Augmented Reality

Auf einen Blick

Augmented Reality unterstützt Vertriebs­gespräche dort, wo Entscheidungen räumlich oder situativ getroffen werden müssen – etwa bei Anlagen, Produkten oder Lösungen, die sich nicht einfach erklären oder zeigen lassen.

Im Einsatz ersetzt AR keine Präsentation und kein Video, sondern ergänzt bestehende Inhalte als Entscheidungswerkzeug: direkt vor Ort, im konkreten Kontext und genau dann, wenn Absprachen sonst unklar bleiben würden.



Auf dieser Seite zeigen wir typische Situationen, in denen Augmented Reality den Vertrieb sinnvoll unterstützt. Die Beispiele entstehen nicht aus einer Technologie- oder Innovationsperspektive, sondern aus konkreten Vertriebssituationen: aus Vor-Ort-Terminen, Entscheidungsphasen und Übergaben nach dem Abschluss.

Augmented Reality wird dabei nicht als Show-Element eingesetzt, sondern als Arbeitsmittel – um räumliche Fragen zu klären, Entscheidungen abzusichern und Abstimmungen zu vereinfachen.

AR im Sales – Vorteile für Vertrieb & Abschluss

Augmented Reality bietet Vertriebsteams heute ein wirkungsvolles „visuelles Argument“ dort, wo klassische Präsentationen an ihre Grenzen stoßen: im direkten Kundendialog, bei erklärungsbedürftigen Produkten und in Entscheidungsphasen mit räumlichen oder situativen Fragen. AR macht Produktvorteile dort sichtbar, wo Worte und Bilder allein oft zu abstrakt bleiben. 

Direkter Nutzen für Sales:

  • Schneller Einstieg ins Erlebnis: Dank AR Quick Look und USDZ-Formaten können KundInnen AR-Erlebnisse direkt über einen Link oder QR-Code starten – ohne App-Download, ohne lange Wartezeit.
  • Höhere Abschlussquoten durch bessere Visualisierung: Kunden erleben Produkte in ihrer realen Umgebung, was Unsicherheiten reduziert und die Kaufentscheidung erleichtert.
  • Stärkere Kundenbindung: Interaktive AR-Visualisierungen schaffen ein intensiveres Produkterlebnis als statische Bilder oder abstrakte Beschreibungen.
  • Effizientere Beratung vor Ort und remote: Ob im Außendiensttermin oder im Online-Meeting – Vertriebsteams können komplexe Produkte einfach erklären und gemeinsam mit dem Kunden erkunden.
  • Flexibler Einsatz am POS: QR-Codes am Produkt oder im Laden führen direkt zur AR-Ansicht, z. B. für Varianten, Farben und Konfigurationen – ideal für spontane Kaufsituationen.
  • Kosten- und Aufwandseffizienz: Physische Muster oder Prototypen können durch AR-Modelle ergänzt oder ersetzt werden, was logistische und zeitliche Aufwände reduziert.

AR ist kein Gimmick, sondern ein vertriebsorientiertes Werkzeug, das die Lücke zwischen Produktvorstellung und Kaufentscheidung schließt – schnell, intuitiv und kontextbezogen einsetzbar. Es unterstützt Verkäufer:innen dabei, Unsicherheiten abzubauen und Kunden dort abzuholen, wo Entscheidungen tatsächlich getroffen werden

Siemens DDX: AR im Verkaufsgespräch mit Echtzeitbezug

Für das Siemens-interne-StartUp DDX wurde eine interaktive AR-Anwendung entwickelt, die im Verkaufs- und Präsentationskontext eingesetzt wird – etwa auf Messen oder Vortragsbühnen. Die Anwendung macht eine industrielle Blechpresse verständlich, indem sie Abläufe sichtbar und steuerbar macht und reale Daten aus der Cloud einbindet. AR dient hier nicht der Demonstration von Technik, sondern der Verkaufsunterstützung: komplexe Zusammenhänge lassen sich im Gespräch erklären, einordnen und diskutieren – live und kontextbezogen.

