Spatial Presentation

Auf einem Blick

Spatial Presentation macht 3D-Modelle im realen Raum sichtbar, sodass Inhalte gemeinsam betrachtet, diskutiert und entschieden werden können. Statt Präsentationen auf Bildschirmen entsteht ein räumlicher Bezug, der Zusammenhänge schneller verständlich macht – im Meeting, im Vertrieb oder auf der Messe. Nicht eintauchen, sondern gemeinsam sehen und erklären.

Worum es bei Spatial Presentation geht

Spatial Presentation beschreibt eine Form des Präsentierens, bei der 3D-Modelle gemeinsam im realen Raum betrachtetwerden – nicht auf einem Bildschirm und nicht als isoliertes Einzelerlebnis. Das Modell wird zum gemeinsamen Bezugspunkt im Gespräch: sichtbar für alle, aus derselben Situation heraus.

Es geht dabei nicht um Effekte oder Immersion, sondern um Verstehen, Austausch und Entscheidungsfindung. Ein Prinzip, das aus der Architektur bekannt ist und sich mit Spatial Computing erstmals digital, skalierbar und auch remote weiterführen lässt.

Woher der Begriff Spatial Presentation kommt

Der Begriff Spatial Presentation ist nicht neu erfunden, sondern bewusst gewählt. Sein Ursprung liegt in der Architektur: Seit Jahrzehnten werden dort Gebäude als physische Modelle präsentiert. Menschen stehen gemeinsam um einen Tisch, zeigen auf Details, diskutieren Varianten und treffen Entscheidungen im Raum.

Auch im Vertrieb ist dieses Prinzip bekannt: Ein reales Exponat auf dem Messestand, um das Kundinnen und Kunden herumgehen, ist bereits eine Form von Spatial Presentation. Das Produkt wird räumlich erfahrbar, Beziehungen und Proportionen lassen sich gemeinsam erfassen, Gespräche entstehen direkt am Objekt.

Spatial Presentation überträgt dieses bewährte Prinzip in die digitale Welt. Mit Spatial Computing verlassen 3D-Modelle den Bildschirm und werden räumlich sichtbar – ohne den sozialen Kern des Präsentierens zu verlieren.

Präsentieren bleibt ein gemeinsamer Vorgang, nicht ein isoliertes Erlebnis.

Was im Gespräch passiert

Spatial Presentation verändert nicht das Präsentieren, sondern die Qualität des Gesprächs.

Alle Beteiligten sehen dasselbe Modell, können darauf zeigen, Varianten vergleichen und Fragen direkt klären. Der Presenter bleibt Teil des Gesprächs – Blickkontakt, Reaktionen und Zwischenfragen bleiben erhalten.

Das 3D-Modell ist kein Show-Element, sondern ein gemeinsamer Referenzpunkt, an dem sich das Gespräch orientiert.

Wann Spatial Presentation sinnvoll ist

Spatial Presentation eignet sich besonders, wenn Produkte, Systeme oder Zusammenhänge räumlich schwer zu erklären sind und Entscheidungen nicht aus einer Folie heraus getroffen werden können.

Typisch sind Situationen, in denen Varianten verglichen, Größenverhältnisse eingeschätzt oder Auswirkungen gemeinsam diskutiert werden müssen – im Vertrieb, im Meeting, auf der Messe oder auch remote.

Nicht das Gerät ist entscheidend, sondern die Art des Zeigens: räumlich, nachvollziehbar und anschlussfähig.

Warum wir bewusst nicht von „Immersion“ sprechen

Spatial Presentation ist kein immersives Einzelerlebnis. Es geht nicht darum, vollständig „in ein Objekt einzutauchen“, sondern gemeinsam über ein Objekt zu sprechen.

Auch auf einem Messestand verschwindet niemand im Produkt. Menschen stehen darum herum, zeigen auf Details, reagieren aufeinander und führen ein Gespräch. Genau dieses Prinzip bleibt bei Spatial Presentation erhalten – unabhängig davon, ob das Objekt physisch oder digital ist.

Immersive Formate wie Virtual Reality können sinnvoll sein, etwa zur Schulung oder zur individuellen Exploration. Für Präsentationen im Vertrieb sind sie jedoch oft hinderlich: Wer vollständig im Objekt verschwindet, verlässt das Gespräch. Blickkontakt, Reaktionen und gemeinsames Abwägen gehen verloren.

Spatial Presentation bewahrt den sozialen Kern des Präsentierens:

  • Alle sehen dasselbe Modell.
  • Alle befinden sich im selben Raum – physisch oder virtuell.
  • Alle können gleichzeitig vergleichen, nachfragen und entscheiden.

