video für Messen (8:30 Min.)
→ Fallbeispiel K+S: VR-Videos für Recruiting, Marketing & Vertrieb
Die bisherigen Beispiele zeigen, wie virtuelle Rundgänge heute in unterschiedlichen Kontexten eingesetzt werden. In einigen Projekten gehen wir einen Schritt weiter und denken Rundgänge nicht mehr als einzelne Formate, sondern als räumliche Inhalte mit langfristiger Nutzungsperspektive.
Virtuelle Rundgänge als räumliche Environments
Virtuelle Rundgänge können mehr sein als fotografische Abbilder von Orten. In ausgewählten Projekten bereiten wir Räume als echte 3D-Modelle auf – etwa auf Basis von Photogrammetrie oder vorhandenen CAD-Daten. Das Ergebnis sind räumliche Environments, die nicht nur begehbar, sondern weiterverwendbar sind.
Ein höherer Initialaufwand eröffnet eine deutlich größere Wertschöpfungskette.
Diese 3D-Modelle lassen sich als USDZ-basierte Raumdaten für unterschiedliche Formate nutzen: für interaktive Rundgänge im Web, für website-spezifische Environments, für Animationen und Renderings, für Augmented-Reality-Anwendungen oder immersive VR-Szenarien. Der Raum wird damit zur gemeinsamen Datenbasis für Kommunikation, Vertrieb und Präsentation.
Ein aktuelles Einsatzbeispiel sind website-integrierte Environments, die im Safari-Browser der Apple Vision Probegehbar sind. Besucher bewegen sich durch reale oder konstruierte Orte, während im Browserfenster Menüs, Audio-Guides, Videos oder erklärende Inhalte eingeblendet werden. Der Rundgang wird so zu einem steuerbaren, geführten Erlebnis – direkt auf der Website.
Diese Form der Aufbereitung ist derzeit für Nutzer der Apple Vision Pro sichtbar, wird perspektivisch aber auch auf Desktop- und mobilen Geräten verfügbar sein. Sie zeigt, wie sich virtuelle Rundgänge von einem einzelnen Format zu räumlichen Inhalten mit langfristiger Nutzungsperspektive entwickeln können.
→ Video: Was sind / Wofür Apple Enviroments? (ca. 8 Min.)
→ Funktionsüberblick zu Spatial Websites: Stufe 5, Environment.
Wie es weitergehen kann
Wenn unsere Arbeitsweise zur Fragestellung passt, gibt es unterschiedliche Wege, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort in ein Projekt münden – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen, um Klarheit zu gewinnen.
Ins Gespräch kommen
Wer prüfen möchte, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, dem schlage ich ein ruhiges Gespräch vor. Ohne Pitch, ohne Verkaufsfolie – bei einer Tasse Tee oder Kaffee.
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