Wozu braucht man "AR Quick Look"​ von Apple?

Wozu braucht man "AR Quick Look"​ von Apple?
  • AR Quick Look ist Apples nativer AR-Viewer: kein App-Download, startet direkt in Safari – Kunden tippen auf einen Link und sehen das 3D-Modell sofort in ihrer Umgebung.
  • Über 1 Milliarde aktive Apple-Geräte unterstützen Quick Look nativ: iPhone und iPad ab iOS 12 zeigen USDZ-Modelle ohne zusätzliche Software.
  • Entscheidend für B2B-AR ohne IT-Aufwand: Der Kunde braucht nichts installieren – das senkt die Einstieghürde für AR-Demos im Außendienst auf null.

Da immer wieder im Zusammenhang mit Augmented Reality auf dem iPhone die Frage kommt, hier eine knappe Erklärung, mit ein paar Videobeispielen.

Augmented Reality via Web, aber ohne Browser!

Augmented Reality bringt das Virtuelle in unseren Alltag - doch das ergibt nur Sinn, wenn diese schnell und unkompliziert verfügbar ist. Und genau dafür gibt es AR Quick Look von Apple. In diesem Text erkläre ich, was AR Quick Look ist und warum es uns als Agentur begeistert.

Vorab, Du kennst schon meinen Text USDZ: So wichtig wie HTML und MP3? Wenn nicht, dann auf jeden Fall dort erst querlesen, denn AR Quick Look nutzt USDZ-Dateien.

Was ist AR Quick Look?

Wenn wir Augmented Reality nutzen wollen, gibt es zwei herkömmliche Wege diese zugänglich zu machen: Durch eine AR-App oder durch einen browserbasierten Zugang. Bei Apple existiert aber noch eine dritte Möglichkeit: AR Quick Look. Dank AR Quick Look ist die 3D-Engine direkt in das Betriebssystem iOS integriert.

Neben der klassichen App mit AR-Funktion gibt es den auf Android (und manchmal bei iPhones) genutzten Weg der Browser-Anwendung. Apple bietet mit AR Quick Look aber einen bessern Weg.

Oder einfacher ausgedrückt: Alle Bausteine, um eine AR-Anwendung zu starten, sind bereits im Betriebssystem des iPhones enthalten. Mehr dazu in meinem Video:

AR Quick Look: Die wichtigsten Eigenschaften

Apple arbeitet stetig daran, AR Quick Look zu verbessern und so die AR-Darstellung von USDZ-Dateien noch realistischer zu gestalten. Einige Eigenschaften sind zum Beispiel: Schatten, die sich in Echtzeit passend zur Sonne bewegen, das Licht, dass sich den realen Lichtverhältnissen anpasst oder die Schärfe bzw. Trübheit von Objekten, je nachdem wie weit man von ihnen entfernt steht. Ein besonderes Augenmerk haben die Entwickler auf die Programmierung der Nutzer Interaktion gelegt. Das heißt, dass AR-Objekte von den Nutzern berührt werden können und diese daraufhin entsprechend reagieren (zum Beispiel: Schiebe ich ein Objekt über eine Kante, fällt es runter). Dies ermöglicht die eingebaute Physik-Engine, wie man sie auch als Videospielen kennt.

Wie interagiert man mit so einer AR Quick Look-"Sache"?

AR Quick Look: Limitationen

Die Möglichkeiten der AR-Darstellung sind allerdings auch mit AR Quick Look nur so gut, wie es das jeweilige Modell des Endgeräts zulässt. Den vollen Umfang an realistischer Augmented Reality ist nur mit den besten Geräten möglich, bei allen kleineren oder älteren Geräten muss man auch mit QR Quick Look Einbußen hinnehmen.

Darüber hinaus kann AR Quicklook natürlich nur mit Apple Geräten genutzt werden. Das müssen Entwickler bei der Erstellung von AR-Inhalten stets mitbedenken und eine Unterstützung für Nicht-Apple-Nutzer finden.

Beispiel für AR Quick Look

Du hast ein Apple Gerät in der Hand und möchtest AR Quick Look selbst einmal testen? Dazu gibt es von mir im Rahmen meines LinkedIn-Newsletters schon einen Beitrag mit Fünf praktische Beispiele für USDZ. Hier ein Video von meinem YouTube-Channel. Für das Projekt haben wir dieses Jahr einen Award (Deutschen Agenturpreis im Bereich B2B) gewonnen.

Warum AR Quick Look? Ein Vergleich zwischen den AR-Möglichkeiten

Wenn wir Augmented Reality nutzen wollen, gibt es zwei herkömmliche Arten diese zugänglich zu machen: Durch eine AR-App oder durch einen browserbasierten Zugang.

Die App-Variante bedeutet, dass sich die User zunächst eine App installieren müssen, für diese genügend Speicherplatz bereitstellen müssen und diese regelmäßig updaten müssen. Ein Umstand, der beispielweise für eine kurze Marketingaktion nicht praktikabel ist.

Bei einem browserbasierten Ansatz gibt es zwar diese Hürden nicht, dafür ist der Umfang und die Detailtreue limitiert. Auch kann es durch die großen Dateien zu langer Ladezeit kommen.

Aus diesen Gründen ist AR Quick Look aus unserer Sicht die beste Möglichkeit für schnelle, unkomplizierte und detailreiche Augmented Reality Darstellung.

Auf einen Blick: Die Vorteile von AR Quick Look

  • Engine direkt im Betriebssystem integriert
  • Keine extra Apps notwendig
  • Lädt sehr schnell, da weniger Daten heruntergeladen werden müssen
  • Detailreiche, hochwertige Animationen möglich
  • USDZ-Dateiformat, daher komprimierte Dateien, die einfach verschick werden können
  • Daher perfekt für beispielsweise Onlinemarketing und Veranstaltungen

Dieser Beitrag erschien ursprünglich 2022 als Artikel. Er richtet sich an Leserinnen und Leser, die einen Einstieg in das ´ Thema suchen. Neuere Seiten und Artikel bauen inhaltlich darauf auf und gehen bewusst weiter in die Tiefe.

Typische Entscheiderfragen

Was ist AR Quick Look von Apple?

AR Quick Look ist Apples eingebauter AR-Viewer für iPhone und iPad. Er startet automatisch in Safari, wenn ein Nutzer einen USDZ-Link öffnet – das 3D-Modell erscheint sofort in der realen Umgebung der Kamera. Kein App-Download, keine Registrierung.

Welche Geräte unterstützen AR Quick Look?

Alle iPhones und iPads mit iOS 12 oder neuer und einer A9-Chip-Generation oder jünger unterstützen AR Quick Look. Das umfasst alle aktuellen und die meisten noch im Einsatz befindlichen Apple-Geräte – ohne jede zusätzliche Software.

Wie erstelle ich Inhalte für AR Quick Look?

AR Quick Look benötigt USDZ-Dateien. Diese entstehen aus CAD-Daten (via Konvertierung), aus 3D-Programmen wie Blender oder Cinema 4D oder über spezialisierte Dienstleister wie viSales. Die fertige USDZ-Datei wird auf einen Webserver geladen – der direkte Link aktiviert Quick Look automatisch.

Was ist der Unterschied zwischen AR Quick Look und WebAR?

AR Quick Look ist Apples native Lösung – tief ins iOS-System integriert, sehr schnell und stabil. WebAR läuft browserbasiert auf iOS und Android und ist plattformübergreifend. Für reine Apple-Zielgruppen ist Quick Look die bessere Wahl; für gemischte Geräteumgebungen empfiehlt sich WebAR.

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