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title: Roomplan & RealityOS — iOS 16 AR Updates
description: 'Gerhard Schröder und Thomas über Apples Roomplan-API in iOS 16: Raumerkennung
  per Neural Engine und Animojis als Bausteine auf dem Weg zur AR-Brille.'
slug: roomplan-realityos-ios-16-ar-updates
date: '2022-09-05'
last_updated: 2026-04-26
author: Gerhard Schröder
tags:
- usd-updates-podcast
- openusd
primary_tag: usd-updates-podcast
excerpt: Warum Apples unscheinbare Roomplan-API mehr ist als eine Mess-Funktion –
  und wie sie Nutzer heute schon auf die AR-Brille von morgen vorbereitet.
canonical: https://visales.de/roomplan-realityos-ios-16-ar-updates.html
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„Erst mal Hausaufgaben machen, bevor der heiße Scheiß kommt."

Gerhard und Thomas zu Roomplan — dem AR-Update, das viele unterschätzen, aber Apple braucht:

- Roomplan: von der Linienmessung zur vollständigen Raumerkennung per Machine Learning
- Neural Engine als Grundlage: Wände, Fenster, Möbel — alles kategorisiert und als Box dargestellt
- Warum Roomplan eine verkannte Funktion auf dem Weg zur AR-Brille ist
- Verbindung zu Multi-Objekt-AR: Objekte erkennen, um sie zu ersetzen
- Animojis als strategischer Avatar-Grundstein für das kommende AR-Versum

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  <summary><strong>Was sind USD-Updates?</strong></summary>

Kurze Videos und Talks von Gerhard Schröder rund um OpenUSD, USDZ und Augmented Reality im Apple-Universum — seit 2022.

→ [Alle USD-Updates](https://visales.de/tag/usd-updates-podcast.html)

</details>

## Worum es geht

Apple bringt mit iOS 16 und der Entwicklerkonferenz WWDC die Roomplan-API — und viele Entwickler haben sie zunächst unterschätzt. Gerhard und Thomas erklären, warum das ein Fehler ist. Roomplan nutzt Apples Neural Engine, um in Echtzeit einen Raum zu erfassen: Wände, Fenster, Türöffnungen, Möbel werden erkannt, kategorisiert und mit einer strukturierten Box dargestellt. Das ist der nächste Schritt nach der einfachen Linienmessung — und ein direkt verwertbarer Baustein für AR-Anwendungen.

Der strategische Kern: Roomplan ist eine notwendige Voraussetzung für komplexe AR-Erlebnisse. Bevor eine AR-Brille in einem Raum sinnvoll interagieren kann, muss sie den Raum kennen. Apple testet diese Funktion jetzt auf Millionen iPhones aus — und gewöhnt Nutzer an eine Routine, die beim ersten Einschalten der Brille zur vertrauten Erfahrung wird. Dasselbe gilt für Animojis: scheinbares Gimmick, aber de facto ein Avatar-Programm, das Millionen Nutzer schon vor Jahren genutzt haben.

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## Kapitel

- **0:00** — Intro: Roomplan und iOS 16 AR-Updates
- **0:45** — Von der Linienmessung zur Raumerkennung
- **1:45** — Neural Engine: Wände, Fenster, Möbel kategorisiert
- **2:45** — Warum Entwickler Roomplan zuerst unterschätzt haben
- **3:30** — Verbindung zu Multi-Objekt-AR
- **4:15** — Roomplan als Pflicht-Baustein für die AR-Brille
- **5:00** — iPhone als Beta-Testplattform für Millionen Nutzer
- **5:40** — Animojis und der Avatar-Grundstein

## Erwähnt

- [RoomPlan API (Apple)](https://developer.apple.com/documentation/roomplan) — Raumerkennung und -kategorisierung für iOS
- [ARKit (Apple)](https://developer.apple.com/augmented-reality/arkit/) — Apples AR-Framework für iPhone und iPad
- [Multi-Objekt-AR (viSales)](https://visales.de/augmented-reality-usdz-multi-objekt-ar.html) — mehrere 3D-Objekte in einer USDZ-Szene
- [Animoji / Memoji (Apple)](https://support.apple.com/en-us/108996) — personalisierte 3D-Avatare im Apple-Betriebssystem

<details>
<summary>Transkript (KI-bereinigt)</summary>

Apple zeigt mit Roomplan seinen nächsten Schritt im Bereich AR. Schauen wir uns an, was Thomas dazu meint. Und ich sage auch was dazu.

**Von der Linienmessung zur Raumerkennung**

Vor zwei oder drei Jahren haben sie jedenfalls eine App vorgestellt, mit der man in Augmented Reality Dinge abmessen kann — wie lang oder wie breit ist irgendein Gegenstand. Diese App gibt es schon ein paar Jahre.