Das Modell wird damit nicht zur Bühne für Einzelne, sondern zum gemeinsamen Bezugspunkt im Gespräch.

Typische Einsatzsituationen

Spatial Presentation kommt überall dort zum Einsatz, wo Inhalte räumlich erklärt und gemeinsam verstanden werden müssen. Die folgenden Beispiele zeigen typische Situationen aus dem Vertriebsalltag – vom Gespräch im Meetingraum über den Messestand bis hin zu remote oder hybriden Formaten.
Nicht als Sonderlösung, sondern als konsequente Weiterentwicklung bekannter Präsentationsformen.


Räumlich präsentieren vor Publikum – wenn 3D Teil des Gesprächs bleibt

Beim Siemens-internen Startup DDX wurde Augmented Reality auf einer Bühne vor Publikum eingesetzt – nicht als Einzelerlebnis, sondern als räumliche Präsentation für eine größere Gruppe. Ein 3D-Modell wurde live gezeigt und für alle sichtbar gemacht, sodass das Publikum dem Inhalt gemeinsam folgen konnte.

Alle Anwesenden sahen gleichzeitig:

  • das 3D-Modell
  • die erklärende Person
  • den gemeinsamen Raum und die Reaktionen der anderen

So blieb die Präsentation sozial, nachvollziehbar und klar. 3D unterstützte das Gespräch – ohne den Fokus vom Publikum oder vom Presenter zu nehmen.

Was der Vertrieb davon hat

Spatial Presentation eignet sich besonders für Situationen, in denen Inhalte vor mehreren Personen gleichzeitig erklärt werden müssen – etwa auf einer Bühne, bei Kundenveranstaltungen oder in internen Entscheidungsrunden.

Der Vertrieb bleibt sichtbar, ansprechbar und im Dialog. Das 3D-Modell unterstützt die Argumentation, ohne das Gespräch zu dominieren.

Konkret bedeutet das:

  • komplexe Inhalte lassen sich live erläutern, ohne in eine Demo abzurutschen
  • Publikum und Presenter bleiben im gleichen Raum und Kontext
  • Rückfragen, Reaktionen und Einwände entstehen im Moment, nicht danach

AR-gestützte Vertriebsdemonstration für industrielle Software

Technische Einordnung

Im gezeigten Beispiel wird ein Augmented Reality-Modell im OpenUSD-Datenformat USDZ auf einem iPad dargestellt und parallel auf einen großen Bildschirm übertragen. Die Darstellung erfolgt über systemeigene AR-Funktionen (AR Quick Look), die Bildübertragung über etablierte Präsentationsmechanismen wie AirPlay.

So wird Augmented Reality publikumstauglich, ohne zusätzliche Hardware, App-Installationen oder Sonderformate.

Räumlich präsentieren mit Varianten – Entscheidungen gemeinsam treffen

Bei der zgoll GmbH wurde ein digitales Innenarchitekturmodell mit Variantenlogik vor mehreren Personen gleichzeitigpräsentiert – vor Ort und remote. Alle Beteiligten konnten dasselbe Modell zur selben Zeit sehen, vergleichen und besprechen. Varianten und Perspektiven wurden live angepasst, Entscheidungen gemeinsam nachvollzogen und diskutiert.

Spatial Presentation übernimmt hier die Rolle des klassischen Architekturmodells auf dem Tisch – erweitert um die Möglichkeit, Inhalte gleichzeitig mit mehreren Personen zu teilen, unabhängig davon, ob sie sich im selben Raum befinden oder zugeschaltet sind.

Das folgende Video erläutert zunächst das Konzept von Environments. Ab Minute 6:53 ist das zgoll-Beispiel mit räumlicher Präsentation und Variantenlogik zu sehen.

Was der Vertrieb davon hat

Dieses Beispiel zeigt Spatial Presentation als gemeinsamen Entscheidungsraum – vor Ort und remote. Mehrere Personen können gleichzeitig dasselbe Modell sehen, vergleichen und diskutieren. Varianten werden nicht erklärt, sondern gemeinsam nachvollzogen.

Der Vertrieb moderiert das Gespräch, statt Inhalte vorzuführen. Entscheidungen entstehen sichtbar im Raum – mit allen Beteiligten zur gleichen Zeit.

