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title: 'Skill-Abo #6: Skill Forge — dein Skill optimiert sich selbst'
description: 'Skill Forge von Mark Zimmermann ist ein autonomer Optimierungs-Loop
  für Claude-Skills: mutieren, testen, messen, wiederholen. Inspiriert von Karpathys
  Autoresearch. Reale Ergebnisse: +21 % in 3 Iterationen.'
slug: skill-abo-6-skill-forge
date: '2026-07-02T10:00:00.000Z'
author: Gerhard Schröder
tags:
- skill-abo-newsletter
- ki
primary_tag: skill-abo-newsletter
excerpt: 'Skill Forge testet, mutiert und misst automatisch, bis ein Claude-Skill
  nicht mehr besser wird. Praxis-Ergebnis: +21,6 % Score in drei Durchläufen.'
canonical: https://visales.de/skill-abo-6-skill-forge.html
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- **Skill Forge ist ein autonomer Experiment-Loop: Er nimmt einen Claude-Skill, generiert Eval-Tests, mutiert die SKILL.md, misst den Score — und wiederholt das, bis nichts mehr besser wird.**
- **Zwei Modi: Skill-Modus optimiert SKILL.md-Dateien mit Assertion-Scoring + LLM-as-Judge. Generic-Modus optimiert beliebige Dateien gegen jede Shell-Metrik (Test-Coverage, Lighthouse, Bundle-Size).**
- **Inspiriert von Karpathy's Autoresearch: Das Prinzip ist simpel — automatisiertes wissenschaftliches Experimentieren auf Basis messbarer Metriken. Kein Bauchgefühl, nur Zahlen.**


## Der Moment, wo der Skill sich selbst verbessert

Es gibt einen Moment in dieser Arbeit, der mich jedes Mal kurz innehalten lässt. Nicht wenn Claude etwas liefert, was ich erwartet habe. Sondern wenn ein Werkzeug anfängt, sich selbst zu verbessern — autonom, messbar, über Nacht.

Genau das macht [Skill Forge](https://github.com/GodModeAI2025/skill-forge) von Mark Zimmermann.

Die Idee dahinter ist nicht neu. Andrej Karpathy (ehem. OpenAI, bekannt für Autoresearch) hat sie in seinem [autoresearch](https://github.com/karpathy/autoresearch)-Projekt für wissenschaftliche Experimente beschrieben: Hypothese aufstellen, Experiment laufen lassen, Ergebnis messen, wiederholen. Skill Forge überträgt dieses Prinzip auf Claude-Skills und Codebasen.

Das Ergebnis: Ein Skill, der schlecht SKILL-Abo-Artikel zusammenfasst, wird nach 3 Iterationen besser. Weil es einen Loop gibt, der die Schwachstellen findet — und systematisch behebt.

## Der Loop im Überblick

Der Kern von Skill Forge ist ein Experiment-Loop aus drei spezialisierten Agenten:

**Hypothesis Agent** (der Wissenschaftler): Analysiert fehlgeschlagene Evals, schaut in die Coverage-Matrix was noch nicht versucht wurde — und produziert eine testbare Hypothese.

**Mutator Agent** (der Chirurg): Setzt genau eine, minimale Änderung um. An der SKILL.md oder am Code. Mit Category-Tags damit nichts zweimal gemacht wird.

**Scorer Agent** (der Richter): Misst den Score vor und nach. Im Skill-Modus als Assertion-Pass-Rate, optional plus LLM-as-Judge. Im Generic-Modus gibt der Shell-Command direkt die Zahl zurück.

Dann: Behalten oder Revert. Weiter zum nächsten Experiment.

*Wizard → Dry-Run → Hypothesize → Mutate → Evaluate → Score → Keep/Revert ↺*

## Zwei Domänen

**Skill-Modus** — für SKILL.md-Optimierung:

Der Skill generiert Eval-Testfälle aus dem beschriebenen Skill-Verhalten, teilt sie 60/40 in Train/Test (Overfitting-Schutz), und misst jeden Mutation-Versuch gegen einen Composite-Score:

*assertion_pass_rate × 0.80 + efficiency_score × 0.20*

Mit LLM-as-Judge kommt ein dritter Term dazu:

*assertions × 0.50 + llm_judge × 0.30 + efficiency × 0.20*

**Generic-Modus** — für jede messbare Metrik:

Jeder Shell-Command der eine Zahl zurückgibt funktioniert als Metrik. Test-Coverage, Lighthouse-Score, Bundle-Size, Docker-Image-Größe, Lint-Fehler. Der Loop optimiert die Zieldateien bis das Ziel erreicht ist.

