Messeerfolg maximieren: Exponate durch Augmented Reality aufwerten

Messeerfolg maximieren: Exponate durch Augmented Reality aufwerten
  • AR auf Messen verwandelt klassische Exponate in interaktive Erlebnisse: Produkte lassen sich per iPad oder iPhone vor Ort in Augmented Reality animieren, erklären und mit Daten anreichern.
  • Fünf Ausbaustufen – von AR-only bis zum interaktiven Modell mit AR – machen den Einsatz skalierbar für jede Messefläche und jedes Budget, auch auf 6 m² Kleinstständen.
  • Realkundenzitate und Fallbeispiele von Siemens, Carl Hamm, Thyssenkrupp und Turck belegen: AR am Messestand erhöht Verweildauer, Gesprächsqualität und Konversionsrate nachweislich.

Für einen Messestand braucht es einen Publikumsmagneten, einen Eye-Catcher, etwas WARUM die Leute stehen bleiben und auf den Stand kommen. Und auf dem Stand braucht es dann eine Chance auf eine hohe Verweildauer.

Kürzer kann ich die Kernargumente für die Kombination aus realem Objekt - dem Eye-Chatcher - und einer Augmented Reality-Erweiterung, gerade kaum zusammenfassen.

Drum heute ein paar Fallbeispiele, inklusive einiger Videos.

Warum überhaupt Messen? #MeetAndGreet

Messen sind unverzichtbar für die soziale Interaktion, da sie Menschen aus verschiedenen Branchen und Regionen zusammenbringen. Sie bieten eine einzigartige Plattform, auf der Fachleute, Kunden und Interessierte direkt miteinander in Kontakt treten können. Durch persönliche Gespräche und Networking entstehen wertvolle Geschäftskontakte und Partnerschaften. Der direkte Austausch von Ideen und Erfahrungen fördert Innovationen und stärkt das Gemeinschaftsgefühl innerhalb einer Branche.

Soziale Interaktionen auf Messen tragen wesentlich zur Vertrauensbildung und langfristigen Geschäftsbeziehungen bei, die in der digitalen Kommunikation oft fehlen.

Disclaimer: Es gibt schon viele technische Lösungen für recht gute Remote-Interaktionen - doch entweder sind diese noch nicht verfügbar (Starline von Google) oder kaum bei den Menschen vorhanden (Apple Vision Pro für Videokonferenzen).

Und für viele Zwecke #MeetAndGreet bleibt dann zur Zeit (noch) das persönliche Treffen.

Die soziale Akzeptanz von Remote-Meetings ist gestiegen, aber so wie ich „Remote-Partymachen" angehe ist echt eine Vorreiterrolle. 😉

Warum ein Exponat / Produkt / Modell auf einem Messestand?

Ein Exponat auf einem Messestand zieht Messebesucher effektiv an, da es visuell ansprechend ist und sofort Aufmerksamkeit erregt. Durch seine Präsenz werden Neugier und Interesse geweckt, was Interessenten dazu motiviert, den Stand zu besuchen und mehr zu erfahren. Ein gut platziertes und interessantes Exponat dient als Gesprächsaufhänger und erleichtert den Einstieg in die Gespräche.

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Publikumsmagnet: Traktorhersteller John Deere ließ von PS Modellbau für eine Messe einen ganzen Traktor in zwei Teile zersägen
Ein durchdachtes Exponat ist somit ein zentrales Element, um die Messebesucher erfolgreich anzuziehen und zu binden.

Exponate sind Leadmagneten auf einem Messestand: Die Kunst ist dann die „Konversion" in ein längeres Gespräch zur Erhöhung der Verweildauer „am Produkt" mit dem Ziel zum FollowUp-Gespräch nach der Messe. Es geht also um reine Konversionoptimierung - und nicht dem „technischen Boah-Effekt" - wie immer im Vertrieb.