AR-gestützte Vertriebsdemonstration für industrielle Software

igus: Produktnutzen im Pre-Sales verständlich machen

Bei igus wird Augmented Reality eingesetzt, um Interessenten frühzeitig an ein erklärungsbedürftiges Produkt heranzuführen. Ein physisches Produktmuster wird ergänzt durch eine AR-Anwendung, die per QR-Code aufgerufen wird und einen Blick ins Innere ermöglicht. So entsteht Verständnis für den Produktnutzen, noch bevor ein ausführliches Verkaufsgespräch stattfindet. AR übernimmt hier die Rolle eines vorgelagerten Erklärwerkzeugs im Pre-Sales – als Brücke zwischen Produkt und erstem Kontakt mit dem Vertrieb.

Rheingas: Entscheidungen vor Ort vorbereiten

Für Rheingas kommt AR direkt im Kundentermin zum Einsatz. Vertriebsmitarbeiter platzieren den Gastank virtuell auf dem Grundstück des Kunden, klären Sicherheitsabstände und Nutzungsszenarien und dokumentieren die Situation mit Screenshots. Die Anwendung unterstützt das Live-Gespräch vor Ort und schafft eine gemeinsame Entscheidungsgrundlage für Angebot und Planung. AR wird hier als praktisches Arbeitsmittel genutzt, um Unklarheiten zu vermeiden und Entscheidungen im Gespräch vorzubereiten.

Carl Hamm: Produkte jederzeit erklärbar machen

Bei Carl Hamm löst AR ein typisches Vertriebsproblem: große Produkte auf kleinen Messeständen. Über QR-Codes auf Roll-ups lassen sich die Rohrverbindungssysteme in Augmented Reality zeigen und erklären – unabhängig vom verfügbaren Platz. Gleichzeitig stehen die Inhalte den Vertriebsmitarbeitern mobil zur Verfügung und können auch außerhalb der Messe genutzt werden. AR sorgt so dafür, dass das Hauptprodukt jederzeit verständlich präsentiert werden kann – stationär wie mobil.

Weitere Beispiele aus realen Vertriebssituationen

Fledermauser – AR im Investoren-Pitch
Ein noch nicht gebautes Senkrechtstarter-Flugzeug wird per Augmented Reality im Pitch vorgestellt. AR macht Konzept, Größe und Einsatzszenarien sichtbar – bevor ein physischer Prototyp existiert.

VTOL-Konzept-Pitch von PanSpatial (ca. 4 Min.)

Kaffeerösterei Kultkaffee – Prozesse verständlich erklären
Wie entsteht gerösteter Kaffee? Eine komplette Rösterei wird als AR-Tischmodell erklärt, ergänzt durch Fotos realer Arbeitsschritte direkt in der Anwendung. AR dient hier der verständlichen Prozessdarstellung.

Wie röstet man Kaffee? Erklärung via AR (ca. 2 Min.)

PlugVan – Produkt erklären, ohne es aufzubauen
Ein Einschub verwandelt Transporter in Campingfahrzeuge. Die AR-Anwendung wird seit Jahren im Vertrieb und auf Messen genutzt, um Funktion, Einbau und Nutzung verständlich zu erklären – unabhängig vom realen Fahrzeug.

PlugVan: Sales via Augmented Reality (ca. 7 Min.)

TURCK – Echtzeitdaten im Verkaufsgespräch
Auf der Hannover Messe werden Sensorsignale live neben dem realen Produkt visualisiert. Eine iPad-Anwendung verbindet Messdaten mit AR-Darstellung und macht Produktvorteile im Gespräch direkt nachvollziehbar.

Augmented Reality auf der Messe (ca. 3 Min.)

Augmented Reality ist kein Ersatz für Grafik, Video oder Präsentationen. In vielen Projekten kommt AR bewusst nicht zum Einsatz. Wir nutzen AR dort, wo räumliche Fragen, Einbausituationen oder Entscheidungen im realen Kontext geklärt werden müssen – und greifen in allen anderen Fällen auf einfachere, bewährte Formate zurück.

Warum wir AR im Vertrieb pragmatisch umsetzen

In vielen Vertriebsorganisationen sind iPhone und iPad ohnehin im Einsatz. Mit Apple AR Quick Look steht eine AR-Engine bereits im Betriebssystem zur Verfügung – ohne zusätzliche Apps oder Installationen.

