Spatial Content

Auf einem Blick

Spatial Content beschreibt kein einzelnes Medium und kein Produkt, sondern eine Denkweise: wie Inhalte strukturiert, kombiniert und erlebt werden, wenn sie nicht mehr flach, sondern räumlich vermittelt werden.

Relevant wird dieses Konzept überall dort, wo Produkte, Systeme oder Zusammenhänge erklärungsbedürftig sind – und klassische Formate wie Text, Bild oder Video allein nicht mehr ausreichen, um fundierte Entscheidungen zu unterstützen.

Spatial Content beantwortet nicht die Frage „Welches Format setze ich ein?“ sondern die vorgelagerte Frage: „Wie müssen Inhalte aufgebaut sein, damit sie im Raum verständlich, vergleichbar und entscheidungsrelevant werden?“


Warum Spatial Content als Denkmodell relevant ist

Spatial Content bezeichnet Inhalte, die für den Raum gedacht sind – etwa 3D-Modelle, 360°- und VR180-Videos, volumetrische Aufnahmen oder neue Verfahren wie Gaussian Splatting. Es geht nicht um klassische Bilder, Texte oder lineare Videos, sondern um Medien, die räumlich wahrgenommen, erkundet oder verglichen werden.

In Vertrieb und Marketing entstehen dabei neue Herausforderungen: Diese Inhalte sind mächtig, aber ohne klare Struktur schwer einzuordnen. Der Raum wird dabei zum Ordnungsprinzip, nicht zum Effekt.

Spatial Content beschreibt deshalb kein weiteres Format, sondern ein Denkmodell dafür, wie räumliche Medien sinnvoll aufgebaut und kombiniert werden, damit sie Orientierung und Entscheidungsfähigkeit schaffen.

Typische Situationen, in denen diese Frage entsteht

  • 3D-Modelle, 360°- oder VR-Videos liegen vor, entfalten aber im Gespräch kaum Wirkung
  • Räumliche Inhalte wirken isoliert statt als zusammenhängendes Gesamtbild
  • Varianten, Größen oder Konfigurationen lassen sich räumlich zeigen, aber schlecht vergleichen
  • Neue Formate wie volumetrische Videos oder Gaussian Splatting werfen mehr Fragen als Klarheit auf
  • Es fehlt eine gemeinsame Logik, wie unterschiedliche räumliche Medien zusammenspielen sollen

In diesen Situationen geht es nicht um die Frage, welches Medium eingesetzt wird, sondern wie räumliche Inhalte grundsätzlich strukturiert sein müssen, damit sie verständlich, vergleichbar und entscheidungsrelevant werden.

Was Spatial Content von einzelnen Formaten unterscheidet

Räumliche Medien treten heute meist als einzelne Formate auf: ein 3D-Modell hier, ein 360°-Video dort, vielleicht ein VR- oder volumetrischer Clip für einen speziellen Anlass. Jedes für sich kann beeindrucken – bleibt aber oft isoliert.

Spatial Content unterscheidet sich davon grundlegend. Es beschreibt nicht das einzelne Medium, sondern die übergeordnete Struktur, in der räumliche Inhalte angeordnet, kombiniert und genutzt werden. Entscheidend ist nicht, welches Format eingesetzt wird, sondern wie mehrere räumliche Medien gemeinsam Orientierung schaffen.

So entsteht aus einzelnen 3D- oder Raumformaten kein Nebeneinander, sondern ein zusammenhängender Bezugsrahmen für Verständnis, Vergleich und Entscheidung.

Abgrenzung – Denkmodell vs. Format

  • Ein 3D-Modell ist ein Format
  • Ein 360°- oder VR180-Video ist ein Format
  • Volumetrische Videos oder Gaussian Splatting sind Formate

Spatial Content ist kein weiteres Format, sondern der Rahmen, in dem solche Medien sinnvoll zusammenwirken. Er legt fest,

  • welche räumlichen Inhalte gezeigt werden,
  • in welcher Beziehung sie zueinander stehen,
  • und wie Nutzer sich darin orientieren können.

Ohne diesen Rahmen bleiben räumliche Medien Einzelstücke – mit ihm werden sie zu einem nachvollziehbaren Gesamtbild.

Verhältnis zu räumlichen Formaten bei viSales

Formate wie Spatial Websites, Augmented Reality, Spatial Presentation oder immersive Videoformate sind konkrete Ausprägungen räumlicher Inhalte. Sie unterscheiden sich in Einsatz, Tiefe und Kontext – bauen jedoch auf denselben Grundfragen auf: Was soll verstanden werden? Was soll verglichen werden? Und in welcher räumlichen Struktur ergibt das Sinn?

