Interaktive Präsentationen
Interaktive Vertriebspräsentationen als Gesprächsleitfaden: lokal, ohne Internet, visuell stark. Für Marketing- & Sales-Teams im B2B.
Auf einen Blick
Interaktive Präsentationen unterstützen Verkaufsgespräche, die sich am Kunden orientieren – nicht an einer festen Folienreihenfolge. Sie sind dialoggeführt, bewusst non-linear und darauf ausgelegt, früh Fragen zu stellen statt spät zu erklären. So entstehen Gespräche, in denen Verkäufer gezielter zeigen, weniger reden und besser zuhören. Interaktive Präsentationen bilden bei uns die Grundlage für wirksame Vertriebsformate – inklusive daraus abgeleiteter Pitch-Decks.
Merksatz: Eine gute Präsentation spricht nicht für den Verkäufer – sie gibt ihm etwas zu zeigen, während er spricht.
Warum klassische Präsentationen im Vertrieb scheitern
Klassische Präsentationen folgen einer festen Dramaturgie. Sie sind darauf ausgelegt, Inhalte vollständig und in einer vorgegebenen Reihenfolge zu erklären.
Verkaufsgespräche verlaufen nicht linear. Fragen entstehen früh, Themen springen, unterschiedliche Gesprächspartner haben unterschiedliche Interessen. Lineare Präsentationen ignorieren diese Realität. Sie zwingen Verkäufer dazu, weiterzureden, obwohl das Gegenüber innerlich längst an einem anderen Punkt ist.
So entsteht ein typisches Muster: Der Verkäufer erklärt, der Kunde hört zu – oder auch nicht. Signale gehen verloren, Nachfragen kommen spät, Relevanz entsteht verzögert. Das Problem ist dabei nicht der Inhalt, sondern die Form. Klassische Präsentationen unterstützen den Vortragenden, aber sie unterstützen nicht das Gespräch.
Genau an diesem Punkt beginnen Präsentationen, im Vertrieb ihre Wirkung zu verlieren.
Woher meine Haltung zu Präsentationen kommt
Einige Jahre bevor ich meine Agentur viSales gründete, habe ich im Vertrieb eine Präsentation erlebt, die meine Sicht auf Verkaufsgespräche nachhaltig geprägt hat.
Damals arbeitete ich, Ende der 90er, in einer großen Internetagentur in Bielefeld und betreute unter anderem einen Tageszeitungsverlag, als ein Startup aus den USA sein Produkt bei uns vorstellte. Zu einem dieser Termine kam Zip2, das erste Unternehmen von Elon Musk, gegründet Mitte der 90er.
Nach einer kurzen Begrüßung klappte die Dame, die extra über den Atlantik flog, den Laptop auf, schloss den Beamer an – und startete ein Video.
Fünf Minuten lang lief dieses Video. Professionell produziert, keine Frage.
Die Präsentierende saß schweigend daneben, schaute mit auf die Leinwand – und sagte nichts. Erst danach war Zeit für Fragen.
Was mir davon bis heute im Gedächtnis geblieben ist, war nicht das Produkt. Es war dieses seltsame Gefühl von Distanz. Das Video hatte gesprochen – aber niemand hatte mich angesprochen.
Seitdem begleitet mich ein Gedanke: In Verkaufsgesprächen darf Technik unterstützen, aber sie darf das Gespräch nicht ersetzen. Die Stimme des Verkäufers ist das Bindeglied. Sie schafft Nähe, Orientierung und Erinnerung.
Deshalb setzen wir Videos in Präsentationen anders ein. Nicht als Vortrag, sondern als visuelle Antwort. Nicht mit Sprecherstimme, sondern begleitet vom Menschen im Raum.
Interaktive Präsentationen sind für uns genau daraus entstanden: als Versuch, das Gespräch wieder in den Mittelpunkt zu stellen –
und Medien so einzusetzen, dass sie das Erzählen unterstützen, nicht übernehmen.
BILD Carl Hamm
Reale Inhalte aus der Praxis: Fotos und Videos aus der Carl-Hamm-Präsentation unterstützen das Gespräch, ohne es zu dominieren.
Gespräche verlaufen nicht linear – Präsentationen müssen es auch nicht
In Verkaufsgesprächen gibt es selten einen festen Ablauf. Ein Kunde springt von der Anwendung zur Technik, ein anderer von der Investition zur Umsetzung. Fragen entstehen dort, wo Interesse entsteht – nicht dort, wo eine Folie es vorsieht.
Lineare Präsentationen geben eine Reihenfolge vor und erwarten, dass das Gespräch ihr folgt. In der Praxis passiert das Gegenteil: Der Verkäufer hält an der Dramaturgie fest, während das Gespräch innerlich bereits woanders ist.