Auf dieser Basis lassen sich vorhandene 3D-Daten im Format USDZ schnell für den Vertrieb nutzbar machen. Vertriebsmitarbeiter können Inhalte direkt im Gespräch einsetzen und ohne technische Hürden starten.

3D-Daten als Grundlage

Wie kommen wir an die passenden 3D-Daten?
Für Spatial Presentation sind keine „perfekten CAD-Daten“ zwingend notwendig. Je nach Produkt, Ziel und Zeitrahmen gibt es drei bewährte Wege, um geeignete 3D-Inhalte zu erzeugen.

1. Ableitung aus vorhandenen CAD-Daten
Wenn CAD-Daten existieren, können diese gezielt reduziert, strukturiert und für Präsentationen aufbereitet werden. Dabei geht es nicht um technische Vollständigkeit, sondern um Verständlichkeit, Maßstab und Vergleichbarkeit. Dieser Weg eignet sich besonders für Maschinenbau, Anlagenbau und modulare Produkte sofern ein Zugriff auf die Daten möglich ist.

2. Erstellung aus Produktfotos
Für viele Produkte lassen sich 3D-Modelle auch aus Fotomaterial ableiten, ggf. mit KI-Unterstützung. Das ist sinnvoll, wenn keine CAD-Daten vorliegen oder wenn Geschwindigkeit wichtiger ist als technische Tiefe. Diese Modelle eignen sich hervorragend für Präsentationen, Messen und frühe Vertriebsphasen.

3. 3D-Scan und Photogrammetrie
Reale Objekte, Prototypen oder bestehende Anlagen können direkt gescannt werden. So entstehen realitätsnahe Modelle, die sich für räumliche Präsentationen, Vergleiche oder Schulungen nutzen lassen – auch dann, wenn keine digitalen Konstruktionsdaten verfügbar sind.

Welche Lösung ist die richtige?
Das hängt vom Einsatzzweck ab: viSales berät, welcher Weg sinnvoll ist – und bereitet die Daten so auf, dass sie für Spatial Presentation, AR, Meetings oder Messen langfristig nutzbar bleiben.

Typische Fragen aus Marketing & Vertrieb

Brauchen wir für AR eine eigene App?
Nein. In vielen Projekten nutzen wir AR über Apple AR Quick Look. Vertriebsmitarbeiter können Inhalte direkt auf iPhone oder iPad einsetzen – ohne App-Download und ohne IT-Freigabe.

Ist AR nicht zu aufwendig für den Vertrieb?
AR wird bei uns nicht als Zusatzprojekt gedacht, sondern aus bestehenden 3D- oder Visualisierungsdaten abgeleitet. Der Aufwand liegt in der Vorbereitung – der Einsatz im Vertrieb ist bewusst einfach gehalten.

Eignet sich AR für jedes Produkt?
Nein. AR ist sinnvoll, wenn räumliche Fragen, Einbausituationen oder Nutzungskontexte eine Rolle spielen. In vielen Fällen sind Grafik, Präsentation oder Video die bessere Lösung.

Können unsere Vertriebsmitarbeiter AR sofort nutzen?
Ja. Die Anwendungen sind so konzipiert, dass sie ohne Schulung im Gespräch eingesetzt werden können. Starten, platzieren, erklären – mehr ist im Termin nicht nötig.

Was passiert mit den Inhalten nach dem Verkaufsgespräch?
AR-Inhalte lassen sich weiterverwenden: für Angebote, Abstimmungen, interne Übergaben oder spätere Erweiterungen. Sie sind kein Einmal-Effekt, sondern Teil eines visuellen Systems.

Wie es weitergehen kann

Wenn unsere Arbeitsweise zu eurer Fragestellung passt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, weiterzugehen. Nicht jede Anfrage muss sofort ein Projekt sein – oft reicht ein erstes gemeinsames Einordnen.

Ins Gespräch kommen

Wenn du prüfen möchtest, ob ein überschaubarer Einstieg sinnvoll ist, sprechen wir darüber in Ruhe. Ohne Pitch, bei einer Tasse Tee oder Kaffee.