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Daniel Günther, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, an einem Messeexponat von PS Modellbau (Quelle: Nordbaumesse)

Drei Gründe warum Modell & AR im Sales die Top-Konversion-Optimierung im Gespräch auf einer Messe sind

Der Einsatz von Exponaten und Augmented Reality (AR) im Sales-Gespräch auf einer Messe optimiert die Konversionsrate aus drei wesentlichen Gründen:

  1. Visuelle Darstellung und Interaktivität: Modelle und AR bieten eine beeindruckende visuelle Darstellung von Produkten. Diese interaktive Präsentation ermöglicht es den Kunden, das Produkt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und zu verstehen, wie es funktioniert. Dies schafft ein tieferes Verständnis und erhöht die Kaufbereitschaft.
  2. Erhöhte Kundenbindung: Durch die Nutzung von AR können Kunden das Produkt virtuell erleben, was eine faszinierende und innovative Erfahrung darstellt. Diese Interaktivität bindet die Besucher stärker an den Stand und sorgt dafür, dass sie sich länger mit dem Produkt beschäftigen, was die Chance auf eine erfolgreiche Konversion erhöht.
  3. Effiziente und anschauliche Kommunikation: Modelle und AR erleichtern die Erklärung komplexer Produkteigenschaften und -vorteile. Vertriebsmitarbeiter können technische Details und Anwendungsmöglichkeiten präzise und anschaulich demonstrieren, wodurch Missverständnisse vermieden und Vertrauen aufgebaut werden.
Dies führt zu einer effektiveren Überzeugungskraft im Verkaufsgespräch und somit zu höheren Konversionsraten.

Bonusgrund: Nachhaltigkeit & Kostenersparnis

Ein zusätzlicher Vorteil eines physischen Modells oder Exponats auf Messen ist die vielseitige Erweiterbarkeit durch AR-Inhalte. Dies ermöglicht eine dynamische Präsentation, bei der das Modell durch zusätzliche virtuelle Informationen und Erlebnisse ergänzt wird.

Besonders vorteilhaft ist, dass AR-Inhalte einfacher und schneller aktualisiert werden können als physische Modelle. So können Anpassungen und Neuerungen flexibel und zeitnah integriert werden, ohne das physische Exponat ersetzen zu müssen.

Diese Kombination aus physischer Präsenz und digitaler Flexibilität maximiert die Wirkung und Relevanz des Messestandes, indem sie stets aktuelle und ansprechende Informationen bietet.

Modell/Exponat und AR im Zusammenspiel

Das Exponat kann neben einem realen Produkt des Unternehmens natürlich auch ein Modell eines größeren Geräts oder z.B. eines Firmengeländes sein. Für diese Newsletter-Ausgabe unterscheide ich diese fünf Ausbaustufen:

  1. Ohne Modell / AR-Only: Auch wenn sich diese Idee eher seltsam anhört, das Beispiel für die Firma Carl Hamm und Mini-Messeständen zeigt die pragmatische und praktische Anwendung im Falle von „kein Platz für ein Exponat"
  2. Statisches Modell: Eine verkleinerte Fabrikationsanlage wie bei Thyssen-Krupp, wird speziell für den Einsatz in der Präsenz-Kommunikation geplant
  3. Interaktives Modell: Erlaubt es z.B. eine oder mehrere Aktionen auszulösen (Taster/Touch Panel) welche individuell programmierte LEDs z.B. zur Visualisierung von Workflows auslöst
  4. Statisches Modell mit Augmented Reality: Das physische Modell ist wesentlich einfacher und via Augmented Reality werden viele Erweiterungen eingeblendet.
  5. Interaktives Modell mit Augmented Reality: Erlaubt es dem Messebesucher durch programmierte Touch-Displays, LED-Visualisierung und Zusatzinformation aufzurufen, während der Vertriebsmitarbeiter mit AR eine persönliche „Guided Tour" vornehmen kann

Carl Hamm GmbH: Der AR-RollUp-Messestand (AR-Only)

Ein Roll-Up mit QR-Code auf einem Messestand ist ideal, um Aufmerksamkeit zu erregen. Der QR-Code ermöglicht Besuchern den Zugang zu einem animierten AR-Modell der patentierten Rohrverbindung "ZSM". Und so wird auch ein größeres Exponat auf einem "Kleinstmessestand" von Sebastian Hamm oder Thomas Kernchen zur Messe mitgebracht.