Was fehlt, ist die Möglichkeit, Inhalte situativ zu wählen, ohne den roten Faden zu verlieren. Nicht jede Frage braucht eine neue Präsentation. Aber jede relevante Frage braucht eine passende visuelle Antwort – im richtigen Moment.
Genau hier setzt das Prinzip dialoggeführter Präsentationen an.
Vom Prospekt zur PowerPoint: Was wir unterwegs verloren haben
Früher gingen Verkäufer mit einer Prospektmappe zum Kunden. Nicht, um sie Seite für Seite durchzublättern, sondern um gezielt aufzuschlagen. Gespräch, Frage, Seite auf – ein Bild als Antwort.
Diese Mappen waren nicht linear gedacht. Sie waren eine Sammlung vorbereiteter Argumente, Bilder und Beispiele, aus denen situativ gewählt wurde. Der Verkäufer führte das Gespräch, nicht die Reihenfolge.
Mit PowerPoint hat sich dieses Prinzip schleichend verändert. Aus der Mappe wurde eine Abfolge. Aus dem Gespräch eine Dramaturgie. Nicht, weil PowerPoint das zwingend vorgibt – sondern weil es genau dazu einlädt.
Was dabei verloren ging, war nicht die Visualisierung, sondern die Freiheit im Gespräch. Das gezielte Zeigen wich dem vollständigen Erklären. Das Aufschlagen wurde zum Weiterklicken.
Interaktive Präsentationen knüpfen genau hier wieder an. Nicht als Rückschritt, sondern als Weiterentwicklung: Sie verbinden die Gesprächslogik der Prospektmappe mit den Möglichkeiten heutiger Medien – ohne den Verkäufer aus dem Gespräch zu nehmen.
Non-linear heißt nicht unstrukturiert
Der Begriff „non-linear“ wird im Vertrieb oft missverstanden. Viele verbinden damit Offenheit ohne Führung, Klicken ohne Ziel oder Präsentationen, in denen der Kunde den Verlauf bestimmt. Genau das ist hier nicht gemeint.
Dialoggeführte Präsentationen sind vorbereitet – nur eben anders. Inhalte liegen nicht in einer festen Abfolge vor, sondern als bewusst strukturierte Themen, Argumente und Beispiele. Der Verkäufer entscheidet situativ, was gezeigt wird, bleibt aber jederzeit in der Führung.
Non-linear bedeutet nicht Beliebigkeit, sondern Vorbereitung auf unterschiedliche Gesprächsverläufe. Der rote Faden entsteht nicht durch die Reihenfolge der Folien, sondern durch das Gespräch selbst.
So wird Interaktivität nicht zum Risiko, sondern zur Stärke: Der Kunde fühlt sich abgeholt, ohne das Gespräch zu übernehmen. Der Verkäufer behält Orientierung, ohne am Skript festzuhalten.
Das Prinzip dialoggeführter Präsentationen
Dialoggeführte Präsentationen folgen keinem festen Ablauf, sondern einem klaren Prinzip: Inhalte sind vorbereitet, aber ihre Reihenfolge entsteht im Gespräch. Nicht die Präsentation führt, sondern der Dialog – und die Präsentation unterstützt ihn.
Statt eine Geschichte von vorne bis hinten zu erzählen, werden Inhalte so angelegt, dass sie situativ abrufbar sind. Der Verkäufer entscheidet, was gezeigt wird, weil er zuhört. Die Präsentation passt sich dem Gespräch an, nicht umgekehrt.
Das Prinzip besteht darin, Gesprächsführung und Visualisierung wieder miteinander zu verbinden. So entsteht Orientierung ohne Starrheit und Offenheit ohne Kontrollverlust.
Auf dieser Grundlage wird Interaktivität nicht zum Selbstzweck, sondern zu einem Werkzeug, das den Verkaufsprozess unterstützt – unabhängig davon, wie das Gespräch verläuft.
Bild Wavin
Beispiel einer dialoggeführten Präsentation: Inhalte sind thematisch vorbereitet und werden situativ im Gespräch ausgewählt – statt einer festen Folienabfolge zu folgen.
Was sich im Gespräch dadurch konkret verändert
Dialoggeführte Präsentationen verändern nicht den Inhalt eines Gesprächs, sondern dessen Dynamik. Verkäufer erklären weniger und hören früher zu. Kunden steigen schneller in relevante Themen ein und erleben, dass ihre Fragen den Verlauf bestimmen.
Das Gespräch gewinnt an Tempo, ohne an Tiefe zu verlieren. Nicht, weil weniger gezeigt wird – sondern weil gezielter gezeigt wird.
Warum dieses System durchschnittliche Verkäufer unterstützt – und gute Verkäufer stärker macht
Dialoggeführte Präsentationen wirken nicht für alle Verkäufer gleich. Genau darin liegt ihre Stärke.