Besonders wirksam ist dieser Ansatz bei:

  • mehreren Entscheidern mit unterschiedlichen Rollen
  • Varianten- oder Ausstattungsfragen
  • Situationen, in denen Abstimmung sonst nacheinander erfolgen müsste

Spatial Presentation ersetzt hier nicht das Gespräch – sie macht es synchron.

Räumliche Produktpräsentation für internationale B2B-Entscheider

Technische Einordnung

Im gezeigten Beispiel kommt die Apple Vision Pro (AVP) als Steuer- und Darstellungsgerät zum Einsatz. Bis zu 5 AVP-Träger können direkt an dem Gespräch teilnehmen. Bis zu 32 weitere Teilnehmende können gleichzeitig über iPhone, iPad oder Android oder PC / Mac zuschauen – lokal oder remote. So lassen sich Inhalte mit wenigen Geräten, aber vielen Beteiligten teilen (bis zu mehreren Dutzend Personen über Bildschirmfreigabe).

Die Darstellung erfolgt in sogenannten Environments, also räumlichen Umgebungen, in denen 3D-Modelle stabil, maßstäblich und gemeinsam betrachtet werden können.

Die zugrunde liegenden Inhalte basieren auf dem OpenUSD-Standard, genutzt im USDZ-Datenformat und dargestellt über AR Quick Look – direkt im Betriebssystem, ohne jegliche App-Installation.

"Apple liefert die Plattform.
Wir liefern die Inhalte,
die Logik und die Präsentationsform."

Was sind Enviroments (ca. 8 Minuten)
Spatial-Websites, Stufe 5: Enviroments

Spatial Presentation im Remote-Meeting – 3D gemeinsam sehen, auch ohne vor Ort zu sein

Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen nutzt Spatial Presentation in einem rein virtuellen Microsoft-Teams-Meeting. Alle Beteiligten befinden sich remote, das 3D-Modell der Maschine wird in einem gemeinsamen virtuellen Besprechungsraum präsentiert.

Die meisten Teilnehmenden verfolgen die Präsentation klassisch am PC – mit identischer Perspektive, klarer Erläuterung und ohne Medienbruch. Auf Wunsch können einzelne Personen aktiv in die räumliche Darstellung wechseln, etwa mit einer VR-Brille, um Details zu prüfen oder Zusammenhänge zu vertiefen.

So entsteht ein fließender Übergang zwischen Zuschauen und aktivem Erkunden – ohne das gemeinsame Gespräch zu unterbrechen.

Das folgende Video zeigt die 3D-Besprechungsräume in Microsoft Teams. Diese Funktion ist seit 2025 Bestandteil des regulären Teams-Clients und bildet die technische Grundlage für räumliche Präsentationen in Remote-Meetings.

Was der Vertrieb davon hat

Dieses Beispiel zeigt Spatial Presentation als vollwertiges Remote-Format, das sich an unterschiedliche Rollen im Gespräch anpasst. Einige Teilnehmende folgen passiv am Bildschirm, andere können situativ aktiver werden – etwa Vertriebsmitarbeitende oder technische Ansprechpartner. Der Wechsel zwischen Zuschauen und aktivem Erkunden erfolgt fließend, ohne das gemeinsame Gespräch zu unterbrechen.

Einordnung Microsoft Teams

Microsoft Teams bietet seit 2025 die Möglichkeit, von der klassischen Videoansicht in einen dreidimensionalen Konferenzraum, den Immersive Events zu wechseln. Diese Funktion geht auf das frühere Produkt Microsoft Mesh zurück und ist heute direkt in den regulären Teams-Client integriert. Jeder Teilnehmer kann den Wechsel zwischen Video-Meeting und 3D-Raum selbst vornehmen.

In diesen virtuellen Besprechungsräumen stehen standardisierte Raumlayouts zur Verfügung, in die sich 3D-Modelle vor einem Meeting einbinden lassen – etwa auf einem virtuellen Besprechungstisch. So kann eine Maschine oder ein System gemeinsam im Raum betrachtet und besprochen werden.

Alternativ lassen sich die Räume vollständig anpassen und als kundenspezifischer virtueller Showroom gestalten – etwa mit angepasster Umgebung, Branding oder mehreren Modellen.

Beide Ansätze – Aufbereitung der 3D-Modelle sowie Gestaltung der virtuellen Räume – gehören zum Leistungsangebot von viSales. Entscheidend ist dabei nicht die Technik, sondern die Frage, wie Inhalte im Gespräch sinnvoll eingesetzt werden.