"Auf 6 m² ein Exponat unterzubringen ist schon eine Aufgabe, wenn man unsere Produkte kennt, aber das Exponat auch noch interessant zu präsentieren, ist ohne Bewegung nicht möglich. Das Auge sieht zwar alles, aber gecatcht wird es nur von Bewegung, Interaktion!"

Als Vertriebler kann ich meinem Gegenüber noch so schöne Worte bieten — aber das beschreibt nicht, was das Auge selber sieht und als Information ins Hirn weiterleitet.

Der AHA- oder WOW-Effekt wirkt optisch deutlich intensiver als akustisch! Besonders in einer Zeit, in der es immer schwieriger wird, Kunden vor die Tür zu bekommen.

Ein Grund, warum wir mit viSales GmbH nicht nur für Messepräsentation solche Stilmittel gewählt haben, sondern auch für Firmenpräsentationen. (Aus einem Kommentar von Herrn Kernchen / Firma Hamm)

Ein weiteres AR-Only-Beispiel ist unsere DDX-Lösung für Siemens (Projekt-Video) sowie weitere Beispiele auf dem YouTube-Kanal.

Thyssenkrupp Steel: Stahlerzeugung mit Wasserstoff (Statisches Modell mit grafischer Legende)

Um eine wirklich große Fertigungsanlage anschaulich umzusetzen wurde die Firma PS Modellbau beauftragt das komplette Gelände als Modell aufzubereiten. So kann man im Gespräch auch den umweltfreundlichen Ablauf bei der Stahlerzeugung vorstellen.

„Bei der Direktreduktionsanlage handelt es sich um einen Schachtofen, der mit Erdgas oder Wasserstoff funktioniert und deshalb keine Kohle benötigt." (Quelle: thyssenkrupp Steel)

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Sehr detailliertes Modell der Stahlproduktionsanlage mit Wasserstoff

Kreis Düren: Solarstrom mit Wasserstoff-produktion und Speicherung (Interaktives Modell)

Den komplexen Ablauf von Solarstrom-Produktion, Wasserstofferzeugung, -speicherung und -verbrauch in einem Modell erklären zeigt dieses Beispiel der „H2-Welt" für den Kreis Düren in seiner Dauerausstellung.

„Verständlich, abwechslungsreich und vor allem aus lokaler Sicht wird dieses Zukunftsthema erklärt." (Quelle: ps-modellbau.de)

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Interaktives Modell: Durch drücken der "Sonne" wird das ganze Modell aktiviert

Würth: Workflow in der Fertigungshalle (Statischer Modellbau mit Augmented Reality)

Wie kann man einen komplexen Workflow in einer Fertigungshalle erklären? Man nimmt die Anlage als Modell mit auf den Messestand und zeigt auf einem iPad in AR dazu die technischen Details im Kundengespräch bei der Würth Group.

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Statisches Modell für die Firma Würth

Siehe auch das Titelbild des Beitrags für eine Aufnahme mit dem AR-iPad.

Ausführliches Fallbeispiel einer Lagerhalle (Statisches Modell mit Augmented Reality)

Für dieses Projekt wurde ein Modell einer Logistikhalle mit vielen Augmented Reality-Elementen ergänzt um so jederzeit das passende Infoschnipsel zur Halle nicht nur verbal zu beschreiben, sondern direkt auch zu visualisieren.