Und jetzt mit der neuen App Roomplan kann man jetzt nicht nur einfach die Breite oder die Länge messen, sondern als nächste Ausbaustufe setzt dieses Ganze darauf auf und sagt: Ich kann jetzt nicht nur von A nach B messen, sondern ich kann auch in der dritten Dimension messen — und ich kann damit einen Raum grob vermessen in Form von Klötzen.

Und wenn man sich überlegt, diesen Pfad von einfach eine Linie messen zu einem Raum vermessen — was kommt dann im nächsten Schritt hinten dran?

**Neural Engine: Wände, Fenster, Möbel kategorisiert**

Roomplan beschreibt die Möglichkeit, dass man die geballte Power von Apples Neural Engine nutzen kann. Apple stellt nämlich die ganze Software zur Verfügung, um zu erkennen, ob in deinem Raum, den du gerade abfilmst, eine Wand erkannt wird, ein Fenster, eine Türöffnung — oder ein Tisch, ein Stuhl, ein Sofa.

Das wird alles über Machine Learning erkannt und dann in seinen Abgrenzungen — als Box um das Ganze herum — interaktiv dargestellt. Alle Dinge im Raum bekommen dann eine Box drumherum. Das wird mitsamt der Information gespeichert: Das ist ein Sofa, das ist ein Tisch. Also es wird kategorisiert. Das kann man benutzen in seiner App oder abspeichern lassen — und darauf kann man dann weitere Schritte aufbauen.

Zum Beispiel eine richtige Fotogrammetrie dahinter hängen, die dann den Vorteil hat, dass sie weiß: Dieser Haufen von Punkten, das ist der Stuhl. Und dann kann ich den Stuhl einzeln abspeichern und isolieren. Das ist ein großer Fortschritt. Wird mit vielen App-Entwicklern sehr helfen.

**Verkannte Funktion — Pflichtbaustein für die Brille**

Wenn man wissen möchte, wofür sowas spannend sein könnte: Da gibt es ein Video in der Reihe, das heißt Multi-Objekt-AR — wo wir mal gezeigt haben, was man mit solchen Einzelobjekten dann auch machen kann. Sie zum Beispiel getrennt im Raum hin und her schieben.

Ich habe auch auf Twitter gelesen, dass sehr viele Entwickler erst dachten: ja, aber das ist ja noch nicht das Richtige. Und andere haben dann gesagt: Ja, aber das sind Dinge, die brauchen Leute ganz dringend. Das ist eine verkannte Funktion im Rahmen dieser Roadmap hin zur Augmented-Reality-Brille.

Genau diese Funktion brauchst du, wenn du mehr machen willst als das, was die bisherigen AR-Brillen können. Apple macht erst mal Hausaufgaben. Und dazu gehört damit einmal so eine scheinbar unsexy Funktion rauszubringen, die als erstes mal nur eine Wand vermessen kann, im nächsten Schritt Räume vermessen kann — und sogar die Gegenstände im Raum entsprechend erkennt.

**iPhone als Beta-Testplattform**

Weil wenn ich an Demos oder Versprechen von anderen AR-Brillen-Herstellern denke: die haben ja gesagt, du kannst in deinem Raum dann interaktive Spiele spielen. Ja, aber genau diese ganzen Funktionen brauche ich, wenn ich sowas machen will.

Das ist eine Technik, die man vorher braucht, bevor man das ganze Apple-Versum zusammenbaut. Erst mal Hausaufgaben machen, bevor der heiße Scheiß kommt.

Wenn ich eine solche Funktion schon vorab auf viele Millionen iPhones zum Beta-Testen bekomme und die Nutzer gewöhnen sich daran, so eine Funktion mal zu verwenden — dann ist es hinterher total einfach zu sagen: Ach, das ist mit der Brille so, wie ich es vorher schon mit dem Handy gemacht habe.

**Animojis und der Avatar-Grundstein**

Und das zeigt wieder mal: Zwei Schritte weiter planen, führt zum Erfolg. Auch die Animojis gehören in diese Kategorie. Nicht ohne Grund haben wir dazu auch schon ein Video gemacht.

Das Film ist für die meisten Menschen nur Gimmick. Ja, aber in einer Zukunft, in der ich im Appleverse — Metaverse, was auch immer — mich bewegen möchte, ist es vielleicht ganz hilfreich, wenn ich nicht wirklich in Präsenz vor Ort sein kann, so meinen eigenen Avatar schon gebaut zu haben. Auf dem Handy schon vor Wochen, Monaten, Jahren irgendwann mal damit experimentiert. Selbst meine Mutter hat ein Animoji — und wenn ich das später mal für dieses Versum benötige, hat es jeder Nutzer schon zur Hand.

</details>