Infoseite von Microsoft zu Immersive Events

Geräte, Formate und technische Einordnung

Welche Geräte werden aktiv genutzt?
In den Apple-basierten Szenarien erfolgt die aktive Steuerung über Apple Vision Pro, iPad oder iPhone. Weitere Teilnehmende können passiv über Screens, Android-Geräte oder Windows-Rechner folgen – etwa per Bildschirmfreigabe.

Im Microsoft-Teams-Szenario ist Microsoft Teams die gemeinsame Plattform. Die Teilnahme erfolgt über den regulären Teams-Client auf Windows oder macOS. Aktive VR-Teilnahme ist zusätzlich über Apple Vision Pro oder Meta Quest möglich, passive Teilnahme jederzeit über den PC.

Wie sehen mehrere Personen gleichzeitig dasselbe Modell?
Alle Szenarien sind auf geteilte Sichtbarkeit ausgelegt: Ein oder mehrere Personen steuern das Modell aktiv, andere verfolgen dieselbe Perspektive – vor Ort oder remote. Der Wechsel zwischen Zuschauen und aktivem Erkunden ist jederzeit möglich, ohne Präsentation oder Tool zu wechseln.

Welche Plattformen werden eingesetzt – und warum diese?
Wir nutzen bewusst verbreitete Systeme, die im Vertriebsalltag bereits etabliert sind:

  • auf Apple-Geräten: AR Quick Look als systemnahe Darstellungs-Engine für iPhone, iPad, Mac und Apple Vision Pro
  • im Unternehmenskontext: Microsoft Teams mit 3D-Besprechungsräumen

Nicht, weil sie „neu“ sind – sondern weil sie ohne zusätzliche Spezialsoftware in bestehende Prozesse integrierbar sind.

Welche Datenformate kommen zum Einsatz?
Je nach Plattform unterscheiden sich die Zielformate:

  • Apple-Szenarien: USDZ auf Basis von OpenUSD
  • Microsoft-Teams-Szenarien: (aus USDZ) abgeleitete glTF/GLB-Modelle für die 3D-Darstellung
  • kundenspezifische Räume in Teams basieren auf Microsofts 3D-Umgebung (Game-Engine-basiert)

Die zugrunde liegende Logik bleibt gleich: ein konsistenter 3D-Datenstand, der für verschiedene Plattformen adaptiert wird – nicht neu gebaut.

Typische Fragen aus Marketing & Vertrieb

Brauchen wir zwingend eine Apple Vision Pro?
Nein!

Sie ist ein leistungsfähiges Werkzeug für Steuerung und Skalierung – aber kein Einstiegshindernis. Viele Spatial-Presentation-Szenarien funktionieren vollständig mit iPad, iPhone oder klassischen Screens und via MS Teams kann auch eine Meta Quest & PC genutzt werden.

Wie kommen wir an die passenden 3D-Daten?
Es gibt drei bewährte Wege – alle bietet viSales an:

  • Aufbereitung und Reduktion vorhandener CAD-Daten
  • Ableitung von 3D-Modellen aus Produktfotos (ggfs. via KI)
  • 3D-Scan / Photogrammetrie realer Objekte oder Prototypen

Welche Methode sinnvoll ist, hängt vom Produkt, vom Ziel und vom Zeitrahmen ab.

Wie aufwendig ist der Einstieg?
Der Einstieg kann sehr klein sein: ein einzelnes Modell, ein klarer Anwendungsfall. Erweiterungen wie Variantenlogik, Environments oder Remote-Szenarien werden schrittweise ergänzt. Nicht alles muss von Beginn an umgesetzt werden.

Ist das eher Marketing-Show oder wirklich vertrieblich nutzbar?
Spatial Presentation ist kein Selbstzweck. Sie wird dort eingesetzt, wo Verständnis, Vergleich und Entscheidung im Vordergrund stehen – nicht Effekt oder Immersion. Genau deshalb eignet sie sich besonders für erklärungsbedürftige B2B-Produkte.

Welche Rolle übernimmt viSales dabei?
viSales liefert keine Plattform, sondern:

  • die Aufbereitung der 3D-Daten
  • die Präsentationslogik
  • die Übersetzung technischer Inhalte in vertriebliche Situationen

Technik ist Mittel zum Zweck.
Wenn sie das Gespräch verbessert, setzen wir sie ein.
Wenn nicht, lassen wir sie weg.

Wie es weitergehen kann

Wenn unsere Arbeitsweise zu eurer Fragestellung passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort ein Projekt sein – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen.

Ins Gespräch kommen

Wenn du prüfen möchtest, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, sprechen wir darüber in Ruhe. Ohne Pitch, bei einer Tasse Tee oder Kaffee.