Vorschlag für einen Pilot zur visuellen Vertriebsunterstützung
Wie wir Projekte starten –
eine Entscheidungshilfe für Vertriebsleiter
Viele unserer Leistungen setzen dort an, wo Vertrieb, Technik und Marketing gemeinsam Entscheidungen treffen müssen. Nicht selten geht es dabei weniger um neue Tools als um die Frage, wie komplexe Produkte verständlich und verbindlich kommuniziert werden.
Gerade Vertriebsleiter stehen dabei vor einer internen Abwägung: Wie lässt sich etwas Neues ausprobieren, ohne direkt ein großes Projekt, ein IT-Thema oder langfristige Abhängigkeiten auszulösen?
Der folgende Abschnitt zeigt exemplarisch, wie wir solche Projekte starten – bewusst klein, zeitlich begrenzt und mit klaren Entscheidungskriterien.
Er ist als interne Entscheidungsgrundlage gedacht, nicht als Verkaufsargument.
Interne Entscheidungsgrundlage
Dieser Text ist für interne Argumentation gedacht. Wenn Sie allgemeine Informationen zu Leistungen suchen, finden Sie diese hier: Leistungen.
Ausgangslage im Vertrieb
Wir verkaufen komplexe Maschinen und Anlagen mit vielen Varianten und Optionen. In Kundengesprächen zeigt sich immer wieder, dass Zeichnungen, PDFs und Präsentationen nur begrenzt helfen, ein gemeinsames Verständnis zu erzeugen.
Typische Folgen sind Missverständnisse im Erwartungsbild, spätere Korrekturen („So hatten wir uns das nicht vorgestellt“), viele Rückfragen an die Konstruktion und verzögerte Entscheidungen auf Kundenseite. Das bindet Zeit im Vertrieb und verlängert die Angebotsphase unnötig.
Wir sehen hier weniger ein Produkt- als ein Kommunikationsproblem.
[Randnotiz – Argument für GF: Das Problem ist kein Einzelfall, sondern strukturell. Es betrifft Abschlussquote, Angebotsdauer und interne Kosten.]
Vorschlag: Begrenzter Pilot statt Großprojekt
Wir schlagen vor, einen bewusst klein gehaltenen Pilot umzusetzen. Ziel ist es, eine bestehende Maschine oder Anlage visuell so aufzubereiten, dass sie im Vertrieb direkt genutzt werden kann – ohne neues System, ohne IT-Projekt und ohne organisatorischen Umbau.
Konkret werden vorhandene CAD-Daten einmalig in ein modernes 3D-/AR-Format überführt. Aus dieser einen Datei entstehen Bilder, kurze Videos und eine AR-Darstellung, die im Kundengespräch eingesetzt werden kann – vor Ort, auf der Messe oder remote.
Der Pilot beschränkt sich auf einen Anwendungsfall und ist jederzeit stoppbar.
[Randnotiz – Risikobegrenzung: Kein Rollout, keine Plattformentscheidung, kein Folgezwang.]
Aufwand, Dauer und Kosten
Der Pilot ist bewusst so dimensioniert, dass Aufwand und Risiko überschaubar bleiben.
Die Dauer liegt erfahrungsgemäß bei drei bis sieben Kalendertagen. Der interne Aufwand auf unserer Seite beschränkt sich auf die Bereitstellung der CAD-Daten sowie einen kurzen Abstimmungstermin zu technischen Details (ca. drei bis vier Stunden).
Das Budget für einen solchen Pilot liegt typischerweise bei rund 5.000 Euro.
Es entstehen keine Folgekosten und keine Verpflichtung zur Weiterführung.
[Randnotiz – Einwand Controlling: Zeitlich und finanziell klar begrenzt, kein offenes Budget.]
Klares Erfolgskriterium (Go / No-Go)
Der Pilot hat ein bewusst einfaches Erfolgskriterium:
Kann ein Vertriebsmitarbeiter das Ergebnis direkt im realen Kundengespräch nutzen?
Wenn die visuelle Darstellung hilft, Varianten schneller zu erklären, Fragen zu reduzieren oder Entscheidungen zu beschleunigen, war der Pilot sinnvoll. Wenn nicht, beenden wir das Thema ohne weitere Schritte.
[Randnotiz – Führungsargument: Entscheidung nach Fakten, nicht nach Bauchgefühl.]
