6. Warum interaktive Präsentationen Gespräche verändern

6. Warum interaktive Präsentationen Gespräche verändern
  • Interaktive Präsentationen reduzieren Erklärschleifen, verkürzen Gespräche und erhöhen die Qualität von Entscheidungen
  • Der bewusste Bruch mit der Vortragsdramaturgie: Nach vier Folien endet das Präsentieren – dann beginnt das Gespräch
  • Bewährte Tools wie PowerPoint sind oft besser geeignet als moderne Plattformen, weil sie ohne Internet und Apps funktionieren

Präsentationen werden oft als etwas verstanden, das man „durchklickt". Folie folgt auf Folie, der Vortrag läuft, am Ende gibt es Fragen – wenn noch Zeit ist. In vielen Vertriebs- und Marketinggesprächen ist genau das das Problem.

Denn gute Gespräche entstehen nicht dadurch, dass möglichst viele Informationen gezeigt werden. Sie entstehen dadurch, dass die richtigen Inhalte zur richtigen Zeit sichtbar werden.

Präsentieren ist nicht gleich Gespräch führen

Ein Gespräch folgt keiner festen Dramaturgie. Es entwickelt sich entlang von Fragen, Einwänden, Interessen und Vorwissen. Klassische Präsentationen hingegen sind meist linear aufgebaut – eine Reihenfolge, die unabhängig davon ist, was der Gesprächspartner wirklich wissen möchte.

Interaktive Präsentationen setzen genau hier an. Sie sind nicht dafür gedacht, vorgetragen zu werden. Sie sind dafür gedacht, Gespräche zu unterstützen.

Interaktive Präsentationen reduzieren Erklärschleifen, verkürzen Gespräche und erhöhen die Qualität von Entscheidungen.

Der bewusste Bruch: Der Vortrag endet früh

Unsere interaktiven Präsentationen folgen deshalb bewusst einer klaren, reduzierten Struktur: eine kurze Titelfolie, eine Vorstellungsfolie zur Person, eine Mood-Folie zur Einordnung – und dann eine Menü-Folie.

Und dann endet der Vortrag. Ab diesem Punkt soll der Vertrieb nicht weiter präsentieren, sondern zuhören. Die Präsentation wird zum Gesprächsleitfaden. Nicht zum Drehbuch.

Interaktiv heißt nicht „spielereicher"

Interaktive Präsentationen sind kein Selbstzweck. Sie sind keine Animationen, keine Effektschleifen und kein Entertainment. Ihre Stärke liegt nicht in der Technik, sondern in der Struktur: Inhalte sind thematisch gegliedert, Vertiefungen lassen sich gezielt aufrufen, Bilder, Videos, Animationen oder Grafiken stehen bereit, wenn sie gebraucht werden.

So entsteht ein Gespräch, das geführt wird – nicht ein Vortrag, der abgespult wird.

Warum bewährte Tools dafür gut geeignet sind

Wir setzen bewusst auf Werkzeuge, die im Vertrieb etabliert sind – etwa PowerPoint oder Apple Keynote. Nicht, weil sie besonders modern wären. Sondern weil sie zuverlässig funktionieren. Inhalte liegen lokal vor, kein Abhängigkeitsverhältnis von Internetverbindungen, keine App-Installationen beim Kunden, volle Kontrolle beim Vertrieb. Gerade in Verkaufsgesprächen, auf Messen oder in Remote-Terminen ist das oft entscheidend.

Interaktive Präsentationen als Teil eines größeren Zusammenhangs

Interaktive Präsentationen stehen für uns nicht isoliert. Sie sind ein Baustein innerhalb einer Präsentations- und Kommunikationsstrategie. Je nach Projekt werden sie ergänzt durch Video, Animation, 3D-Modelle, Augmented Reality oder räumliche Präsentationsformate. Nicht das Format entscheidet über den Erfolg – sondern der Einsatzkontext.

Einordnung statt Anleitung

Dieser Beitrag ist bewusst kein How-to. Er soll keine Tool-Tipps geben und keine Vorlagen liefern. Er soll einen Perspektivwechsel ermöglichen:

Interaktive Präsentationen rechnen sich, weil sie Gespräche verkürzen, Rückfragen reduzieren und Entscheidungen schneller und belastbarer machen.

Wer konkrete Beispiele sucht, findet auf unserer Seite zu interaktiven Präsentationen ein ausführliches Projekt – unter anderem mit Somfy.

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RSS-Button für das offene Web

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* RSS ist offene Infrastruktur: chronologisch und abonnierbar – ohne algorithmische Priorisierung. * Algorithmische Feeds konzentrieren Macht bei Plattformbetreibern; Engagement-Logiken begünstigen Zuspitzung und verstärken tendenziell polarisierende Inhalte, weil Erregung messbar ist und Differenzierung selten Interaktion maximiert. * Ein sichtbarer RSS-Button im Betriebssystem (z. B. in Safari) würde Informationssouveränität stärken, indem Abonnement wieder als gleichwertige

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