Turck: Sensordaten sichtbar machen (Interaktives Modell mit Augmented Reality)

In diesem Projekt produzierte die TURCK-interne Messeabteilung die Exponate und es lag in unserer Hand die Messdaten der Sensoren interaktiv mit einer iPad-App in AR darzustellen. Zusätzlich gab es alle Exponate auch als 3D-Animationen für den unwahrscheinlichen Fall eines Netzausfalls — welcher direkt am ersten Messetag bei TURCK eintrat.

Was kostet AR auf dem Messestand?

Eine häufige Frage — und sie lässt sich konkreter beantworten als oft behauptet:

Ein Einstieg mit 1–3 Produkten als USDZ, Tablet-Lösung und Einweisung des Vertriebsteams ist der typische erste Schritt. Die Kosten hängen vor allem davon ab, ob CAD-Daten vorhanden sind und in welchem Zustand. Mit sauberen CAD-Daten ist der Vorlauf auf 4–6 Wochen begrenzt.

Skalierbar nach Messefläche und Budget: Vom kompakten 6-m²-Stand bis zur Hauptausstellungsfläche — AR-Lösungen lassen sich in jede Messegröße integrieren, ohne dass ein physisches Exponat transportiert werden muss. Besonders geeignet: Hannover Messe, Bauma, automatica.

Eine detaillierte Kostenübersicht und Antworten auf typische Entscheiderfragen gibt es auf der Messepräsentations-Übersichtsseite von viSales.

Meine Lesetipps zu Messe, Vertrieb und Augmented Reality

  1. Drei Ideen zu Messen, ganz ohne Apples Vision Pro
  2. Sales im Industrial Metaverse
  3. Fünf Lösungen zur Augmented Reality-Hardware im Vertrieb
  4. HowTo: Sales mit AR
  5. 2023: Messeerfolg im Fokus
  6. Digital Sales: Via Powerpoint zu Augmented Reality
  7. Artikel: Messen der Zukunft: Fokus auf Kontakte statt Flächen (2017)
  8. Podcast: Messen der Zukunft (2017)

Einen weiteren Newsletter-Beitrag zu Apple und AR schiebe ich auf nach der Sommerpause. Zwei Vorträge zum Thema #OpenUSD gibt es bald in der YouTube-Playlist USD-Updates.

Wie sich Messeauftritte mit digitalen Formaten technisch strukturieren lassen

Am Ende dieser technischen Fallbeispiele wird deutlich, dass digitale Inhalte – ob AR-Erweiterungen, VR- bzw. 360°-Videos oder interaktive Visualisierungen – nicht isoliert stehen, sondern in das Gesamtkonzept eines Messeauftritts eingebettet werden müssen. Entscheidungen zur Formatwahl, technischen Umsetzung und Kombination mit realen Exponaten hängen von Standfläche, Zielsetzung und Gesprächsführung ab.

Auf unserer Übersichtsseite zu Messeleistungen findest du weitere technische Beschreibungen und Praxisansätze: Messen – Messepräsentationen mit AR & digitalen Inhalten.

Viele Grüße aus Velbert,

Gerhard Schröder

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CSS Spatial: Wenn Apple das Web in den Raum holt und warum das kein Alleingang werden darf

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* CSS Spatial Layout bringt echtes 3D ins Web — nicht als visueller Trick, sondern als Positionierungs-Konzept mit Z-Achse, Tiefe und räumlichen Kontexten. * Apple hat die Spezifikation als Open-Source-Explainer auf WebKit GitHub veröffentlicht — mit dem klaren Signal: das soll ein W3C-Standard werden, kein Apple-Sonderweg. * Wer heute mit OpenUSD, USDZ und WebAR arbeitet,

By Gerhard Schröder

viSales GmbH – Agentur für 3D-Visualisierung, Augmented Reality & Digital Twin auf OpenUSD-Basis – Bochum, NRW · 44787