Realität im Maschinenbau bewusst berücksichtigt
Wir gehen nicht von idealen Voraussetzungen aus. CAD-Daten sind in der Praxis oft unvollständig, sehr komplex oder nicht für den Vertrieb gedacht – das ist normal.
Für den Vertrieb werden viele Details nicht benötigt. Unsichtbare Bauteile, Schrauben oder innere Komponenten können reduziert oder entfernt werden, ohne Aussagekraft zu verlieren.
Auch große Datenmengen lassen sich technisch stark verkleinern. In vergleichbaren Projekten konnten aus mehreren Gigabyte handhabbare Dateien im zweistelligen Megabyte-Bereich erzeugt werden.
Wir starten nicht perfekt, sondern sinnvoll.
[Randnotiz – Einwand Technik: Kein Anspruch auf perfekte CAD-Daten, Fokus auf Vertriebsnutzen.]
Einsatz im Vertriebsalltag
Die erstellten Inhalte lassen sich flexibel nutzen:
- Im Erstkontakt – direkt auf der Website oder im Präsentationsdeck, um Maschinenaufbau, Dimensionen und Funktionsprinzip früh verständlich zu machen.
- In der Angebotsphase – zur Platzierung der Maschine per Augmented Reality in der geplanten Produktionshalle, inklusive Platzbedarf, Aufstellfläche und räumlichem Kontext.
- Im technischen Erstgespräch – zur gemeinsamen Klärung von Anforderungen, Varianten, Schnittstellen und Randbedingungen, noch bevor Detailplanung beginnt.
- Auf Messen und Roadshows – sowie im Gespräch mit der Geschäftsführung auf Kundenseite, um komplexe Maschinen und Linien ohne physische Modelle zu erläutern.
- Nach dem Termin – durch Fotos der AR-platzieren Maschine im geplanten Umfeld, nutzbar für Follow-up-Mails, interne Abstimmungen und Angebotsunterlagen.
Das erhöht die Weiterleitbarkeit und unterstützt die interne Entscheidungsfindung beim Kunden.
[Randnotiz – Vertriebsnutzen: Ein Asset, mehrere Gesprächssituationen.]
Was nach dem Pilot bleibt
Die erstellte 3D-/AR-Datei verbleibt bei uns und kann jederzeit weiterverwendet werden. Sie bildet eine neutrale OpenUSD-Masterdatei für weitere Vertriebs- und Marketinganwendungen.
Ein späterer Ausbau ist möglich, aber nicht zwingend. Im Vergleich zu klassischen Ansätzen mit mehreren Formaten und Dienstleistern kann dieser Weg die laufenden 3D-Kosten deutlich reduzieren.
Der Pilot ist damit kein Einmalprodukt, sondern eine belastbare Entscheidungsgrundlage.
[Randnotiz – Strategischer Hebel: Kein Lock-in, keine Insellösung.]
Klare Einordnung
Der Ansatz ist sinnvoll, wenn wir bestehende CAD-Daten strukturiert nutzen und konsolidieren wollen. Er ist nicht geeignet, wenn bewusst auf offene 3D-Standards verzichtet werden soll oder zusätzliche Einzellösungen ohne langfristige Ordnung entstehen sollen.
Ziel ist nicht ein weiterer Baustein, sondern weniger Komplexität.
[Randnotiz – Glaubwürdigkeit: Nicht alles passt zu jedem Unternehmen.]
Entscheidungsvorschlag
Wir schlagen vor, den beschriebenen Pilot freizugeben. Nach Abschluss bewerten wir gemeinsam, ob der Nutzen im Vertrieb messbar ist und ob ein weiterer Ausbau sinnvoll erscheint.
Es besteht kein Automatismus und keine Verpflichtung über den Pilot hinaus.
[Randnotiz – Gesprächsabschluss: Klare Entscheidungsvorlage ohne Druck.]
Für Vertriebsleiter und Entscheidungsträger:
Diese Seite ist als interne Entscheidungsgrundlage gedacht. Wenn du diese Perspektive teilst und eine sachliche Klärung suchst, freue ich mich auf den Austausch.
Bereit für ein klärendes Gespräch?
Wenn du prüfen möchtest, ob ein Pilot für eure Fragestellung sinnvoll ist, dann sprich direkt mit mir. Wir klären gemeinsam, wie ein überschaubarer Einstieg aussehen kann – ganz ohne Pitch und Verkaufsdruck.
Alternativen dazu:
– Sende mir eine Nachricht via LinkedIn oder E-Mail
– Oder ruf mich spontan an: +49-160-8060361