## Auto oder Guided

**Auto-Modus**: Startet den Loop, läuft durch die Nacht, liefert morgens einen Report. Perfekt für Scheduled Tasks. Keine Unterbrechungen, keine Rückfragen.

**Guided-Modus**: 5 Checkpoints wo du mitmachst — Evals reviewen, Hypothese freigeben, Mutation-Diff anschauen, Score überprüfen, nächste Runde entscheiden. Der Agent macht die schwere Arbeit, du bleibst in Kontrolle.

## Reale Ergebnisse

Mark hat Skill Forge gegen eigene Production-Skills laufen lassen:

- **humanizer** (Text-Humanisierung): 0.74 → 0.90 in 3 Experimenten (+21,6%). Erkenntnis: Persönlichkeit als dedizierter Workflow-Schritt mit konkreten Kriterien statt abstrakter Anweisung.
- **fachbuch-lektorat** (Deutsches Fachlektorat): 87% → 100% in 3 Experimenten. Erkenntnis: Worked Examples schlagen abstrakte Regeln für Edge Cases.
- **was-bisher-geschah** (KI-News-Briefing): 93% → 100% in 1 Experiment. Erkenntnis: Explizite Constraints (Zeichenlimits, Pflichtfelder) beheben Format-Drift zuverlässig.

Das sind keine cherry-picked Beispiele. Das ist das Ergebnis von mechanisch messbaren Experimenten.

## Was das für uns bedeutet

Ich verwende Skill Forge inzwischen für die Skills die ich in diesem Newsletter beschreibe — bevor ich sie euch zeige. Die SkillCMS-Skills, der Infografik-Skill, der linkedin-gallery Skill. Alle gehen durch mindestens einen Forge-Lauf.

Das ändert die Art wie ich Skills baue. Nicht mehr: Skill schreiben, testen, anpassen, nochmal testen. Sondern: Skill schreiben, Forge laufen lassen, Ergebnisse anschauen, entscheiden was ich übernehme.

Der Unterschied ist subtil aber bedeutsam. Der Loop findet Schwachstellen die ich nicht gesucht hätte — weil er systematisch variiert, nicht intuitiv.

<details>
<summary>Technische Details: Coverage Matrix & Crash Recovery</summary>

Skill Forge führt eine Coverage-Matrix die aufzeichnet welche Verbesserungs-Kategorien bereits versucht wurden — mit Sättigungs-Erkennung damit nicht dieselbe Hypothese zweimal getestet wird.


Fehlerbehandlung: Jeder Fehler wird klassifiziert, einmal nachversucht, dann übersprungen. 3 konsekutive Crashes pausieren den Loop mit Fehlerbericht.


Experiment-Log als TSV: Eine Zeile pro Experiment, schnelles Monitoring mit `tail`, `grep`, `awk`. Nichts geht verloren.


Eval Rotation: Nach 5 Experimenten werden die Eval-Queries rotiert um Diversität zu erhalten.

</details>

<details>
<summary>Installation</summary>

<pre><code class="language-bash"><span style="font-size:19.8px"># Repository klonen
git clone https://github.com/GodModeAI2025/skill-forge.git

# In den Skills-Ordner kopieren (Cowork oder OpenClaw)
cp -r skill-forge/ ~/.skills/skills/skill-forge/</span>
</code></pre>


Danach in Cowork:

- Auto-Modus: *"Use skill-forge to improve my [skill-name] skill"*
- Guided-Modus: *"Use skill-forge in guided mode to improve my [skill-name] skill"*
- Generic-Modus: *"Use skill-forge to optimize train.py — metric: python train.py --eval"*


Keine API-Keys, kein Cloud-Dienst. Läuft komplett lokal im Sandbox-Linux.

</details>

## Der Link

[Skill Forge auf GitHub](https://github.com/GodModeAI2025/skill-forge) — MIT-Lizenz, von Mark Zimmermann, inspiriert von Karpathy's Autoresearch. Die Dokumentations-Seite gibt es auch auf Deutsch: [Schulung](https://godmodeai2025.github.io/skill-forge/index_de.html).

Viele Grüße aus Bochum,

Gerhard Schröder