Durchschnittliche Verkäufer profitieren, weil das System sie führt. Die Struktur zwingt zu Pausen, zu Rückfragen und dazu, nicht automatisch weiterzuerklären. Das reduziert typische Muster wie zu lange Monologe oder das Übergehen von Kaufsignalen.
Gute Verkäufer profitieren auf eine andere Weise. Sie gewinnen Freiheit. Weil Inhalte vorbereitet und abrufbar sind, können sie stärker auf das Gegenüber eingehen, ohne den roten Faden zu verlieren. Ihre Gesprächsführung wird nicht eingeschränkt, sondern unterstützt.
Das System nivelliert nicht – es verstärkt. Es gleicht Schwächen aus und macht vorhandene Stärken sichtbarer.
Für einen Pitch ist ein Pitch-Deck das richtige Werkzeug. Für ein Verkaufsgespräch braucht es etwas anderes.
Wie sich dieses Prinzip im Vertriebsalltag anfühlt, zeigt das Beispiel Somfy.
Das gezeigte Projekt wurde unter anderem mit dem Digital Champions Award von Telekom & WirtschaftsWoche ausgezeichnet.
Der visuelle Mix als Voraussetzung für echte Interaktivität
Interaktive Präsentationen funktionieren nicht über ein einzelnes Medium. Sie entstehen aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher visueller Formen – je nachdem, welche Frage im Gespräch gerade relevant ist.
Entscheidend ist nicht die Vielfalt der Medien, sondern ihre gezielte Einsetzbarkeit im Dialog. Grafik, Foto, Video, Animation und 3D sind keine Effekte, sondern unterschiedliche Antwortformen.
Warum Interaktivität mehr braucht als Folien
In dialoggeführten Präsentationen erfüllt jedes visuelle Medium eine eigene Funktion. Grafik schafft Orientierung und Struktur. Sie hilft, Zusammenhänge schnell zu erfassen und Gesprächsabschnitte klar zu gliedern.
Foto & Video bringen Kontext ins Gespräch. Sie zeigen reale Situationen, Anwendungen oder Umgebungen – ohne sie vollständig erklären zu müssen. Wichtig ist dabei: Videos begleiten das Gespräch, sie ersetzen es nicht.
Animationen & 3D kommen dort zum Einsatz, wo statische Bilder nicht ausreichen. Sie helfen, Abläufe, Varianten oder räumliche Zusammenhänge verständlich zu machen, genau dann, wenn im Gespräch Bedarf entsteht.
Optional kann Augmented Reality diesen Mix erweitern. Nicht als Pflichtbestandteil, sondern dort, wo es sinnvoll ist, Produkte oder Situationen direkt im Raum erlebbar zu machen.
Der visuelle Mix ist kein Selbstzweck. Er sorgt dafür, dass im Gespräch immer das passende Mittel zur Verfügung steht – ohne den Dialog zu unterbrechen oder zu dominieren.
Vom dialoggeführten Gespräch zum Pitch-Deck
In vielen Projekten entstehen aus dialoggeführten Präsentationen später auch Pitch-Decks. Nicht als Ausgangspunkt, sondern als Ableitung. Inhalte, die sich im Gespräch bewährt haben, lassen sich verdichten und in eine lineare Form überführen.
Der entscheidende Unterschied liegt im Denkansatz. Ein Pitch-Deck ist dafür gemacht, eine Geschichte geschlossen zu erzählen. Ein Verkaufsgespräch stellt andere Anforderungen. Dort geht es darum, auf Fragen zu reagieren, Schwerpunkte zu setzen und Inhalte situativ zu zeigen.
Für einen Pitch ist ein Pitch-Deck das richtige Werkzeug.
Für ein Verkaufsgespräch braucht es etwas anderes.
Genau deshalb beginnen wir nicht mit Folien, sondern mit dem Gespräch. Das Pitch-Deck entsteht später – auf einer deutlich stabileren Grundlage.
Beispiele aus realen Vertriebsprojekten
Somfy – Interaktive Präsentation als zentrales Vertriebstool
Für Somfy wurde eine dialoggeführte Präsentation entwickelt, die während der Pandemie zum zentralen Werkzeug für rund 50 Außendienstmitarbeiter wurde – unter anderem im Einsatz via Microsoft Teams. Szenarien, Renderings und kurze Animationssequenzen wurden so strukturiert, dass sie sich flexibel entlang realer Verkaufsgespräche nutzen lassen.
→ Fallbeispiel Somfy im Detail
Wavin – Langlebiges Präsentationssystem statt Einmal-Deck
Bei Wavin entstand eine interaktive Präsentation auf Basis eines digitalen Stadtmodells, die bis heute im Vertrieb eingesetzt und intern weiter gepflegt wird. Inhalte, Argumente und Szenarien sind so aufgebaut, dass sie über Jahre hinweg erweitert werden können – ohne das System neu aufzusetzen.