Spatial Content steht dabei vor der Formatentscheidung. Es beschreibt den gemeinsamen Denkrahmen, der festlegt, wie räumliche Inhalte zusammenspielen – unabhängig davon, ob sie später als Website, Präsentation, AR-Erlebnis oder Video umgesetzt werden. So entstehen Formate nicht isoliert, sondern als Teil eines zusammenhängenden räumlichen Konzepts.

Warum wir nicht mit Formaten beginnen

  • Formate lösen keine Strukturprobleme
  • Räumliche Medien verstärken bestehende Logiken – gute wie schlechte
  • Ohne Einordnung wirken Formate beeindruckend, aber kurzlebig
  • Entscheidungen werden nicht durch Effekte, sondern durch Orientierung erleichtert

Deshalb beginnt die Arbeit nicht mit der Frage nach dem passenden Format, sondern mit der Einordnung, welche räumlichen Inhalte wie zusammenspielen müssen, um langfristig nutzbar zu sein.

USDZ-Einordnung
OpenUSD-Grundlagen
Augmented Reality
360-/VR180-/Immersive-/Spatial-Video
Spatial Presentation
Spatial Website

Rolle von Hardware und Software bei Spatial Content

Spatial Content ist nicht an ein einzelnes Gerät oder eine Plattform gebunden. Entscheidend ist die Daten- und Systemlogik, auf der räumliche Inhalte aufgebaut sind – nicht das Endgerät, auf dem sie betrachtet werden.

In der Praxis kommen dafür unterschiedliche Hardware- und Software-Umgebungen zum Einsatz:

  • mobile Geräte wie Smartphone und Tablet
  • Desktop-Browser und Präsentationsumgebungen
  • Headsets und immersive Systeme

Damit räumliche Inhalte über diese Umgebungen hinweg konsistent nutzbar bleiben, braucht es eine gemeinsame Grundlage. Hier spielt OpenUSD eine zentrale Rolle: als offenes Szenen- und Datenformat, das Struktur, Varianten, Hierarchien und Beziehungen zwischen Inhalten abbilden kann.

Auf dieser Basis lassen sich unterschiedliche Ökosysteme anbinden, etwa:

  • Apple-Plattformen für mobile, räumliche und headsetbasierte Erlebnisse: iPhone, iPad, Apple Vision Pro oder ein Mac
  • NVIDIA Omniverse für Simulation, Abstimmung und komplexe 3D-Workflows
  • weitere Plattformen und Geräteumgebungen, etwa von Meta (Quest 3) oder Microsoft (z.B. Teams Immersive Meeting)

Für die Einordnung von Spatial Content ist dabei entscheidend:
Hardware und Software ermöglichen räumliche Erlebnisse – sie definieren sie nicht. Ein belastbares Spatial-Content-Konzept stellt sicher, dass Inhalte unabhängig vom jeweiligen System verständlich, vergleichbar und weiterentwickelbar bleiben.

Wann diese Einordnung hilfreich ist

Die Einordnung von Spatial Content ist besonders dann hilfreich, wenn räumliche Medien nicht als Einzelmaßnahme gedacht sind, sondern als wiederverwendbare Grundlage für Vertrieb und Marketing. Sie unterstützt Entscheidungen dort, wo mehrere Inhalte, Formate oder Zielgruppen zusammenkommen und Orientierung wichtiger wird als ein einzelner Effekt.

Gerade in Organisationen mit komplexen Produkten oder längeren Entscheidungsprozessen hilft diese Perspektive, räumliche Inhalte gezielt und konsistent einzusetzen.

Wann diese Seite nicht weiterhilft

  • Wenn ein konkretes Tool oder eine bestimmte Software gesucht wird
  • Wenn es ausschließlich um die schnelle Produktion eines einzelnen Formats geht
  • Wenn räumliche Inhalte nur als kurzfristiger Effekt geplant sind
  • Wenn keine Einordnung vor der Umsetzung gewünscht ist

In diesen Fällen liefern spezialisierte Format- oder Leistungsseiten schneller die passenden Antworten.

Wie es weitergehen kann

Wenn unsere Arbeitsweise zu eurer Fragestellung passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort ein Projekt sein – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen.

Ins Gespräch kommen

Wenn du prüfen möchtest, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, sprechen wir darüber in Ruhe. Ohne Pitch, bei einer Tasse Tee oder Kaffee.