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title: Vom Tonstudio übern Oscar bis zu Netflix, KopfKino Ep. 60
description: Ansgar Frerich erzählt Gerhard Schröder seinen Weg vom Tonstudio-Praktikum
  über eine Oscar-Nominierung für Wim Wenders bis zu Netflix — KopfKino Ep. 60.
slug: vom-tonstudio-uebern-oscar-bis-zu-netflix-kopfkino-ep-60
date: '2022-01-05'
last_updated: 2026-04-24
author: Gerhard Schröder
tags:
- visual-com-podcast
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- visual-com-podcast
primary_tag: visual-com-podcast
excerpt: 'Vom Mediengestalter-Azubi beim Bayerischen Rundfunk bis zur Oscar-Nominierung:
  Ansgar Frerich über seinen ungewöhnlichen Weg durch die Filmbranche.'
canonical: https://visales.de/vom-tonstudio-uebern-oscar-bis-zu-netflix-kopfkino-ep-60.html
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„Und bevor ich in das eigentliche Gespräch einsteige, gebe ich noch eine Geschichte"

[Kai Heddergott](https://www.linkedin.com/in/kaiheddergott/) und [Gerhard Schröder](https://www.linkedin.com/in/gerhardschroeder-visales/) in Folge 60 des KopfKino: **Vom Tonstudio übern Oscar bis zu Netflix, KopfKino Ep. 60**

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  <summary><strong>Was ist der KopfKino?</strong></summary>

Der Talk von Kai Heddergott und Gerhard Schröder zu visueller Unternehmenskommunikation — zu B2B, XR, KI und digitaler Kommunikation. Seit 2017, zunächst als KopfKino, ab 2025 als Visual.com.

→ [Alle Folgen im Archiv](https://visales.de/tag/visual-com-podcast.html)

</details>

## Worum es geht
Vom Tonstudio über den Oscar bis zu Netflix – ein ungewöhnlicher Karriereweg in der Kreativwirtschaft. Gerhard spricht mit seinem Gast über Filmton, Wim Wenders, die Entwicklung der Streaming-Ära und was Kreative aus dem Entertainment-Bereich für die Unternehmenskommunikation lernen können.

## Kapitel
00:00 Intro & Gast
04:37 Wim Wenders & Tonstudio-Vergangenheit
09:15 Produktionsfirmen & kreative Arbeit
13:50 Weg durch die Branche
18:25 Was funktioniert – was nicht
27:35 Jeder kann heute Content erstellen
32:11 Wie sich das Medium entwickelt hat
36:46 Aktuelle Entwicklungen im Streaming
41:22 Gesellschaftliche Relevanz von Inhalten
45:57 Produktionsrealität heute
50:32 Ja, und trotzdem machen
55:07 Was auch zählt
59:42 Hinter den Kulissen
64:17 Wie Teams zusammenarbeiten
68:52 Erfahrungen aus der Praxis
73:27 Wie Bilder Geschichten erzählen
78:02 Bildsprache & visuelle Kommunikation
82:37 Fazit & Ausblick