→ Fallbeispiel Wavin im Detail
Carl Hamm – Wenn reale Orte den Dialog führen
Für Carl Hamm stand nicht 3D im Vordergrund, sondern der reale Ort. Fotos, Videos und zweisprachige Inhalte wurden zu einem digitalen Rundgang gebündelt, der Prozesse, Gelände und Leistungen im Gespräch erlebbar macht. Später wurde das System um VR- und AR-Elemente ergänzt.
→ Fallbeispiel Carl Hamm im Detail
Für wen diese Art von Präsentation sinnvoll ist – und für wen nicht
Dialoggeführte Präsentationen sind dort sinnvoll, wo Verkaufsgespräche offen geführt werden sollen. Wo Fragen zugelassen sind, unterschiedliche Interessen aufeinandertreffen und Inhalte situativ vertieft werden müssen.
Sie eignen sich für Teams, die Präsentationen nicht als Pflichtprogramm verstehen, sondern als Werkzeug im Gespräch. Für Organisationen, die bereit sind, Inhalte vorzubereiten – ohne den Gesprächsverlauf vorzugeben.
Wer hingegen vor allem ein festes Narrativ abspielen möchte, wird mit diesem Ansatz wenig anfangen können. Dafür sind klassische Pitch-Decks besser geeignet.
Interaktive Präsentationen sind kein Ersatz für gutes Verkaufen – sie machen gutes Verkaufen sichtbar.
Warum wir bewusst mit Microsoft PowerPoint oder Apple Keynote arbeiten
Interaktive Präsentationen sind für uns kein Selbstzweck und kein Ersatz für ein Verkaufsgespräch. Sie sind ein Werkzeug, das Verkäufern hilft, im entscheidenden Moment zuzuhören – statt weiter Folien abzuspielen.
Wir nutzen PowerPoint und Apple Keynote nicht als klassische Präsentationssoftware, sondern als lokale, robuste Verkaufsoberfläche. Alles, was für das Gespräch relevant ist, liegt direkt beim Vertriebsmitarbeiter – auf dem Laptop oder iPad. Ohne Nachladen. Ohne Abhängigkeit vom Internet. Ohne Risiko beim Kunden.
Ein weiterer Vorteil liegt in der Alltagstauglichkeit. PowerPoint und Keynote sind im Vertrieb etabliert, vertraut und flexibel erweiterbar. Inhalte können später vom Vertrieb oder Marketing selbst aktualisiert werden – ohne dauerhafte Dienstleisterbindung, wenn das gewünscht ist.
Nicht das Tool steht im Mittelpunkt, sondern das Gespräch.
Typische Fragen aus dem Vertriebsalltag
Müssen unsere Verkäufer dafür komplett umlernen?
Nein. Die Arbeitsweise orientiert sich an realen Verkaufsgesprächen. Verkäufer müssen nicht anders verkaufen, sondern lernen, Inhalte gezielter einzusetzen und früher zuzuhören.
Wie aufwendig ist die Vorbereitung einer solchen Präsentation?
Der initiale Aufwand ist höher als bei einem klassischen Pitch-Deck. Dafür entsteht ein System, das langfristig genutzt, erweitert und angepasst werden kann – statt bei jeder Änderung neu aufgebaut zu werden.
Funktioniert das auch ohne Video oder 3D?
Ja. Der Ansatz ist medienneutral. Grafik, Foto, Video, Animation oder 3D werden dort eingesetzt, wo sie sinnvoll sind – nicht, weil sie verfügbar sind.
Wer ist intern typischerweise verantwortlich: Vertrieb oder Marketing?
Beides. Erfolgreiche Projekte entstehen dort, wo Vertrieb und Marketing gemeinsam an Struktur, Inhalten und Gesprächslogik arbeiten.
Was passiert, wenn sich Produkte oder Argumente ändern?
Dialoggeführte Präsentationen sind modular aufgebaut. Einzelne Inhalte lassen sich austauschen oder ergänzen, ohne das gesamte System neu zu erstellen.
Ist das eher ein Tool oder ein Beratungsansatz?
Es ist kein Tool. Es ist eine Arbeitsweise, die wir konzeptionell begleiten und visuell umsetzen – angepasst an eure Vertriebsrealität.
Wie es weitergehen kann
Wenn unsere Arbeitsweise zu eurer Fragestellung passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort ein Projekt sein – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen.
Ins Gespräch kommen
Wenn du prüfen möchtest, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, sprechen wir darüber in Ruhe. Ohne Pitch, bei einer Tasse Tee oder Kaffee.