<details>
<summary>Transkript (KI-bereinigt)</summary>

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kopfkino.
Ich spreche gleich mit Ansgar Frerich.
Und bevor ich in das eigentliche Gespräch einsteige, gebe ich noch eine Geschichte,
wie Ansgar und meiner einer überhaupt in Kontakt gekommen sind.
Denn dieser Kontakt ist historisch gewachsen.
Ansgar und meiner einer, wir kennen uns jetzt, lass mich nicht lügen,
ich sag jetzt mal ungefähr 30 Jahre,
zu unseren eher wilderen Jugendjahren,
Stichwort, ich bin 52.
Damals waren wir beide gemeinsam in einem, ich sag jetzt mal Literaturverein.
Und in diesem Rahmen dieses Literaturvereins gibt es einmal im Jahr immer ein Sommertreffen.
So ungefähr eine Woche lang.
Und vor 25 Jahren, das kommt ziemlich genau hin,
vor 25 oder 27 Jahren,
bei einem dieser Sommertreffen war dann mit einmal eine mongolische Ethnoband,
Ethno-Jazz-Band dabei.
Und die waren dann auch in der Jurte untergebracht.
Und es gab tolle Live-Musik dann einfach von denen.
Alle miteinander gute Zeit gehabt,
waren so ungefähr 300 Leute auf dem Gelände.
Das war in Oberkirchen bei Bückeburg.
Und der Ansgar hatte vorher schon, wenn ich mich nicht täusche,
ein Praktikum in dem ganzen Themenbereich Tontechnik gemacht,
hatte auf München in der Innenstadt die Truppe als Straßenband kennengelernt.
Sie von dort aus mehr oder weniger vom Stand weg direkt auch dann mit auf das Gelände geschleppt.
Und ein paar Jahre später hat er eben eine Oscar-Nominierung bekommen für einen Dokumentarfilm.
So, und das ist so gesehen, da merkt man,
Zufallsbegegnungen und Lebenswege sind nicht immer ganz geradlinig.
Und darum werde ich auch ein bisschen über seinen Lebensweg,
über seinen Karriereweg dazu sprechen,
wie man von einem Praktikum über eine klassische Ausbildung als Mediengestalter bildet,
Ton, sowas, was wir in meiner Firma auch ausbilden,
bis zur Oscar-Nominierung mich nachher auch kommen kann.
Und ähnlichen Spaß in den Geschichten.
Hallo Ansgar, das ist jetzt gefühlt 30 Jahre her, dass wir uns zuletzt gesehen haben.
Stimmt das ungefähr, Jana?
Ja, irgendwas zwischen 20 und 30 Jahren, werde ich auch sagen.
Viel passiert in der Zwischenzeit.
Genau.
Du hattest damals ja schon ein Praktikum,
später auch dann eine Ausbildung in der Branche gemacht.
Und ich bin erst 2010 in die Branche überhaupt dazugekommen.
Mehr auch durch einen Zufall.
Aber erzähl mal, dein Weg ist ja wirklich so ganz klassisch, muss man sagen.
Also von der Pike auf alles gelernt.
Wir kennen uns, oder den letzten Kontakt, den wir so richtig hatten,
war gefühlt vor 25 Jahren.
Und da ging es um mongolischen Ethno-Jazz.
Genau, genau.
Das ist auch ein Thema, was mich immer wieder begleitet hat.
Da kommen wir sicherlich später noch zu.
Ja, also bei mir war es einfach so, ich komme aus Paderborn,
jetzt keine Medienhauptstadt, würde ich sagen.
War aber immer zumindestens musisch interessiert.
Und bin dann irgendwann auf die Idee gekommen,
vielleicht wäre Mediengestalter Bild und Ton die richtige Ausbildung für mich.
Ich habe erst ein Praktikum in Paderborn gemacht,
in dem Bereich.
Und hatte dann das Riesenglück,
dass ich eine Ausbildungsstelle als Mediengestalter Bild und Ton beim Bayerischen Rundfunk bekommen habe.
Was letztendlich eine Grundausbildung in den drei Grundgewerken Kamera, Schnitt und Ton ist.
Und im letzten Jahr konnte man sich spezialisieren.
Und da habe ich ziemlich Feuer gefangen, muss ich sagen.
Also es war total spannend.
Einerseits von den jetzt älteren Kollegen, kann ich ja jetzt sagen,
damals den festen Mitarbeitern, diese verschiedenen Welten kennenzulernen.
Und auf der anderen Seite ja auch diesen Raum zu haben,
um neben der offiziellen Ausbildungsarbeit schon eigene Projekte zu machen,
die in München natürlich relativ gut strukturiert waren,
weil es dort die HFF, die Hochschule für Film und Fernsehen gibt.
Und ich dort meine ersten Kurzfilme vertont habe.
Und dann auch schon während der Ausbildungszeit meinen ersten Langfilm
für die Produktionsfirma von Wim Wenders vertonen durfte.
Und das war natürlich

</details>
